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25.11.2022

04:00

Black Friday 2022

Sechs Tricks und Fallstricke der Black-Friday-Angebote

Viele Deutsche starten Weihnachtseinkäufe schon am Black Friday im November 2022. Dabei gibt es einige Fallstricke, die Kunden kennen sollten.

Black Friday in Deutschland: Diese Tipps und Tricks sollten Sie kennen Reuters

Black Friday

Ursprünglich gab es den Black Friday nur in den USA. Mittlerweile gibt es ihn zum zehnten Mal auch in Deutschland.

Düsseldorf Im November lockt der Black Friday vor allem Onlinekunden mit Schnäppchen. Immer mehr Menschen nutzen die Rabattaktion, da nur einen Monat später Weihnachten vor der Tür steht und viele die Chance auf Angebote nutzen wollen.

In diesem Jahr fällt der Black Friday 2022 auf den 25. November. Ursprünglich kommt der Aktionstag aus den USA, wo einen Tag zuvor das Familienfest Thanksgiving gefeiert wird. Dieses fällt immer auf den vierten Donnerstag im November. An dem Freitag nehmen sich viele Amerikaner einen ihrer wenigen freien Tage, um ein langes Wochenende zu haben. Das nutzen sie, um einzukaufen.

Doch lange sind es nicht nur die Amerikaner, die am Freitag mit Angeboten gelockt werden. Zum zehten Mal ruft der deutsche Handel den Aktionstag aus. Doch nicht jedes Angebot an Black Friday ist tatsächlich günstig. Bevor also Kunden aus Eifer zu vorschnell zugreifen, und am Ende mehr bezahlen, gibt es folgende sechs Tipps.

1. Tipp: Richtig suchen – Wo findet man Black-Friday-Angebote?

Ob „Black Week“, „Black Friday Deals“, „Black Sales“, „Deal Days“ oder „Black Friday“ – all diese Werbehinweise deuten auf Rabatte. Zu finden sind auf in den großen Plattformen wie Amazon, Otto und Zalando. Aber auch viele kleine Onlineshops und speziellere Anbieter nutzen die Tage, um neue Kunden zu locken. Auch der Einzelhandel beteiligt sich an dem Rabatttag. Demnach kann sogar der Einkauf vor der Tür lohnend sein.

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    Entstanden sind die kreativen Wortneuschöpfungen übrigens durch einen Streit darum, ob „Black Friday“ eine Wortmarke ist. Händler hatten Sorge, bei der Nennung abgemahnt zu werden. Die Black Friday GmbH bietet Unterlizenzen an, um den eingetragenen Markennamen zu nutzen.
    Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden: Die Wortmarke „Black Friday“ muss für die wesentlichen Dienstleistungen des Bereichs „Werbung“ gelöscht werden. Damit bestätigt der BGH die Entscheidung des Bundespatentgerichts vom 28. Februar 2020.

    „Black Friday“ ist damit zwar weiterhin eine eingetragene Wortmarke, aber nicht mehr für den Bereich Werbung. Für die Entscheidung des Bundespatentgerichts war unter anderem maßgeblich, dass das Portal Blackfriday.de des Gründers Simon Gall schon vor der Markenanmeldung auf dem deutschen Markt aktiv war und bereits im Jahr 2012 viele Rabattaktionen von Elektronikhändlern aus Deutschland bündelte.

    2. Tipp: Den besten Zeitpunkt wählen – Ab wann kann man Black Friday-Angebote finden?

    Zahlen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass keineswegs nur am 25. November selbst die Preise günstig sind. „Wer echte Schnäppchen machen möchte, sollte sich nicht auf den Black Friday versteifen, sondern die Preise der Wunschprodukte über einen längeren Zeitraum beobachten“, sagt Michael Stempin, Preisexperte beim Vergleichsportal Idealo. So sinken laut einer Preisstudie von Idealo die Preise in den meisten Produktkartegorien bereits Tage und Wochen vor dem Black Friday. 

    3. Tipp: Eine Einkaufsliste schreiben – Wie verpasst man kein Black-Friday-Angebot?

    Um sein Wunschprodukt zu einem möglichst günstigen Preis ergattern zu können, lohnt es sich, rechtzeitig eine Einkaufsliste zu erstellen. Dann ist es auch einfacher, die Preise der einzelnen Wunschprodukte zu beobachten. Sonst könnte man bei den vielen Angeboten schnell den Überblick verlieren.

    Hier können auch Abos bei Newslettern und Social-Media- Accounts helfen. Preisvergleichsseiten wie idealo.de oder mydealz.de bieten Alarmsysteme an, die Kunden bei Preisveränderungen eine Mitteilung auf das Smartphone oder Email senden. Hierbei gilt: Eine Beobachtung über mehrere Tage vor dem Black Friday kann sich durchaus lohnen.

    4. Tipp: Falsche Schnäppchen aussieben – Wie erkennt man das günstigste Angebot?

    Es ist empfehlenswert, sich am Black Friday nicht auf eine bestimme Ausführung eines Produkts zu versteifen. Oftmals gibt es immense Preisunterschiede zwischen ein und demselben Produkt, das beispielsweise rot statt schwarz ist. Bleibt man diesbezüglich flexibel, steigen die Chancen, ein Schnäppchen am Black Friday zu ergattern.

    Ganz wichtig: Viele Anbieter berechnen ihre Rabatte auf die unverbindlichen Preisempfehlungen des Herstellers, obwohl die Produkte längst billiger zu bekommen sind. Diese Schnäppchen sind dann nur scheinbar günstig. Ganz wichtig auch: Immer darauf achten, ob in den Preisen die Versandkosten bereits enthalten sind.

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    5. Tipp: Das Kleingedruckte lesen – Wie kann man sich am Black Friday vor Betrügern schützen?

    Günstige Preise locken zum schnellen Kauf. Doch gerade am Black Friday ist Vorsicht geboten – besonders im Onlinehandel. Bei unbekannten Onlineshops sollte zunächst die Seriosität des Shops geprüft werden, bevor die Kreditkartendaten eingetippt werden. Dazu lohnt es sich, einen Blick in die AGB und das Impressum zu werfen sowie den Eintrag im Online-Handelsregister auf handelsregister.de zu prüfen.

    Zudem ist es ratsam, den Kauf nur mit einer sicheren Zahlmethoden abzuschließen. Dazu gehören Bezahlplattformen wie PayPal oder Klarna sowie das Sepa-Lastschriftverfahren, Kreditkarte oder ein Rechnungskauf. Prüfungssiegel wie Trusted Shops oder TÜV können Käufer zudem im Vorfeld davor bewahren, auf gefälschte Angebote oder betrügerische Shops reinzufallen.

    6. Tipp: Entspannt und gelassen bleiben – Was brauche ich wirklich?

    Grundsätzlich gilt die Devise: Nicht unter Druck geraten. Onlinehändler nutzen gerne Banner mit Nachrichten, wie „Nur noch wenige verfügbar“ oder „Diesen Artikel schauen sich zurzeit x Personen an“. Sie sollen Begehrlichkeit wecken und Kunden zu einem schnellen Kauf drängen. Das Resultat: Kunden zahlen einen zu hohen Preis.

    Hier ist es sinnvoll, sich den Artikel über einen längeren Zeitraum anzuschauen, Preise zu vergleichen und den Tricks der Händler zu widerstehen. Die nächste Rabattaktion kommt bestimmt.

    Erstveröffentlichung: 25. November 2021, 14:36 Uhr

    Von

    HB

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