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30.09.2022

07:33

+++ Geschäftszahlen im Newsblog +++

Inflation und Kosten drücken Gewinn bei Hornbach – Hella kann Ergebnis stabil halten

PremiumKWS Saat verdient operativ mehr als erwartet +++ Biokraftstoffhersteller Verbio mit Rekordgewinn +++ Accenture dämpft Umsatzerwartungen für laufendes Quartal +++ Die Geschäftszahlen des Tages.

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Sarah Sendner

Nike-Quartalsgewinn stürzt wegen steigender Kosten – Aktie sinkt

Der weltgrößte Sportartikel-Konzern Nike hat am Donnerstag einen Rückgang seines Quartalsgewinns bekanntgegeben. Der Grund seien der Dollar-Kurs und höhere Frachtkosten wegen globaler Lieferkettenengpässe, teilte der Adidas-Konkurrent mit. Der Nettogewinn für das erste Quartal sei auf 1,47 Milliarden Dollar von 1,87 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr gefallen. Die Kosten seien im ersten Quartal um zehn Prozent gestiegen. 

Der Konzern erwarte allerdings, die Lieferengpässe würden in den kommenden Monaten nachlassen. Nach der Meldung brach die Nike-Aktie zeitweilig um gut vier Prozent ein. Auch andere große multinationale US-Konzerne, darunter Microsoft und Coca-Cola, haben vor einer Belastung durch die Stärke der US-Währung gewarnt. 
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Lukas Bay
Next spürt Kaufzurückhaltung und kassiert Prognose

Eine unerwartet schwache Nachfrage im August hat den Vorstand des britischen Modeunternehmens Next skeptischer gestimmt. Er kassierte am Donnerstag seine Prognose und rechnet in seinem Geschäftsjahr nur noch mit einem Anstieg des Vorsteuergewinns um 2,1 Prozent auf 840 Millionen Pfund statt wie zuletzt mit 860 Millionen. Beim Umsatz erwartet der Vorstand in der zweiten Hälfte des Bilanzjahres einen Umsatzrückgang um 1,5 Prozent statt eines Zuwachses um ein Prozent. Im ersten Halbjahr verbuchte Next einen Anstieg des Vorsteuergewinns um 16 Prozent auf 401 Millionen Pfund. Wegen der Inflation schnallen die Verbraucher in Großbritannien die Gürtel enger. Die Regierung will mit Steuersenkungen für Entlastung sorgen.
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Lars Ophüls
Quartalsgewinn von H&M bricht wegen Inflation und Russland-Ausstieg ein

Der schwedische Moderiese hat im abgelaufenen dritten Quartal einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Der Gewinn vor Steuern fiel zwischen Juni und August auf 689 Millionen schwedische Kronen (rund 63 Millionen Euro), verglichen mit 6,09 Milliarden Kronen (etwa 556,9 Millionen Euro) im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Grund dafür sei die Kosteninflation, nachlassende Verbraucherausgaben und einmalige Ausgaben in Höhe von 2,1 Milliarden Kronen (191,9 Millionen Euro) im Zusammenhang mit der Abwicklung des Russlandgeschäfts.
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Lukas Bay
Hella kann durch Preiserhöhungen Ergebnis stabil halten

Der Autozulieferer Hella ist mit einem Wachstumssprung ins Bilanzjahr 2022/23 gestartet. Der Umsatz schnellte um 21,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, wie der unter der Dachmarke FORVIA arbeitende Konzern am Donnerstag mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stagnierte derweil bei 91 Millionen Euro. "Wir sind mit einem zweistelligen Umsatzwachstum sehr stark ins neue Geschäftsjahr gestartet, vor allem aufgrund der hohen Nachfrage nach unseren Licht- und Elektronikprodukten", erklärte Konzernchef Michel Favre. Die Inflation habe Hella "durch die verstärkte Weitergabe von Preissteigerungen" und Kostenkontrolle teilweise abfedern können. "Trotz vielfältiger Marktunsicherheiten rechnen wir nach wie vor mit einer Erholung der weltweiten Automobilkonjunktur", betonte Favre und bekräftigte die Jahresziele.
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Lukas Bay
Großküchen-Ausrüster Rational hebt Umsatz- und Gewinnprognose an

Beim Großküchen-Ausrüster Rational entspannt sich die Versorgungslage bei elektronischen Bauteilen. Weil deshalb mehr produziert werden könne, hob der Hersteller von Kochgeräten am Donnerstag seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das laufende Jahr an. Der Umsatz werde im besten Fall um 23 bis 28 Prozent zulegen, die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) würde dann auf 21,5 bis 22,5 (2021: 20,5) Prozent steigen, teilte Rational im bayerischen Landsberg am Lech mit. Selbst wenn sich die Lage bei den Zulieferern - etwa wegen der Energiekrise - wieder eintrübe, werde der Umsatzzuwachs mit 15 Prozent aber am oberen Rand der bisherigen Prognose (10 bis 15 Prozent) liegen. Die Ebit-Marge erwartet Vorstandschef Peter Stadelmann in diesem Fall zumindest auf dem Vorjahresniveau oder leicht darüber.

