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29.07.2022

11:47

Flugbranche

Air France-KLM und IAG schreiben schwarze Zahlen

Die Flugbranche hat sich von der Corona-Pandemie zwar leicht erholt, doch wegen Engpässen an Flughäfen reduzieren beide Unternehmen ihr Flugangebot.

Sowohl die Fluggesellschaft Air France-KLM als auch British-Airways-Mutter IAG haben Gewinne erzielt. Reuters

Air France-KLM

Sowohl die Fluggesellschaft Air France-KLM als auch British-Airways-Mutter IAG haben Gewinne erzielt.

London, Paris Die beiden Airline-Gruppen Air France-KLM und IAG haben im zweiten Quartal ihren ersten Nettogewinn seit Beginn der Corona-Pandemie erzielt. Angesichts der starken Nachfrage rechnet Air France-KLM-Chef Ben Smith im Tagesgeschäft jetzt auch im Gesamtjahr mit schwarzen Zahlen, wie das französisch-niederländische Unternehmen am Freitag in Paris mitteilte. Und auch IAG-Chef Luis Gallego sieht seinen Konzern auf Kurs, in diesem Jahr insgesamt schwarze Zahlen zu erreichen.

Doch die Engpässe an vielen Airports machen beiden Fluggesellschaften zu schaffen: Für das zweite Quartal bezahlt der Konzern Air France-KLM betroffenen Passagieren wegen Flugausfällen und -verspätungen nach eigenen Angaben Entschädigungen von rund 70 Millionen Euro.

Die starke Erholung des Flugverkehrs in diesem Sommer sei ein Test für die gesamte Luftfahrtbranche, sagte Air France-KLM-Chef Smith. So wollen die Hauptmarken Air France und KLM ihr Flugangebot im laufenden Sommerquartal jetzt statt auf 90 Prozent nur auf 80 bis 85 Prozent des Vorkrisen-Niveaus von 2019 hochfahren. Im vierten Quartal sollen es dann 85 bis 90 Prozent sein. Bei der Billigtochter Transavia soll das Flugprogramm in der zweiten Jahreshälfte und im Gesamtjahr hingegen sogar größer ausfallen als vor der Pandemie.

IAG-Gesellschaften drosseln Flugangebot

Auch British Airways hat die Passagierzahlen wegen Personalmangels für die Zeit von Mitte Juli bis Ende Oktober begrenzt und musste auf einen Schlag mehr als 10.000 Flüge streichen. Für den Rest des Jahres plant IAG-Chef Gallego deshalb vorsichtiger als bislang. So dürfte das Flugangebot der IAG-Gesellschaften im dritten Quartal nun 80 Prozent und im vierten Quartal 85 Prozent des Vorkrisen-Niveaus von 2019 erreichen.

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    Bei British Airways sollen es im Sommerquartal lediglich 75 Prozent sein. Deutlich besser läuft es bei den spanischen IAG-Töchtern Iberia und Vueling. „Der spanische Inlandsmarkt und die Routen nach Lateinamerika führten die Erholung weiter an“, berichtete Gallego. Im vergangenen Monat habe die Nachfrage dort sogar höher gelegen als im Jahr vor der Pandemie.

    Im zweiten Quartal beförderten die IAG-Gesellschaften rund 25,6 Millionen Fluggäste, fast fünfmal so viele wie im coronageprägten Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg ähnlich stark auf 5,9 Milliarden Euro. Unterm Strich verdiente der Konzern 133 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte hier ein Verlust von knapp einer Milliarde Euro gestanden. Neben British Airways, Iberia und Vueling gehören zu IAG auch die irische Aer Lingus und die Eigengründung Level.

    Die Airlines des Konzerns Air France-KLM beförderten rund 22,8 Millionen Fluggäste, mehr als dreimal so viele wie im coronageprägten Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sprang um mehr als 140 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro hoch. Unter dem Strich verdiente Air France-KLM 324 Millionen Euro nach einem Verlust von 1,5 Milliarden ein Jahr zuvor.

    Von

    dpa

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