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07.01.2022

10:20

Fluggesellschaft

Billigflieger Ryanair gibt Basis am Flughafen Frankfurt auf

Von: Jens Koenen

Als Grund nennt Ryanair die zum Jahreswechsel erhöhten Start- und Landegebühren in Frankfurt. Stattdessen will die Airline nun an anderen Flughäfen wachsen.

Für die Crews biete die Airline in seinem stark wachsenden Europanetz alternative Arbeitsplätze an. dpa

Ryanair

Für die Crews biete die Airline in seinem stark wachsenden Europanetz alternative Arbeitsplätze an.

Frankfurt Europas größter Billigflieger Ryanair gibt seine Basis am Frankfurter Flughafen auf. Die fünf dort noch stationierten Flugzeuge würden zum 31. März dieses Jahres auf kostengünstigere Flughäfen umverteilt, teilte das irische Unternehmen am Freitag mit.
Ryanair war im April 2017 in Frankfurt gestartet. Fraport hatte den Billiganbieter damals mit deutlichen Gebührennachlässen gelockt – zum Ärger von Lufthansa. Die irische Airline zielte auf Privatreisende und Urlauber.
Doch das Unternehmen konnte seine Wachstumspläne in der Mainmetropole niemals komplett realisieren. Die Airline startete 2017 mit sieben Jets, im Sommer 2018 sollten es dann zwölf sein, später sogar 20. Doch es wurden dann maximal zehn Flugzeuge. Zuletzt waren noch fünf Jets in Frankfurt stationiert.

Ryanair ist bekannt dafür, extrem hart mit den Flughafenbetreibern zu verhandeln. Aber auch andere Airlines wie Lufthansa beklagen regelmäßig hohe Gebühren – auch in Frankfurt. Fraport dagegen argumentiert, dass Flughäfen wie alle in der Luftfahrt stark unter der Krise leiden. Gleichzeitig müssten Investitionen in die Infrastruktur vorfinanziert werden – in Frankfurt etwa der gerade laufende Bau eines dritten Terminals.

Als Grund nannte Ryanair die zum Jahreswechsel erhöhten Start- und Landegebühren am größten deutschen Flughafen. Die Betreibergesellschaft Fraport hat die Gebühren für 2022 um 4,3 Prozent erhöht. Das hessische Wirtschaftsministerium hatte das Plus als zuständige Behörde Ende vergangenen Jahres genehmigt.

In den Folgejahren will Fraport die Gebühren jährlich um vier bis sechs Prozent anheben. Wer mit besonders effizientem und leisem Gerät unterwegs ist, der bekommt allerdings Nachlässe.

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