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27.04.2017

12:26 Uhr

Online-Händler

Amazon macht Assistentin Alexa zum Style-Berater

Amazon rüstet seine digitale Assistentin „Alexa“ mit einer Kamera zur Style-Beratung auf. Damit erhält der Konzern nicht nur Zugriff auf das Leben seiner Kunden, sondern speichert deren Daten auch in einer Cloud.

Der Vizepräsident für den Bereich „Alexa“, Mike George, erklärt die Fähigkeiten des digitalen Assistenten von Amazon. Mit der neuen Kamerafunktion greift der Konzern noch stärker in das Privatleben seiner Kunden ein. Reuters

Präsentation von Alexa

Der Vizepräsident für den Bereich „Alexa“, Mike George, erklärt die Fähigkeiten des digitalen Assistenten von Amazon. Mit der neuen Kamerafunktion greift der Konzern noch stärker in das Privatleben seiner Kunden ein.

SeattleAmazon verpasst seiner digitalen Assistentin Alexa erstmals Augen und lässt sie bei der Kleidungs-Auswahl ihrer Nutzer mitmischen. Der Online-Händler stellte als Ergänzung zu seiner Reihe der vernetzten „Echo“-Lautsprecher das Gerät „Echo Look“ mit Kamera und Mikrofon vor. Per Sprachbefehl kann man damit Fotos und Videos machen, die in einer Begleit-App angesehen werden können. Auf Basis der Bilder will Amazon auch helfen, zwischen zwei Outfits zu entscheiden. Dieser „Style Check“ funktioniere mit Hilfe künstlicher Intelligenz und Experten-Empfehlungen, hieß es.

Der Konzern hatte mit den Lautsprechern, die Sprachbefehle verstehen und Fragen beantworten können, einen Überraschungshit gelandet. Jetzt versucht Amazon, die Assistenzsoftware Alexa, die dahintersteckt, in möglichst viele Geräte verschiedener Anbieter zu bringen. Google ist auf Aufholjagd mit seinem Google Assistant und dem Lautsprecher „Home“.

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Mit der Kamera macht Amazon nun als Erster der Assistenten-Anbieter den nächsten Schritt in den Alltag der Nutzer mit visuellen Daten. Durch die Informationen könnte der Online-Händler unter anderem die Kaufempfehlungen für „Look“-Nutzer verbessern. Außerdem wurde in Medienberichten bereits über Amazons Pläne spekuliert, über die „Echo“-Geräte auch Kommunikationsdienst für Zuhause anzubieten. Die Fotos und Videos werden zur Bild-Analyse auf Amazons Server in die Cloud hochgeladen und dort gespeichert.

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Von

dpa

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