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23.09.2022

15:35

Ukraine-Krieg

Russische Airlines fürchten Personalnot durch Teilmobilmachung

Laut einem Bericht gehen die Fluggesellschaft davon aus, dass große Teile der Mitarbeiter zum Kriegsdienst eingezogen werden könnten. Nun hoffen die Airlines auf eine Befreiung.

Fünf Fluggesellschaften und zehn Flughäfen sollen Einberufungsbescheide erhalten haben. Reuters

Flugzeug der Airline Aeroflot

Fünf Fluggesellschaften und zehn Flughäfen sollen Einberufungsbescheide erhalten haben.

Moskau Russische Luftfahrtgesellschaften fürchten einem Zeitungsbericht zufolge Personalengpässe durch die Teilmobilmachung. Brancheninsider bei mehreren Airlines gehen davon aus, dass zwischen 50 bis 80 Prozent der Mitarbeiter zum Kriegsdienst eingezogen werden, schrieb die Zeitung „Kommersant“ am Freitag.

Die Juristen der Fluggesellschaften seien dabei, Anträge auf Befreiung für das Flugpersonal zu formulieren – sie wüssten aber nicht, an welches Ministerium diese überhaupt geschickt werden müssten.

Am Mittwoch hatte Russland Präsident Wladimir Putin eine Teilmobilmachung angeordnet. Daraufhin hätten innerhalb eines Tages die Mitarbeiter von fünf Fluggesellschaften und zehn Flughäfen Einberufungsbescheide erhalten, heißt es in dem Bericht.

Die größte Fluglinie Aeroflot erwarte demnach, dass mehr als die Hälfte ihres Personals „potenziell“ von der Einberufung betroffen sein könnte. Das Unternehmen selbst wollte sich offiziell dazu nicht äußern, auch von anderen Airlines gab es keine Stellungnahme, so der „Kommersant“.

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    Die meisten Piloten russischer Fluggesellschaften haben ihre Ausbildung in der militärischen Abteilung einer Flugschule absolviert und sind Offiziere der Reserve. Andere erhalten ihren Einberufungsbefehl, weil die Zeit ihres regulären Wehrdienstes noch nicht lange zurückliegt.

    Von

    dpa

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