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10.09.2017

15:24 Uhr

HSH Nordbank

Schiffsfinanzierer ist optimistischer beim Abbau von Altlasten

Der Abbau von faulen Krediten schreitet bei der HSH Nordbank schneller voran als gedacht. Maßgeblich wird die Zukunft des Kreditinstituts jetzt von Finanzinvestoren abhängen.

Die Bank muss bis Februar 2018 privatisiert werden. Das ist eine Auflage der Brüsseler EU-Kommission, die im Gegenzug Beihilfen genehmigte. dpa

HSH Nordbank

Die Bank muss bis Februar 2018 privatisiert werden. Das ist eine Auflage der Brüsseler EU-Kommission, die im Gegenzug Beihilfen genehmigte.

BerlinIm Vorfeld der Privatisierung der HSH Nordbank setzte Vorstandschef Stefan Ermisch stark auf chinesische Interessenten. Die gab es anfangs auch, doch mittlerweile zählt auch der chinesische Versicherer Anbang nicht mehr zu den potenziellen Investoren, heißt es nach Informationen des Handelsblatts aus Finanzkreisen.

Dagegen haben Finanzinvestoren ihr Interesse an dem schlingernden Schiffsfinanzierer noch einmal unterstrichen. So sollen laut Bloomberg Apollo und J.C. Flowers, der bereits mit 5,1 Prozent an der Bank beteiligt ist, sich zusammengetan haben, um gemeinsam für die Bank zu bieten. Die Frist für verbindliche Gebote endet am 31. Oktober. Zu den weiteren Interessenten zählen Cerberus, Lone Star sowie ein weiterer Bieter aus Großbritannien.

Die Bank muss bis Februar 2018 privatisiert werden. Das ist eine Auflage der Brüsseler EU-Kommission, die im Gegenzug Beihilfen genehmigte. Konkret geht es dabei um eine wieder erhöhte Bilanzgarantie der Mehrheitseigner Schleswig-Holstein und Hamburg, die die Kernkapitalquote der Bank stabilisierte.

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Das Problem bei der Privatisierung besteht darin, dass die HSH Nordbank aus einer gesunden Kernbank und einer defizitären Abbaubank besteht. Unterm Strich soll für die gesamte Bank ein positiver Kaufpreis erlöst werden.

Was zunächst nach einer unmöglichen Aufgabe aussah, ist zumindest ein Stück realistischer geworden. Denn nach neuen Planungen des Managements können die faulen Kredite in der Abbaubank schneller als erwartet abgebaut werden.

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Zum 30.6 2017 wies die Abbaubank noch Assets in Höhe von 17 Milliarden Euro (gegenüber 21,4 Milliarden Euro Ende 2016). Diese sollten bis Ende des Jahres auf unter 14 Milliarden Euro sinken, kündigte Vorstandschef Ermisch an.

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