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22.06.2022

11:27

Wie schon Anfang Juni wollen die Hafenarbeiter an den Küsten erneut streiken. dpa

Warnstreik im Hamburger Hafen

Wie schon Anfang Juni wollen die Hafenarbeiter an den Küsten erneut streiken.

Seefahrt

Neue Warnstreiks in den Häfen angekündigt – Tarifverhandlungen stecken fest

Die Hafenarbeiter wollen erneut für mehr Geld in Warnstreiks treten. Die Probleme in den Lieferketten dürften dadurch noch weiter zunehmen.

Hamburg Im Tarifkonflikt um die Entlohnung der Hafenarbeiter hat die Gewerkschaft Verdi für Donnerstag zu einem 24-stündigen Warnstreik in Deutschlands Seehäfen aufgerufen. Betroffen seien die Standorte Hamburg, Emden, Bremerhaven, Bremen, Brake, und Wilhelmshaven, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch mit.

„Das von den Arbeitgebern in der vierten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot ist völlig unzureichend; es hat keine substanzielle Verbesserung zum vorherigen Angebot gebracht, sondern sich als klassische Mogelpackung entpuppt“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Maya Schwiegershausen-Güth.

Bereits vor der dritten Verhandlungsrunde hatten Hafenarbeiter erstmals seit Jahrzehnten bei einem Warnstreik für mehrere Stunden die Abfertigung von Schiffen weitgehend lahmgelegt und die ohnehin massiven Verspätungen an der Kaikante weiter vergrößert.

Allein in der Deutschen Bucht wartet nach Angaben der Hamburger Koordinationsstelle aktuell ein halbes Dutzend große Containerschiffe auf das Anlaufen. Die Terminals können den Andrang schon seit einigen Wochen kaum bewältigen, weil Importcontainer nicht abgeholt werden und Stellplätze knapp sind. Außerdem ist der Bahnverkehr gestört. Das führt dazu, dass Container nur langsam abtransportiert werden.

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    Die Reedereien können schon seit geraumer Zeit ihre Fahrpläne wegen der Verwerfungen im Schiffsverkehr nicht einhalten. Branchenexperten rechnen damit, dass sich die Situation an der Nordseeküste in den nächsten Wochen noch verschärfen dürfte, da nach dem Ende der Lockdowns in China viele Schiffe auf dem Weg nach Europa sind.

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