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11.08.2022

12:30

Billigflieger

Ryanair-Chef O’Leary: Zehn-Euro-Flüge sind vorerst passé

Die größte Billigairline wird teurer. Die Zeit der extrem günstigen Flüge sei vorbei, sagt Ryanair-Chef Michael O’Leary. Die Ticketpreise sollen steigen.

Die Preise der Billigairline sollen steigen. Reuters

Ryanair-Chef Michael O’Leary

Die Preise der Billigairline sollen steigen.

London Der Chef der irischen Billigairline Ryanair, Michael O’Leary, sieht in den kommenden Jahren keinen Spielraum für extreme Billigtarife zwischen einem und zehn Euro. Das sagte O’Leary dem britischen Radiosender BBC 4 am Donnerstag.

Die durchschnittlichen Ticketpreise bei Ryanair würden von 40 Euro im vergangenen Jahr auf 50 Euro im Laufe der kommenden fünf Jahre steigen, so der Ire weiter. Hintergrund dafür sei das Anziehen des Ölpreises. Dass die Menschen aufgrund der gestiegenen Energiekosten aufs Fliegen verzichten, glaubt O’Leary hingegen nicht. Er setze darauf, dass noch mehr Kunden als bisher nach Billigflügen Ausschau halten werden. „Ich denke, die Leute werden noch viel empfindlicher für Preise werden, und daher werden aus meiner Sicht viele Millionen nach günstigeren Tarifen Ausschau halten“, so der Ryanair-Chef.

Hinsichtlich der jüngsten Schwierigkeiten an britischen Flughäfen, mit den Passagierzahlen zurechtzukommen, erhob O’Leary Vorwürfe gegen deren Management. Die Airports hätten monatelang Zeit gehabt, um sich vorzubereiten. Es sei die Verantwortung der Flughäfen, für ausreichend Sicherheitspersonal zu sorgen. Dass Ryanair zuletzt verhältnismäßig wenige Flüge streichen musste, führt er auf die Entscheidung zurück, bereits im Herbst trotz der Omikronwelle in der Coronapandemie neues Kabinenpersonal und Piloten einzustellen und auszubilden.

Ein großes Problem in Großbritannien sei auch weiterhin der Brexit, sagte O’Leary. Der Austritt aus der EU habe sich als „Desaster“ für die Arbeitnehmerfreizügigkeit herausgestellt. Es sei Zeit, darüber nachzudenken, die „Dummheit des Brexits“ teilweise rückgängig zu machen und Großbritannien durch ein neues Freihandelsabkommen wieder näher an die EU zu führen, so der Ryanair-Boss.

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    dpa

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