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12.09.2019

14:15

Klimaschutz

So will Nestlé bis 2050 klimaneutral werden

Von: Michael Brächer

Der Nahrungsmittelriese steht im Visier von Umweltschützern und stößt jährlich Millionen Tonnen Treibhausgas aus. Jetzt gelobt Nestlé Besserung.

Konzernchef Schneider will das Sortiment schneller anpassen, um nicht nur gesündere Lebensmittel herzustellen, sondern auch für einen besseren ökologischen Fußabdruck zu sorgen. AP

Kitkat-Riegel von Nestlé

Konzernchef Schneider will das Sortiment schneller anpassen, um nicht nur gesündere Lebensmittel herzustellen, sondern auch für einen besseren ökologischen Fußabdruck zu sorgen.

Zürich Ob Kaffee in Alukapseln, Wasser in Plastikflaschen oder Palmöl in der Schokolade: Für seine ausufernde Klimabilanz wird der Nahrungsmittelriese Nestlé häufig von Umweltorganisationen gescholten. Nun gelobt der Schweizer Konzern, grüner zu werden

Das Ziel: Nestlé will spätestens ab dem Jahr 2050 unterm Strich klimaneutral wirtschaften. Das Unternehmen mit bekannten Marken wie Nesquik, Nespresso oder Maggi verspricht eine Reihe von Schritten, um das selbst gesteckte Ziel zu erreichen. Gemeinsam mit anderen Unternehmen bekennt sich Nestlé zu dem UN-Klimaziel, die maximale Erwärmung der Erde auf 1,5 Grad zu beschränken.

„Der Klimawandel ist eine der größten Bedrohungen für die Gesellschaft“, sagt Nestlé-Chef Ulf Mark Schneider am Donnerstag. Er sei aber auch eines der größten Risiken für die Geschäfte des Unternehmens. „Uns läuft die Zeit davon, um einige der schlimmsten Auswirkungen der globalen Erwärmung zu verhindern“, so Schneider.

Schneider will das Sortiment von Nestlé schneller anpassen, um nicht nur gesündere Lebensmittel herzustellen, sondern auch für einen besseren ökologischen Fußabdruck zu sorgen. Zudem wolle man enger mit Bauern zusammenarbeiten, um Landflächen wiederherzustellen und die Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Im vergangenen Jahr stieß der Konzern eigenen Angaben zufolge weltweit umgerechnet 5,9 Millionen Tonnen CO2 aus. Umweltorganisationen gehen in ihren Berechnungen von noch viel höheren Werten aus. Die meisten Emissionen entstehen nicht im Konzern, sondern bei Zulieferern – etwa bei der Herstellung von Milchprodukten.

Das Timing der Ankündigung ist kein Zufall: Nestlé nutzt die Aufmerksamkeit für das Thema im Vorfeld des UN-Klimagipfels, der kommende Woche in New York beginnt.

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