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30.06.2022

08:59

Inflation

Einzelhandel erholt sich im Mai nur leicht – erneut Rückgänge im Lebensmittelgeschäft

Preisbereinigt haben die Händler nach dem Umsatzeinbruch im April kaum zulegen können. Besonders schlecht laufen die Geschäfte mit Lebensmitteln:

Hier mussten die Händler im Mai preisbereinigt erneut einen Rückgang hinnehmen. Getty Images; Per-Anders Pettersson

Lebensmitteleinkauf

Hier mussten die Händler im Mai preisbereinigt erneut einen Rückgang hinnehmen.

Berlin Die deutschen Einzelhändler haben sich im Mai kaum von dem im Vormonat erlittenen Umsatzeinbruch erholt. Ihre Einnahmen wuchsen um 2,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Real – also preisbereinigt – bleibt davon allerdings nur ein Anstieg von 0,6 Prozent übrig. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hier sogar nur mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet, nachdem es im April einen heftigen Einbruch um 5,4 Prozent gegeben hatte.

„Der Inflationsschreck sitzt den Verbrauchern weiter in den Knochen“, kommentierte der Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG, Alexander Krüger, die Entwicklung. „Da Realeinkommensverluste bestehen bleiben, sind Konsumwünsche weniger realisierbar.“ Das Konsumklima ist einer Verbraucherumfrage der GfK-Marktforscher zufolge derzeit so schlecht wie noch nie, weil die hohe Inflation an den Realeinkommen nagt. „Derzeit ist nicht erkennbar, wo eine Stimmungswende herkommen soll“, sagte Krüger dazu.

Besonders schlecht laufen derzeit die Geschäfte mit Lebensmitteln: Hier gab es im Mai ein reales Minus von 0,6 Prozent, nachdem es im April einen starken Umsatzeinbruch gegeben hatte. Der erneute Rückgang sei „vermutlich vor allem den erneut deutlich gestiegenen Preisen für Lebensmittel geschuldet“, so die Statistiker. Diese kosteten im Mai durchschnittlich 11,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Besonders die Metzgereien und Fischläden bekamen die Kaufzurückhaltung ihrer Kunden zu spüren: Sie meldeten Umsatzeinbußen von 9,7 und 13,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat.

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    Besser läuft dagegen der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren: Hier legten die Umsätze um 10,6 Prozent zum Vormonat zu. Der lange Zeit boomende Internet- und Versandhandel wiederum verbuchte einen Umsatzrückgang von 2,5 Prozent.

    Von

    rtr

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