Nach einem Rekord-Halbjahr rechnet Rational für das dritte Quartal mit 270 Millionen Euro erneut mit einem Höchststand beim Umsatz. Die Preiserhöhungen aus dem Frühjahr zahlten sich aus. Sie hatten aber auch zu vorgezogenen Bestellungen geführt, die den Auftragsbestand anschwellen ließen. Dank der besseren Teile-Verfügbarkeit gelinge es Rational derzeit, den Auftragsberg abzuarbeiten und die Lieferzeiten zu verkürzen. "Diese Entwicklung wird sich bei anhaltend guter Materialverfügbarkeit in den kommenden Monaten fortsetzen", hieß es in der Mitteilung. Höhere Energiekosten und Personalmangel in der Gastronomie könnten das Geschäft von Rational weiter ankurbeln, da die Kochsysteme weniger Energie und Personaleinsatz in der Küche erforderten.
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Lukas Bay
Hornbach hilft Trend zum Energie-Sparen - Prognose bekräftigt

Die Baumarktkette Hornbach hat im zweiten Quartal ihres Geschäftsjahres 2022/23 an Wachstumstempo verloren. Der Konzernumsatz legte von Juni bis August um 2,2 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu, wie Hornbach am Donnerstag mitteilte. Im ersten Quartal waren die Erlöse noch um 8,1 Prozent gestiegen. Die anziehende Inflation und der Kostendruck lasteten auf dem operativen Ertrag (Ebit) - dieser schrumpfte im Quartal um 24,2 Prozent auf 127 Millionen Euro. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Hornbach aber noch durch Sondereffekte rasantes Wachstum verzeichnet, damals werkelten die Kunden angesichts der Corona-Auflagen verstärkt in Haus und Garten. Für 2022/23 erwartet Hornbach nun weiter einen leichten Anstieg des Nettoumsatzes, beim bereinigten operative Ertrag (Ebit) rechnet der Konzern mit einem Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.
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Tim Spark
Höhere Kosten und stagnierender Werbeumsatz lasten auf MFE

Der italienische Medienriese MFE leidet unter stagnierenden Werbeeinnahmen in seinem Heimatmarkt und den gestiegenen Energiepreisen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei im ersten Halbjahr um 44 Prozent auf 112 Millionen Euro gesunken, teilte das früher als Mediaset bekannte Unternehmen am Dienstag mit. Der von der Familie des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrollierte Konzern verwies auf die um zehn Prozent auf 957 Millionen Euro gewachsenen Betriebskosten, was auf die steigenden Energiepreise zurückzuführen sei. 


Der Bruttowerbeumsatz im Inland, die Haupteinnahmequelle des Unternehmens, habe im ersten Halbjahr bei 976,4 Millionen Euro gelegen und sei damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weitgehend unverändert geblieben. Im Moment habe die Konjunkturabkühlung noch zu keinem signifikanten Rückgang der Werbeverkäufe geführt und MFE erwarte weiterhin ein "positives" Jahresergebnis. 
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Tim Spark
Lego weiter mit hohen Gewinnen 

Im Jahr seines 90. Geburtstags hat der dänische Bauklötzchen-Hersteller Lego in den ersten sechs Monaten erneut hohe Gewinne eingefahren. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum blieb der Betriebsgewinn mit 7,9 Milliarden dänischen Kronen (knapp 1,1 Mrd Euro) stabil. Dank großer Nachfrage stieg der Umsatz um 17 Prozent auf 27 Milliarden Kronen (rund 3,6 Mrd Euro). Das starke Umsatzwachstum habe der Lego-Gruppe geholfen, die Kosteninflation bei Rohstoffen, Energie und Fracht auszugleichen, hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch.

