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09.12.2017

09:56 Uhr

Fraport

Frankfurter Flughafen wächst stark

Die starke Konjunktur und neue Billigangebote sorgen für mehr Verkehr am größten deutschen Flughafen in Frankfurt. Die beiden Terminals platzen an starken Tagen fast aus allen Nähten.

Frankfurt: Fraport wächst stark dpa

Frankfurter Flughafen

Nach einigen Jahren der Stagnation soll es im kommenden Jahr mehr Flugbewegungen am größten deutschen Airport geben.

FrankfurtDer Frankfurter Flughafen ist aus Sicht des Betreibers Fraport zu einem stabilen Wachstum zurückgekehrt. Nachdem die Zahl der abgefertigten Passagiere in diesem Jahr um rund 5 Prozent auf 64 Millionen steigen dürfte, erwartet Fraport-Chef Stefan Schulte auch für 2018 ein starkes Wachstum. Nach einer ersten groben Einschätzung könne man im kommenden Jahr 67 Millionen Gäste erreichen, sagte er am Donnerstagabend in Frankfurt.

Nach einigen Jahren der Stagnation werde es 2017 und 2018 auch wieder mehr Flugbewegungen geben, für die zusätzliche Starts sowohl des Hauptkunden Lufthansa als auch der in Frankfurt noch neuen Billigfluggesellschaften sorgten. In dieser Woche hatte die britische Easyjet bekanntgegeben, ab kommenden Januar von Berlin nach Frankfurt zu fliegen.

Schulte sieht das bestehende Flughafensystem an seinen Kapazitätsgrenzen nahezu angekommen. Beim bis 2023 geplanten Ausbau mit dem dritten Terminal im Süden des Flughafens sei man aber voll im Zeit- und Budgetplan. „Da habe ich keinerlei Sorgen“, sagte Schulte. Im kommenden Sommer soll mit dem Rohbau des ersten Flugsteigs im Süden begonnen werden. Schulte kündigte zudem an, den Auftrag für die flughafen-interne Verbindungsbahn zum neuen Terminal um den Jahreswechsel herum zu vergeben.

An Tagen mit besonders hohen Besucherzahlen seien insbesondere die Sicherheitskontrollen überlastet, klagte der Flughafenchef. Im Interkontinentalbereich komme es vor allem zu den morgendlichen Stoßzeiten zu nicht akzeptablen Wartezeiten. „Zusätzliche Beamte sind zwar im Bundeshaushalt eingestellt, in Frankfurt aber noch nicht angekommen“, kritisierte Schulte, der zudem den verstärkten Einsatz fortschrittlicher Technik verlangte. Man sei aber in fruchtbaren Gesprächen mit dem Bundesinnenministerium.

Das Auslandsgeschäft soll dem MDax-Konzern perspektivisch einen noch höheren Gewinnbeitrag bringen als bislang schon mit rund 35 Prozent. In Brasilien habe Fraport gezeigt, dass man innerhalb von sechs Monaten zwei Flughäfen übernehmen könne, berichtete Schulte. Auch bei den 14 im April übernommenen Regionalflughäfen in Griechenland komme man hervorragend voran. Am New Yorker Flughafen Newark bewirbt sich Fraport um den Auftrag, ein neues Terminal in Betrieb zu nehmen und hofft im Erfolgsfall auf Anschlussgeschäfte im dortigen Einzelhandelsgeschäft.

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dpa

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