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26.11.2018

15:09

Brauerei

Krombacher beendet Zusammenarbeit mit Deutscher Umwelthilfe

Von: Alexander Möthe

Die Brauerei will von der umstrittenen Umweltorganisation künftig nichts mehr wissen. Einen Grund bleibt das Unternehmen schuldig.

Die Brauerei verzichtet künftig auf eine Zusammenarbeit mit der DUH. obs

Krombacher im Ausschank

Die Brauerei verzichtet künftig auf eine Zusammenarbeit mit der DUH.

Düsseldorf Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) steht derzeit massiv in der Kritik. Der gemeinnützige Verein ist ein klageberechtigter Verbraucherschutzverband – und zeichnet mit diesem Klagerecht für die Welle an Diesel-Fahrverboten verantwortlich. Der Politik stinkt das, die Gemeinnützigkeit und Finanzierung stehen zur Debatte.

Einen prominenten Partner hat die Umwelthilfe nun verloren: Krombacher. Wie die „Westfalenpost“ berichtet, hat der Brauereikonzern bereits in diesem Jahr keine Zahlung mehr an die DUH geleistet. „Zudem ist keine weitere Zusammenarbeit geplant“, zitiert das Blatt einen Unternehmenssprecher.

Welche Rolle die Klagefreude des Verbands bei der Entscheidung spielt, kommentiert Krombacher nicht. Die Brauerei halte sich laut Bericht aus einer „politischen Bewertung“ heraus. Zwei andere Partner, der Wildtierschutz-Verein WWF und der deutsche Naturschutzbund NABU, bleiben nach wie vor an Bord. 2017 hatte das Unternehmen an alle Umweltpartner insgesamt rund 500.000 Euro gezahlt.

Dabei ging es, so betont die Brauerei, um die Finanzierung konkreter, gemeinsam umgesetzter Umweltprojekte, nicht um grundsätzliche Spenden. Im Rahmen des Krombacher Artenschutz-Projekts sind demnach zweckgebundene Gelder, etwa zum Schutz von Fischottern und Schreiadlern, geflossen. „Natürlich achten wir darauf, dass die von uns vergebenen Mittel auch nur dafür eingesetzt werden“, erklärte ein Sprecher. Dies sei auch vertraglich geregelt.

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    Die DUH wurde zuletzt vielfach als „Abmahnverein“ gescholten. Der relativ kleine Verband fällt immer wieder durch juristisch bewährte Forderungen gegen Autohäuser, Hersteller und zuletzt Städte und Kommunen auf. Das Stichwort: Fahrverbote. So fußen Diesel-Sperren wie zuletzt entlang der A40 auf Klagen der Umwelthilfe.

    Der Verein sieht auch mit Bußgeld bewährte Abmahnungen als probates Mittel im Rahmen seiner Mission. Gerade CDU und FDP kritisierten zuletzt Lobbyismus und finanzielle Eigeninteressen und wollen dem Verband Rechte aberkennen.  Für Unmut sorgt unter anderem die finanzielle Förderung durch den Autohersteller Toyota, der selbst wenig Dieselmotoren im Angebot hat.

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    Krombacher setzt bei Werbung und Marketing stark auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte. Die Brauerei sorgte unter anderem mit der Aktion, für verkaufte Kisten eine bestimmte Menge Regenwald aufzukaufen und zu schützen, für Aufsehen. Auch reguläre Spots und Markenclaims kokettieren mit dem grünen Image.

    Der Entschluss gegen die bisher fruchtbare Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe könnte entsprechend getroffen worden sein, um Imageschaden in diesem Bereich abzuwenden. Der einzige Kommentar, den Krombacher der „Westfalenpost“ gab: Es gehe um wichtige Projekte und deren glaubhafte Umsetzung.

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