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13.06.2018

11:25 Uhr

Lufthansa-Tochter

Eurowings-Chef Dirks gesteht Probleme ein

Eurowings hat die Marktlücke geschlossen, die durch die Pleite von Air Berlin entstand. Nun machen dem Billigflieger Engpässe zu schaffen.

Die Airline hat aktuell mehr als doppelt so viele Maschinen im Sommerflugplan wie vor drei Jahren. Reuters

Eurowings

Die Airline hat aktuell mehr als doppelt so viele Maschinen im Sommerflugplan wie vor drei Jahren.

FrankfurtEurowings-Chef Thorsten Dirks hat Probleme bei der Lufthansa-Tochter eingeräumt. Die aktuelle Situation mit vielen Verspätungen und Flugausfällen sei nicht befriedigend, sagte er am Dienstagabend im Luftfahrt-Presseclub in Frankfurt. Doch gehe es allen Airlines so, die Ursachen lägen nicht in ihrer Verantwortung.

„Wir haben in Europa im Moment ein Riesenthema mit der Flugsicherung“, sagte Dirks. Die Fluglotsenstreiks in Frankreich oder Italien sorgten für stundenlange Unterbrechungen. Im Mai und Juni hätten zudem starke Gewitter mit ungewöhnlich vielen Blitzeinschlägen den Flugbetrieb durcheinander gebracht.

„Wir haben pro Woche derzeit etwa drei Blitzeinschläge am Boden bei den Flugzeugen“, ergänzte er. Es dauere dann bis zu 16 Stunden, bis die Maschinen wieder einsatzbereit seien.

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Vor allem in Düsseldorf häuften sich in der letzten Zeit die Beschwerden von Kunden über Eurowings. Dort hat der Billigflieger die Marktlücke geschlossen, die durch die Pleite von Air Berlin entstanden war. Eurowings übernahm 90 der insgesamt 140 Flugzeuge der Flotte.

Mit 185 Flugzeugen hat die Airline jetzt mehr als doppelt so viele Maschinen im Sommerflugplan wie vor drei Jahren. Im letzten halben Jahr hat sich das Personal durch 2100 Neueinstellungen und 900 übernommene Mitarbeiter der Air-Berlin-Gesellschaft LGW auf rund 6000 verdoppelt.

Dennoch kämpft Eurowings weiter mit Engpässen bei der Flugkapazität. Seit Ende Mai nutzt die Airline die Flugzeuge von Laudamotion, welche die Air-Berlin-Tochter Niki übernommen hatte, nicht mehr. Nachdem Laudamotion-Chef und Ex-Rennfahrer Niki Lauda überraschend einen Einstieg von Ryanair vereinbart hatte, kam das für Eurowings nicht mehr infrage.

Jetzt müsse Eurowings sein starkes Wachstum, das „an der ein oder anderen Stelle auch Wachstumsschmerzen hervorgerufen hat“, erstmal verdauen, sagte Dirks. Die Qualität solle verbessert werden.

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Manfred Dörger

14.06.2018, 12:22 Uhr

Auch in den vergangenen Jahren gab es Streiks beim Personal, der Flugaufsicht usw. Verspätungen waren immer wieder vorhanden. Was da jetzt am Luftfahrthimmel passiert, haben zu großen Teilen die Airlines selbst zu verantworten. Knapper Maschinenpark für ausgeweitete Ambitionen. Die nicht erfüllt werden können u.a. wegen Crewmangel. Man hat sich ganz einfach verschluckt bei der Übernahme der freigewordenen airberlin Kapazitäten. Ein ehrliches Eingeständnis würde mehr bewirken als die Ausflüchte

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