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24.05.2022

14:06

Luftfahrt

Lufthansa und MSC haben offenbar nur einen Konkurrenten für ITA

Laut Medienberichten hat nur ein weiterer Interessent ein bindendes Angebot für die Alitalia-Nachfolgerin abgegeben. Eine Entscheidung soll noch im Juni fallen.

Der italienische Staat will den Verkauf der Airline noch im Juni festzurren. via REUTERS

Flugzeug von ITA in Rom

Der italienische Staat will den Verkauf der Airline noch im Juni festzurren.

Rom, Frankfurt Für die Übernahme der italienischen Fluggesellschaft ITA hat neben der Lufthansa und deren Partner MSC nach Medienberichten nur noch ein weiterer Interessent ein bindendes Angebot abgeben. Der Finanzinvestor Certares, der mit Air France-KLM und der US-Airline Delta zusammenarbeitet, habe vor Ende der Frist am Montagabend seine Offerte eingereicht, hieß es. Das italienische Finanzministerium als Eigentümer des Nachfolgeunternehmens von Alitalia äußerte sich am Dienstag zunächst nicht.

Die Lufthansa hatte am Montagabend auf Anfrage bestätigt, zusammen mit der Großreederei MSC ein Angebot für die Mehrheit an ITA abgegeben zu haben. Details wurden zunächst nicht bekannt – klar ist nur, dass der italienische Staat zunächst mit einer Minderheit an Bord bleiben soll. Das hatte Rom zur Bedingung gemacht.

Eine weitere Bedingung war, dass mindestens die Hälfte der Anteile von einem europäischen Unternehmen gehalten werden muss. Deshalb gründete der Finanzinvestor Certares nach Angaben der Zeitung „La Repubblica“ eigens eine Kapitalgesellschaft mit Sitz in Mailand. Der ursprünglich ebenfalls an ITA interessierte Luftfahrtinvestor Indigo aus den USA soll den Angaben zufolge kein Angebot abgegeben haben.

Der italienische Staat will den Verkauf der Airline ITA, die im Oktober 2021 den Betrieb der jahrelang finanziell angeschlagenen Alitalia übernommen hatte, an einen der Interessenten noch im Juni festzurren. Das hatte Finanzminister Daniele Franco angekündigt.

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    Die Lufthansa biete für 20 Prozent, ihr Kooperationspartner MSC für 60 Prozent an ITA, sagte ein mit dem Vorgang Vertrauter der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Die übrigen 20 Prozent werde der italienische Staat zunächst behalten. In italienischen Medienberichten hieß es, die Alitalia-Nachfolgerin sei zwischen rund ein und zwei Milliarden Euro wert. Ein Lufthansa-Sprecher wollte sich zu den Zahlen nicht äußern.

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