„Wir haben 2022 einen guten Start gehabt und sind mit unserer Leistung sehr zufrieden, die nach einem außergewöhnlichen 2021 über unseren Erwartungen lag“, sagte Lego-Chef Niels B. Christiansen laut der Mitteilung. Trotz globaler Unsicherheiten sei die Nachfrage nach den Produkten des Spielwarenherstellers weiter gestiegen. Besonders beliebt seien unter anderem die Reihen Lego Star Wars, Lego Technic und Lego City gewesen. Im ersten Halbjahr 2022 öffneten nach Angaben des Unternehmens 66 neue Lego-Geschäfte, 46 davon in China.


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Lars Ophüls
Online-Modehändler Boohoo nimmt Jahresziele zurück

Der britische Oniline-Modehändler bekommt die Kaufzurückhaltung der Verbraucher und höhere Kosten zu spüren und hat daher seine Jahresziele eingedampft. Statt eines Umsatzzuwachses rechnet der Vorstand nun mit Einbußen und einer Gewinnmarge von drei bis fünf Prozent, wie die Firma am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte er eine operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von vier bis sieben Prozent in Aussicht gestellt.

In dem Ende August abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr schrumpften die Erlöse um zehn Prozent auf 882,4 Millionen Pfund (987,2 Millionen Euro) und das Ebitda brach auf 35,5 (Vorjahr: 85,1) Millionen Pfund ein. Auch Wettbewerber Asos und Primark hatten bereits ihre Gewinnziele kassiert.
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Lars Ophüls
Just Eat Takeaway will schneller schwarze Zahlen schreiben

Europas größter Essenslieferant will schneller als erwartet wieder in die Gewinnzone kommen. Man rechne mit einem bereinigten Gewinn bereits in der zweiten Jahreshälfte, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Hintergrund seien Kostensenkungen und eine Erhöhung des Umsatzes pro Bestellung gewesen. Vorher war der Konzern von einer negativen Marge auf den Bruttotransaktionswert für das Gesamtjahr ausgegangen. Die Just-Eat-Aktie stieg nach der Ankündigung an der Börse Amsterdam um zehn Prozent auf 15,74 Euro. Auch der deutsche Rivale Delivery Hero hält trotz des weltweiten Wirtschaftsabschwungs an seinem im Juli ausgegebenen Ziel fest, im Kerngeschäft im vierten Quartal wieder in der Gewinnzone zu landen.
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Lukas Bay
Grab peilt Gewinnschwelle im zweiten Halbjahr 2024 an

Singapurs Uber-Konkurrent Grab will auf Basis des bereinigten Betriebsergebnisses (Ebitda) die Gewinnschwelle im zweiten Halbjahr 2024 erreichen. In der zweiten Hälfte des Jahres 2022 werde der bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wohl 380 Millionen Dollar betragen, was einer Verbesserung um 27 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte entsprechen würde, teilte Südostasiens größter Fahr- und Essenslieferdienst am Dienstag mit. "Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um unsere Rentabilität zu verbessern und nachhaltiges Wachstum zu erzielen, und die neuen Ziele, die wir heute vorgestellt haben, spiegeln dies wider", sagte Grab-Chef Anthony Tan. Der Konzernumsatz solle bis 2023 währungsbereinigt um 45 bis 55 Prozent wachsen.
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Lukas Bay

Biokraftstoffhersteller Verbio mit Rekordgewinn

Der Biotreibstoff-Anbieter Verbio hat von den hohen Absatz- und Rohstoffpreisen profitiert und mit einer Verdreifachung des operativen Gewinns ein Rekordergebnis erzielt. Bei einem Umsatzsprung um 77 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro schnellte der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in dem im Juni abgelaufenen Bilanzjahr 2021/22 auf 503,3 (Vorjahr: 166,3) Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Verbio hatte im Laufe der vergangenen Monate mehrfach seine Ziele angehoben und zuletzt ein Ebitda von 500 Millionen Euro avisiert nach 150 Millionen zu Beginn.

Die Aktionäre sollen trotz des Gewinnsprungs mit 0,20 Euro je Aktie ein unveränderte Dividende erhalten. Der Vorstand begründete dies mit notwendigen Investitionen in fortschrittliche Biokraftstoffe sowie in die Globalisierung des Geschäftsmodells.

Für das laufende Geschäftsjahr 2022/23 peilt der Vorstand "unter Berücksichtigung des aktuellen Absatz-, Rohstoff- und Energiepreisniveaus und der angestrebten Produktionsauslastung" ein Ebitda von rund 300 Millionen Euro an.

