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25.04.2017

13:41 Uhr

Puma verdoppelt Gewinn

Die Raubkatze ist wieder wild

VonJoachim Hofer

Als Björn Gulden Puma übernahm, lag die Traditionsfirma am Boden. Nun ist die Sportmarke glänzend ins Jahr gestartet, die Turnschuhe des Labels sind gefragt wie nie. Die Investoren sind begeistert von der Raubkatze.

Die Wiederauferstehung von Puma: Die Sportmarke erzielte ein spektakuläres Plus zu Jahresbeginn. dpa

Björn Gulden

Die Wiederauferstehung von Puma: Die Sportmarke erzielte ein spektakuläres Plus zu Jahresbeginn.

MünchenGroße Worte sind seine Sache nicht. Als gebürtiger Norweger gehört Björn Gulden einem eher zurückhaltenden Menschenschlag an. Da ist es nicht weiter überraschend, dass seine Bilanz des ersten Quartals eher nüchtern ausfällt. „Unsere Produkte haben sich gut verkauft“, sagte der Puma-Chef am Dienstagmorgen in einer Telefonkonferenz mit Reportern. Und fügte hinzu: „Wir glauben, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Gut verkauft? Die Shirts, Shorts und Turnschuhe mit dem Raubtier-Logo waren begehrt wie noch nie in der 69-jährigen Geschichte des fränkischen Unternehmens. Erstmals hat Puma in einem Quartal mehr als eine Milliarde Umsatz erzielt. Der Zuwachs zwischen Januar und Ende März: satte 18 Prozent.

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Bis zu 400.000 Trikots verkauft Borussia Dortmund pro Saison, der Klub ist das Aushängeschild von Puma. Wichtiger aber ist der Imagegewinn. Der Sportkonzern holt bei den Marktanteilen auf. Das ist auch nötig.

Das gute Geschäft sorgte im ersten Quartal auch für einen Gewinnsprung. Unterm Strich blieben knapp 50 Millionen Euro übrig, damit hat Gulden den Überschuss im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Es seien vor allem die Frauen gewesen, die beherzt zu den Sneakern von Puma gegriffen hätten, erläuterte Gulden. Der ehemalige Profi-Kicker hat die Sängerin Rihanna verpflichtet, um bei der weiblichen Kundschaft für Aufsehen zu sorgen.

Die guten Zahlen deuten darauf hin, dass sich die beharrliche Aufbauarbeit des 51-Jährigen endlich auszahlt. Als der frühere Adidas-Manager im Sommer 2013 in Herzogenaurach antrat, lag das traditionsreiche Label am Boden. Seine Vorgänger hatten zu lange auf Lifestyle gesetzt; die Stammkundschaft wandte sich ab. So dümpelte die Marke dahin, bis der französische Modekonzern Kering als Mehrheitseigner die Geduld verlor und Gulden anheuerte, um Puma wiederzubeleben.

Vier Monate hat sich Björn Gulden nach seinem Start angeschaut, was bei Puma so alles schiefläuft. Dann war ihm klar, woran es mangelt: Die Marke sei zu behäbig. „Wir müssen auf neue Trends zügiger reagieren“, gab er als Devise aus. Seither gilt als offizielles Ziel, die schnellste Sportmarke der Welt zu werden.

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