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01.12.2022

13:57

+++ Geschäftszahlen im Newsblog +++

Nestle hebt Prognose leicht an – Adler Group verdient im Quartal weniger

PremiumImmobilienunternehmen Aroundtown bestätigt Prognose +++ Julius Bär holt mehr Kundengelder ein +++ CTS Eventim vervierfacht Nettogewinn +++ Die Geschäftszahlen des Tages.

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Lars Ophüls
Heckler & Koch steigert seinen Gewinn kräftig

Der Waffenhersteller wirtschaftet deutlich profitabler als zuvor. In den ersten drei Quartalen des Jahres schnellte der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 70 Prozent auf 29,1 Millionen Euro in die Höhe, wie die Firma am Donnerstag in Oberndorf mitteilte. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 226 Millionen Euro. Unter anderem Lieferungen von Sturmgewehren nach Litauen, Lettland, Norwegen und in die USA ließen die Kasse klingeln. „Die operative Fähigkeit unserer Firma kommt nun voll zur Geltung“, sagte Firmenchef Jens Bodo Koch. Man sei für die Deckung der steigenden Nachfrage in Folge des Ukraine-Kriegs gut aufgestellt.

Noch vor einigen Jahren war Heckler & Koch angeschlagen, ein harter Sanierungskurs führte zwischenzeitlich zu unbezahlter Extra-Arbeit der Belegschaft. Der Schuldenberg war bedrohlich hoch. Inzwischen hat sich die Lage aber deutlich verbessert. Die Finanzverbindlichkeiten lagen Ende September bei 103,4 Millionen Euro und damit rund 60 Millionen Euro niedriger als ein Jahr zuvor. Ein Gesellschafterdarlehen gilt bilanziell nun als Eigenkapital.
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Lukas Bay
Sparprogramm von H&M kostet im Schlussquartal Millionen

Der Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M) verbucht im Zuge der geplanten Sparmaßnahmen im Schlussquartal eine Millionenbelastung. Für den Abbau von 1500 Stellen zur Verringerung der Verwaltungskosten sowie für weitere Maßnahmen fallen Aufwendungen von gut 800 Millionen schwedischen Kronen (73 Millionen Euro) an, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Durch die Schritte versprechen sich die Schweden jährliche Einsparungen von rund 2 Milliarden Kronen, die ab der zweiten Jahreshälfte 2023 zum Tragen kommen sollen.

Die H&M-Führung hatte bereits bei der Vorlage von Geschäftszahlen Ende September auf Belastungen durch Fracht- und Rohstoffkosten verwiesen und Kostensenkungen angekündigt. Insgesamt beschäftigte H&M zuletzt rund 155 000 Menschen.
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Lukas Bay
Fluggesellschaft SAS weitet Verluste aus

Die durch die Corona-Pandemie in Schieflage geratene Fluggesellschaft SAS hat ihren Verlust im vierten Quartal ausgeweitet. Der Vorsteuerverlust stieg auf 1,7 Milliarden schwedische Kronen (155,36 Millionen Euro) nach einem Minus von 945 Millionen im Vorjahr, teilte die Airline am Mittwoch mit. SAS wolle das Insolvenzverfahren in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 abschließen. Zuvor hatte das Unternehmen erklärt, es wolle das Verfahren innerhalb von zwölf Monaten ab Juli 2022 abschließen. Zudem werde die Umsetzung "wahrscheinlich zusätzliche Gerichtsverfahren in anderen Gerichtsbarkeiten als den USA nach sich ziehen". Aus diesem Grund gebe es "keine Garantie dafür, dass die Aktionäre von SAS AB eine Entschädigung erhalten werden".
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Julie Leduc
Easyjet - Buchungen ab Ostern 2023 laufen gut

Der britische Billigflieger Easyjet verzeichnet nach einem starken Schlussquartal anhaltend hohe Nachfrage für das nächste Sommerhalbjahr. Die Buchungslage sei gut, die Ticketpreise ab Ostern lägen im Aufwärtstrend, erklärte die Airline am Dienstag. Von April bis September will Easyjet neun Prozent mehr Sitzplätze anbieten als im Vorjahreszeitraum. Die Zuversicht dürfte Sorgen von Anlegern dämpfen, dass die Reisenachfrage wegen Rezession und Inflation sinken könnte. "Easyjet geht es in harten Zeiten gut", erklärte Airline-Chef Johan Lundgren. "Die Verbraucher werden ihren Urlaub schützen."

