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05.12.2022

08:34

Watchmaster

Nach Millionenraub meldet Onlinehändler Insolvenz an

Bei dem Einbruch in einen Berliner Tresorraum haben Diebe die Hälfte aller Luxusuhren entwendet. Das Unternehmen Watchmaster muss Insolvenz beantragen – trotz Versicherungsschutz.

Nach dem Diebstahl sieht sich Watchmaster nicht mehr in der Lage, „eine positive Fortführungsprognose“ abzugeben. dpa

Luxusuhren

Nach dem Diebstahl sieht sich Watchmaster nicht mehr in der Lage, „eine positive Fortführungsprognose“ abzugeben.

Berlin Die gestohlenen Luxusuhren sollen zehn Millionen Euro wert sein – nun ist der bekannte Berliner Internet-Uhrenhändler Watchmaster insolvent. Nach dem Einbruch in einem Tresorraum in Berlin-Charlottenburg und dem Diebstahl der Uhren sucht die Polizei nun mit Fotos und einem Video nach den Tätern.

Die Bilder zeigen, wie zwei Männer in Uniformen einer Wachfirma und mit Corona-Masken im Gesicht die Videokameras im Tresorraum mit Farbe besprühen. Für Hinweise zu den Tätern setzte die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5000 Euro aus.

Die Polizei geht davon aus, dass der Einbruch in die Räume mit rund 1200 Schließfächern geplant und weitere Täter beteiligt waren. Die Einbrecher hätten sich offenbar gut mit den Räumen und Sicherheitsvorkehrungen ausgekannt.

Watchmaster-Insolvenz: Schaden von mehr als zehn Millionen Euro

Die Internet-Uhrenhändlerfirma hatte angegeben, ihr sei ein Schaden von mehr als zehn Millionen Euro entstanden. Es seien 1000 von insgesamt 2000 gelagerten Uhren gestohlen worden, sagte ein Geschäftsführer der Firma Watchmaster.

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    Am Mittwoch teilte die Firma mit, dass sie einen Insolvenzantrag gestellt habe. Von den 1000 gestohlenen Uhren habe ein kleiner Teil Watchmaster gehört und ein Großteil Kunden, die ihre Uhren über die Firma verkaufen wollten.

    Mit Fotos sucht die Polizei nach den Tatverdächtigen.

    Einbruch im Tresorraum

    Mit Fotos sucht die Polizei nach den Tatverdächtigen.

    Zwar habe die Firma einen Versicherungsschutz, allerdings erhalte sie für die Uhren nur den Einkaufswert zurück – „was aber bei Weitem nicht das abdeckt, was bereits in Aufbereitung und Zertifizierung sowie Marketing investiert wurde“. Es sei der Firma nun nicht mehr möglich, „eine positive Fortführungsprognose“ abzugeben.

    Das Berliner Unternehmen startete 2015 mit dem Verkauf von neuen Luxusuhren, bietet seit Ende 2017 aber nur noch gebrauchte Uhren an. Im vergangenen Jahr hatte Watchmaster den französischen Konkurrenten MMC übernommen.

    Erstpublikation am 30.11.22, um 16:01 Uhr.

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