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10.08.2018

02:58 Uhr

Gesundheit

Doktorbesuch am Arbeitsplatz - Amazon will Mitarbeiter in eigenen Kliniken versorgen

VonDomenico Sciurti

Der Onlineriese sucht nach Möglichkeiten, seine Mitarbeiter gesundheitlich besser und kosteneffizienter zu behandeln. Ein Pilotprojekt soll noch in diesem Jahr starten.

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New YorkDer US-Onlinehändler Amazon plant einem Zeitungsbericht zufolge, Kliniken für die eigene Belegschaft zu entwickeln. Es laufen bereits interne Gespräche, wie der US-Sender CNBC mit Verweis auf zwei mit der Sache vertrauten Personen berichtet. Amazon selbst lehnte eine Stellungnahme zu dem Thema ab.

Den Informationen zufolge soll eine erste medizinische Grundversorgungsstelle am Hauptquartier in Seattle im US-Bundesstaat Washington entstehen. Der derzeitige Plan sehe vor, zunächst einmal eine kleine Gruppe an Doktoren einzustellen.

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Das Pilotprojekt soll dann für eine Auswahl an Mitarbeitern noch in diesem Jahr starten. Zu Beginn des kommenden Jahres könnte das Vorhaben bereits auf weitere Mitarbeiter ausgeweitet werden, heißt es in dem Bericht.

Das Gesundheitssystem in den USA leidet unter sehr hohen Kosten. Es gilt als eines der ineffizientesten der Welt. Das liegt auch daran, dass vor allem konservative Politiker die gesundheitliche Versorgung als Produkt ansehen und nicht etwa als Grundrecht für den Bürger. Eine politische Lösung, die sich den Problemen annimmt, konnte daher in den vergangenen Jahren nicht gefunden werden.

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Das unter Obama eingeführte System Affordable Care Act (ACA), auch Obamacare genannt, das zahlreiche Amerikaner versicherte, die es sich vorher nicht leisten konnten, wird von Republikanern immer wieder kritisiert.

Vor diesem Hintergrund bemühen sich Unternehmen selbst darum, ihre Mitarbeiter mit Blick auf die Gesundheit besser zu versorgen. „Amazon nimmt eine führende Rolle“, schreibt CNBC. Ziel sei es, die explodierenden Gesundheitskosten zu senken und Mitarbeiter durch Notfallversorgung, vorbeugende Pflege, Ernährungsberatung und Bewegung gesund zu halten.

Bereits zu Beginn des Jahres hatte Amazon ein Gemeinschaftsprojekt mit der Großbank JPMorgan Chase und Starinvestor Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway angekündigt, um Wege zu finden, die Gesundheitskosten für die Mitarbeiter zu senken.

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Vor den jüngsten Plänen erwog Amazon auch, die Gesundheitsversorgung auszugliedern. Doch nach Gesprächen mit möglichen externen Anbietern entschied das Unternehmen von Milliardär Jeff Bezos, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Mit seinem Vorhaben folgt Amazon dem Beispiel von Apple, das laut CNBC bereits Kliniken entwickelt. Dessen Tochtergesellschaft AC Wellness Network habe schon mehr als 40 Personen dafür eingestellt.

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