Mit 94 Millionen erwarteten Fluggästen im Gesamtjahr werde Easyjet im Sommer 2023 das Vorkrisenniveau erreichen, erklärte Branchenanalyst Alex Irving von Bernstein Research. "Die wichtigste Neuigkeit ist, dass die Passagiere noch immer buchen und die Erträge sich gut halten", schrieb er. Das sollte den Anlegern Vertrauen einflößen.

Zugleich warnte die Airline vor Belastungen durch höhere Treibstoffkosten, steigende Löhne und die Schwäche der britischen Währung gegenüber dem US-Dollar. Billigflieger mit ihrer vergleichsweise geringen Kostenbasis kämen damit aber besser zurecht als Netzwerk-Airlines wie British Airways oder Lufthansa mit ihren Langstreckenflügen.

Im vergangenen Sommerquartal, dem letzten des bei Easyjet bis Ende September laufenden Geschäftsjahres 2021/22, schnitt die Fluggesellschaft besser ab als im Vergleichszeitraum vor der Corona-Pandemie 2019. Ein Betriebsgewinn von Juli bis September von 674 Millionen Pfund konnte aber nicht den Verlust der vorangegangenen neun Monate ausgleichen. Reisebeschränkungen in der Pandemie und zahlreiche Flugstreichungen aufgrund von Personalmangel während der Erholung danach brockten Easyjet rote Zahlen ein. Im Gesamtjahr 2021/22 machte die Airline einen Verlust von 178 Millionen Pfund vor Steuern.
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Lukas Bay
Kriselnde Adler Group verdient im Quartal weniger

Bei der angeschlagenen Adler Group ist der Verschuldungsgrad weiter gestiegen. Die Beleihungsquote LTV lag per Ende September 2022 bei 59,9 Prozent, wie der Immobilien-Investor am Dienstag mitteilte. Ende Dezember 2021 waren es noch 50,9 Prozent gewesen. Durch den Verkauf von Wohnungspaketen schrumpfte der operative Ertrag (FFO 1) im dritten Quartal auf rund 18 Millionen Euro von 35 Millionen Euro vor Jahresfrist. Die Adler Group verfügt nach eigenen Angaben noch über rund 26.000 Wohnungen. Für das Gesamtjahr bestätigte Adler die Prognose.

Die Adler Group hatte sich indes jüngst von ihren wichtigsten Gläubigern mehr Zeit und Geld verschafft. Eine Gruppe von Anleihegläubigern, darunter Investoren wie Blackrock und Pimco, sind dem Unternehmen zufolge bereit, die 2024 fälligen Anleihen - gegen eine Erhöhung des Zinssatzes - um ein Jahr zu verlängern und die Zinsen bis zum Ende der Laufzeit aufzuschieben. Zudem stellen sie frisches, aber hochverzinstes Fremdkapital über 937,5 Millionen Euro zur Verfügung. "Mit der Einigung ist die Adler Group stabilisiert und ihre Finanzierung zumindest bis Mitte 2025 gesichert", hatte Verwaltungsratschef Stefan Kirsten gesagt. Die Lage wäre sonst existenzbedrohend geworden. Als "Plan B" habe Adler ein Insolvenzverfahren erwogen.
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Lukas Bay
Nestle hebt Umsatz-Prognose 2022 leicht an

Der Nahrungsmittelriese Nestle hebt seine Wachstumsprognose erneut an. Für das laufende Jahr werde nun ein organisches Umsatzwachstum zwischen acht und 8,5 Prozent anvisiert, teilte der Schweizer Konzern am Dienstag anlässlich einer Investorenkonferenz mit. Bisher hatte der Hersteller von Nespresso, KitKat und Perrier ein organisches Umsatzwachstum von rund acht Prozent erwartet. Die Prognose für die operative Marge von rund 17 Prozent bekräftigte das Unternehmen. Nestle stelle zudem die Allergie-Behandlung Palforzia auf den Prüfstand, nachdem Patienten und medizinische Fachkräfte das Produkt verhaltener als erwartet angenommen hätten. Die Überprüfung werde voraussichtlich im ersten Halbjahr 2023 abgeschlossen sein.
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Lukas Bay
Immobilienunternehmen Aroundtown bestätigt Prognose

Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown sieht sich nach neun Monaten auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Der operative Gewinn - gemessen an der in der Branche wichtigen Kenngröße Funds from Operations (FFO 1) - stieg in den ersten neun Monaten um drei Prozent auf 274,5 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Im laufenden Jahr peilt Aroundtown weiter einen operativen Gewinn von 350 bis 375 Millionen Euro an. Im vergangenen Jahr war der FFO1 im Jahresvergleich um ein Prozent auf gut 353 Millionen Euro gesunken.