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Lars Ophüls
KWS Saat verdient operativ mehr als erwartet

Der Saatguthersteller hat im abgelaufenen Bilanzjahr 2021/22 trotz gestiegener Kosten operativ mehr verdient. Bei einem Umsatzplus von 17,5 Prozent auf 1,539 Milliarden Euro stieg das operative Ergebnis (Ebit) um 13,2 Prozent auf 155,1 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Damit schnitt KWS besser ab als im Frühjahr erwartet. Damals wurde ein Umsatzplus von zehn Prozent angekündigt und eine Ebit-Marge von acht bis neun Prozent. Die Aktionäre sollen mit 0,80 Euro je Aktie eine unveränderte Dividende erhalten.

„Unser starkes Wachstum im zurückliegenden Geschäftsjahr unterstreicht einmal mehr die Attraktivität und Resilienz unseres Geschäftsmodells“, erklärte Finanzchefin Eva Kienle. Sie kündigte auch für das laufende Bilanzjahr Zuwächse an. „Mit Blick auf die bestehenden geopolitischen Risiken, zunehmende Wetterextreme sowie stark inflationäre Entwicklungen gehen wir aber von anhaltend herausfordernden Rahmenbedingungen für KWS aus.“ Sie peilt demnach ein Umsatzplus von sieben bis neun Prozent an bei einer operativen Umsatzrendite (Ebit-Marge) von zehn bis elf (Vorjahr: 10,1) Prozent.
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Tim Spark
Aldi-Geschäft in Großbritannien erholt sich nach Gewinneinbruch

Der Gewinn der britischen Aldi-Tochter des deutschen Discounters Aldi ist 2021 eingebrochen. Das operative Ergebnis schrumpfte um 79 Prozent auf 60,2 Millionen Pfund wegen Aufwendungen für Preise, Personal sowie pandemiebedingte Ausgaben, wie die Einzelhandelskette am Montag mitteilte. Das Geschäft habe in den vergangenen sechs Monaten jedoch an Fahrt gewonnen, da die Pandemie-Beschränkungen aufgehoben wurden und die steigenden Lebenshaltungskosten die Einkaufsgewohnheiten beeinflussten. Anfang September hatte Aldi den Konkurrenten Morrisons überholt und ist damit zur viertgrößten Supermarktgruppe Großbritanniens aufgestiegen.
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Lars Ophüls
Jungheinrich schöpft Hoffnung - Prognose konkretisiert

Der Gabelstapler-Hersteller schöpft nach einem stabilen Geschäftsverlauf mehr Hoffnung für das Gesamtjahr. Die robuste Geschäftsentwicklung der ersten Jahreshälfte habe sich im dritten Quartal unvermindert fortgesetzt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Man liege damit über den gegenwärtigen Markterwartungen. Produktionsstillstände seien durch gezieltes Lieferkettenmanagement weitgehend vermieden worden. Der Vorstand habe daher seine im März gedämpfte Prognose konkretisiert. An der Börse kam das gut an, die Aktie legte um fast fünf Prozent zu.

Während Jungheinrich beim Auftragseingang einen stärkeren Rückgang für möglich hält als zuletzt prognostiziert, hebt das Management die Erwartungen beim Umsatz deutlich an. Statt eines leichten Anstiegs zum Vorjahr rechnet der Konzern nun mit einer Spanne zwischen 4,6 und 4,8 (Vorjahr: 4,2) Milliarden Euro. Beim Betriebsergebnis (Ebit) stellt Jungheinrich eine Spanne zwischen 340 und 380 Millionen Euro in Aussicht, hält also sowohl einen Anstieg als auch einen Rückgang zum Vorjahr für möglich. Bislang war man hier von einem Ergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert von 360 Millionen ausgegangen. Die operative Rendite soll zwischen 7,2 und 8,0 (Vorjahr: 8,5) Prozent landen.
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Sarah Sendner
FedEx will 2023 Kosten deutlich senken – „reduzierte Nachfrage"

FedEx strebt im nächsten Jahr deutliche Kostenersparnisse an. „Wir werden Kosten-, Geschäfts- und Kapazitätshebel ziehen, um uns an die Auswirkungen der reduzierten Nachfrage anzupassen", erklärte der Konzernchef des US-Paketzustellers, Raj Subramaniam, am Donnerstag. Der DHL-Rivale bezifferte das angepeilte Einspar-Volumen auf zwischen 2,2 und 2,7 Milliarden Dollar. Unter anderem solle die Taktung der Flüge bei FedEx Express reduziert und bestimmte Aktivitäten bei FedEx Ground eingestellt werden. Die FedEx-Aktie stieg um rund zwei Prozent nach der Ankündigung an.

