MenüZurück
Wird geladen.

08.11.2018

12:19 Uhr

Neue Kollektion

Boss schmückt sich mit Porsche

VonGeorg Weishaupt

Deutschlands größter Herrenschneider Boss sucht die Nähe zum Sportwagenhersteller Porsche. Mit einer gemeinsamen Kollektion soll das Image aufpoliert werden.

Neue Kollektion: Boss schmückt sich mit Porsche

Boss vor dem Panamera

Mit einer Porsche-Kollektion will Boss die zahlungskräftige Kundschaft anlocken.

DüsseldorfMark Langer muss Hugo Boss wieder nachhaltig profitabel machen. Um das zu erreichen, versucht er viel. Dabei soll auch die neue Kooperation mit dem Sportwagenhersteller Porsche helfen. Der Modekonzern stattet ab der nächsten Saison das Team der Formel E von Porsche aus und wird offizieller Bekleidungspartner für das gesamte Motorsportteam.

Das könnte sich zwar langfristig für das etwas angekratzte Image von Boss auszahlen. Aber wichtiger ist die Kollektion mit dem Namen „Porsche x Boss“, die Langer ab März kommenden Jahres in den Boss-Läden verkaufen will. Dazu will er Leder- und Wollmaterial und die Farben Silber, Schwarz und Rot verwenden.

Langer begründet die Kooperation mit dem Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen mit dem „hohen Anspruch an Innovation und Perfektion“ beider Unternehmen. Boss hat schon lange den Motorsport gesponsert, setzt nun aber seit vergangenem Jahr auf die Formel E für Elektro-Rennwagen. Porsche will in der sechsten Rennsaison, die im Dezember 2019 startet, mit einem eigenen Team starten.

Für Boss-Chef Langer ist die Kooperation eine Chance, seine neue Strategie zu festigen: Boss soll sich als hochwertigere Business-Linie durchsetzen, Hugo als junge, deutlich günstigere Linie. Die Strategie muss gelingen, wenn Langer seine Ziele erreichen will, den Modekonzern aus Metzingen nachhaltig profitabel zu machen und auf einen stabilen Wachstumskurs zu bringen.

Denn die Zahlen für das dritte Quartal waren alles andere als berauschend. Der Umsatz wuchs nur um ein Prozent auf 710 Millionen Euro. Und der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen Ebitda sank gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 126 Millionen Euro.

Und Porsche ist dabei, seine Tochter Porsche Design neu zu justieren. Deren Chef Jan Becker konzentriert das Unternehmen ganz auf das Thema Männer, Technik und Design. Dazu gehört auch, dass Porsche Design, das früher ein Eigenleben führte, heute Teil des Konzerns ist. Dadurch will Becker die Autotechnik von Porsche stärker mit der Kollektion der Design-Tochter verzahnen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×