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15.07.2022

16:00

Reisen

6000 Flüge gestrichen – Warum ein Lufthansa-Vorstand kein schnelles Ende des Flugchaos sieht

Von: Jens Koenen

PremiumSchichtprämien, Freiwilligeneinsatz, weniger Angebot – so will der Konzern die desaströse Lage stabilisieren. Doch für Passagiere bleibt ein unkalkulierbarer Faktor.

Flughafen Frankfurt dpa

Passagiere am Flughafen Frankfurt

Auch in den kommenden Wochen wird es weiter Probleme im Luftverkehr geben.

Frankfurt Michael Niggemann ist Jurist und hält sich gerne an Fakten. Der Personalvorstand der Lufthansa versucht deshalb erst gar nicht, urlaubshungrigen Fluggästen für die kommenden Wochen wieder reibungslose Abläufe zu versprechen. „Die Möglichkeiten, die Engpässe kurzfristig zu beheben, sind leider begrenzt“, sagte der Manager dem Handelsblatt.

Überall im System Luftverkehr gebe es derzeit Probleme, sei es bei den Bodenverkehrsdiensten der Flughäfen, den Sicherheitskontrollen, der Flugsicherung oder bei den Airlines selbst. „Am Ende spüren jedenfalls alle Verwerfungen im Gesamtsystem immer unsere Passagiere und unsere Mitarbeitenden“, so Niggemann.

Dennoch will er die Zuversicht nicht verlieren: „Ich hoffe, dass es mit der Herausnahme von Flügen und unseren Maßnahmen gelingen wird, den Betrieb zu stabilisieren.“ Heißt aber auch: Der Mangel an Zuverlässigkeit lässt sich nur durch einen Mangel an Flügen ausgleichen.

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