Das Unternehmen bestätigte die vorläufigen Zahlen für das erste Quartal: Am Ende stand ein Umsatzplus von gut fünf Prozent auf 23,2 Milliarden Dollar sowie ein Rückgang des bereinigten operativen Gewinns um knapp 20 Prozent auf 1,23 Milliarden. Auch der Nettogewinn fiel um etwas mehr als 20 Prozent auf 875 Millionen Dollar. Die Prognose hatte das Unternehmen in der vergangenen Woche mit Blick auf die Verschlechterung der Weltwirtschaft zurückgenommen.
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Lars Ophüls

Accenture dämpft Umsatzerwartungen für laufendes Quartal

Der IT-Dienstleister erwartet im laufenden ersten Quartal einen deutlich unter den Marktprognosen liegenden Umsatz. Das Unternehmen prognostizierte Erlöse zwischen 15,20 und 15,75 Milliarden Dollar, verglichen mit Analystenschätzungen von durchschnittlich 16,07 Milliarden. Zur Begründung verwies Accenture auf die hohe Inflation, die die Bereitschaft für IT-Ausgaben der Kunden dämpfe, und den stärkeren Dollar. 

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Dennis Pesch

Linux-Software-Firma Suse verdient mehr


Der Nürnberger Linux-Softwareanbieter Suse hat vom wachsenden Cloud-Geschäft profitiert. Der Umsatz des im Juli endenden dritten Quartals kletterte um 13 Prozent auf 171,2 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) legte um 18 Prozent auf 65,1 Millionen Euro zu. „In einem schwierigen makroökonomischen und geopolitischen Umfeld haben wir einen starken Umsatz erzielt und weisen eine hohe Profitabilität auf“, betonte Firmenchefin Melissa Di Donato. Sie bekräftigte die Jahresziele.
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Dennis Pesch
Novartis bekräftigt Mittelfristziele

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat seine Mittelfristziele bekräftigt. „Wir werden unsere Finanzergebnisse weiter verbessern und bis 2027 ein Umsatzwachstum von über vier Prozent erzielen sowie mittel- bis langfristig eine bereinigte operative Gewinnmarge von mehr als 40 Prozent“, erklärte der Chef des Arzneimittelherstellers aus Basel, Vasant Narasimhanam, am Donnerstag vor einer Investorenveranstaltung. Der Konzern peile ein Gleichgewicht zwischen kontinuierlichen Investitionen in das Geschäft und der Rückführung von Kapital an die Aktionäre an. Novartis sieht sich auf Kurs, bis 2024 Einsparungen von rund 1,5 Milliarden Dollar zu erreichen.

Novartis stellt derzeit sein Hauptgeschäft mit den patentgeschützten Arzneien neu auf. Zudem soll die Generika-Sparte Sandoz abgespalten und im kommenden Jahr an die Schweizer Börse gebracht werden.
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Lukas Bay
Henkel schraubt Umsatzprognose erneut in die Höhe

Der Konsumgüterkonzern Henkel traut sich dank florierender Geschäfte mit seinen Klebstoffen mehr Umsatz zu. Konzernchef Carsten Knobel hob die Umsatzprognose für 2022 am Dienstag erneut an und erwartet nun ein organisches Umsatzwachstum von 5,5 bis 7,5 Prozent. Zuvor hatte er ein Plus in einer Spanne von 4,5 bis 6,5 Prozent in Aussicht gestellt. Knobel hob dabei auch die Umsatz-Erwartungen für die Klebstoff-Sparte an, die größte des Konzerns. In den Bereichen Kosmetik und Waschmittel bleiben die Umsatzziele unverändert. Die Gewinnziele für 2022 bekräftigte der Düsseldorfer Konzern. Erst Mitte August hatte Knobel die Umsatzprognose zuletzt erhöht.

Henkel befindet sich im Umbau, Konzernchef Knobel legt das Kosmetikgeschäft mit der Waschmittelsparte zusammen. Er will mit der neuen Sparte mit einem Umsatz von rund zehn Milliarden Euro Henkel schlagkräftiger machen - aber auch die Kosten drücken. Bei der Einführung der neuen Organisationsstruktur liege Henkel vor dem ursprünglich angekündigten Zeitplan, betonte Knobel vor Beginn eines Investorentages, bei dem er am Vormittag über die Umsetzung der Pläne berichten will. 
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