Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

21.06.2022

15:58

Nahrungsmittelkonzern

Cornflakes-Gigant Kellogg spaltet sich auf – so reagiert die Aktie

Von: Katharina Kort

Der US-Konzern teilt sich in drei separate Unternehmen. Konzernchef Steve Cahillane wird künftig das wachstumsstarke Snack-Geschäft leiten.

Der Nahrungsmittelkonzern spaltet sich in drei separate Unternehmen auf. Reuters

Cornflakes von Kellogg

Der Nahrungsmittelkonzern spaltet sich in drei separate Unternehmen auf.

New York Der US-Nahrungsmittelhersteller Kellogg spaltet sich in drei börsennotierte Unternehmen auf. Das gab Konzernchef Steve Cahillane am Dienstag bekannt. Den Kern soll künftig das internationale Snack-Geschäft mit Marken wie Pringles, Cheez-It und Rice Krispies bilden, das schon heute den größten Umsatzanteil ausmacht.

Das nordamerikanische Cerealien-Geschäft mit berühmten Namen wie Kellogg's Corn Flakes, Special K oder Froot Loops soll dagegen ebenso abgespalten werden wie die Sparte für pflanzenbasierte Produkte. „Diese Sparten haben alle für sich signifikantes Potenzial und ein stärkerer Fokus wird es ihnen ermöglichen, ihre Ressourcen besser auf ihre besonderen strategischen Prioritäten zu fokussieren“, sagte Cahillane zu der Entscheidung.

Die neuen Namen der Spin-offs sind bisher noch nicht bekannt. Aber die Investoren nahmen die Nachricht freudig auf. Der Aktienkurs legte in New York zum Börsenstart mehr als vier Prozent zu.

Mit seiner Aufspaltung liegt Kellogg im Trend. In der Vergangenheit hatte etwa auch der US-Lebensmittelkonzern Kraft Foods sein Snack-Geschäft von dem Rest des Unternehmens getrennt und in Mondelez umbenannt. Zu Mondelez gehören Marken wie Tuc, Lu und Oreo.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Während das Geschäft mit Frühstücksflocken in den vergangenen Jahren weltweit eher stagniert, essen die Menschen immer mehr Snacks. Auch Kellogg-Chef Cahillane wird sich in Zukunft vor allem auf dieses Geschäft konzentrieren. Mit 11,4 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 10,8 Milliarden Euro, machte diese Sparte im vergangenen Jahr 80 Prozent des gesamten Umsatzes aus. Dazu trugen zuletzt nicht nur Snacks wie Pringles und Cheez-It bei, sondern auch das schnell wachsende Geschäft mit Nudeln in Afrika. 

    Abspaltung erfolgen steuerfrei

    Die nordamerikanische Sparte mit Frühstücks-Cerealien, aus dem Kellogg einst hervorgegangen ist, soll mit einem geschätzten Umsatz von 2,4 Milliarden Dollar die zweite eigene Gesellschaft werden. Nur das internationale Cerealien-Geschäft soll bei der großen Snack-Sparte bleiben.

    Der noch junge Bereich mit pflanzlichen Lebensmitteln und Marken wie „Morningstar Farms“ kommt bisher auf einen Umsatz von 340 Millionen Dollar. Doch der Sparte trauen Investoren wegen des weltweiten Trends zum fleischlosen Essen viel zu. 

    Wie das Unternehmen aus Battle Creek im Getreidestaat Michigan mitteilte, sollen die Abspaltungen steuerfrei erfolgen. Aktionäre sollen je zwei Aktien der beiden abgespaltenen Unternehmen pro Kellogg-Anteil erhalten. Die Ausgliederungen sollen nach dem derzeitigen Plan bis Ende 2023 abgeschlossen werden. 

    Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

    Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

    Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

    ×