Die Nettomieteinnahmen bis Ende September zogen um fast ein Fünftel auf knapp 917 Millionen Euro an. Der starke Anstieg geht vor allem auf die Übernahme des Wohnimmobilienunternehmens Grand City Properties zurück. Dessen Beitrag wird erst sei Mitte vergangenen Jahres voll in der Konzernbilanz berücksichtigt. Bereinigt um diesen Effekt seien die Mieteinnahmen um knapp drei Prozent gestiegen.
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Julie Leduc
Thyssen-Joint-Venture Nucera - Gewinneinbruch durch IPO-Kosten

Vorbereitungskosten für einen möglichen Börsengang belasten massiv den Gewinn der Thyssenkrupp-Beteiligung Nucera. Bei dem auf Elektrolyse spezialisierten Anlagenbauer, einem Gemeinschaftsunternehmen des Ruhrkonzerns mit der italienischen De Nora, brach der Ebit-Gewinn im Geschäftsjahr 2021/22 um zwei Drittel auf neun Millionen Euro ein, wie aus einer am Freitag vorgestellten Thyssenkrupp-Präsentation hervorgeht. Das sei zum Teil auf einen „mittleren einstelligen Millionenbetrag“ an Einmalkosten für die Vorbereitung eines Börsengangs zurückzuführen. Der Umsatz stieg um ein Fünftel auf 383 Millionen Euro.

Das Unternehmen, dessen Elektrolyse-Anlagen bei der Herstellung von „grünem“ Wasserstoff verwendet werden, hat seinen für das Frühjahr geplanten Börsengang wegen der Marktlage auf unbestimmte Zeit verschoben.
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Lars Ophüls
Dr.Martens spürt Nachfrageschwäche

Ein schleppendes Vorweihnachtsgeschäft, erhöhte Investitionen und der starke Dollar lasten auf der Gewinnentwicklung des britischen Kult-Schuhherstellers. Die Kerngewinnspannen für das Gesamtjahr würden zwischen einem und 2,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Während der Umsatz im ersten Halbjahr dank Preiserhöhungen um dreizehn Prozent auf 418,6 Millionen Pfund (485,3 Millionen Euro) gestiegen sei, fiel das Wachstum im Direktvertrieb (DTC) im zweiten Quartal nach Konzernangaben langsamer als erwartet aus. 

Die Firma, die bekannt ist für ihre Boots mit der gelben Naht, erhöhte allerdings seine Zwischendividende um 28 Prozent auf 1,56 Pence je Aktie und bekräftigte, dass die besten Handelswochen noch vor ihr lägen. An der Londoner Börse brachen die Aktien von Dr.Martens zwischenzeitlich um rund 18 Prozent ein. Seit Jahresbeginn haben sie knapp 45 Prozent an Wert verloren.
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Lars Ophüls
Nachfrage nach energieeffizienten Produkten hilft Kingfisher

Die britische Baumarktkette profitiert von der starken Nachfrage nach energieeffizienten Produkten. So stieg der Umsatz im Zeitraum August bis Oktober währungsbereinigt um 1,7 Prozent auf 3,3 Milliarden Pfund (3,8 Milliarden Euro), wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Auch der Start ins laufende Quartal sei gut gelungen. 

„Während das Marktumfeld herausfordernd bleibt, werden die Do-It-Yourself-Verkäufe weiterhin durch neue Branchentrends wie mehr Heimarbeit und eine deutliche Steigerung der Kundeninvestitionen in Energieeinsparung und -effizienz unterstützt“, sagte Konzernchef Thierry Garnier. Er konkretisierte sein Ziel für das Gesamtjahr 2022/23: Er peilt einen bereinigten Vorsteuergewinn in Höhe von 730 bis 760 Millionen Pfund an und damit am oberen Ende zehn Millionen Pfund weniger als zuletzt.
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Lars Ophüls
Remy Cointreau verdient mehr als erwartet

Remy Cointreau hat dank einer starken Nachfrage in China und den USA sowie einer verstärkten Kostenkontrolle besser abgeschnitten als erwartet. Der Betriebsgewinn stieg im Zeitraum April bis September um 27,2 Prozent auf 319,3 Millionen Euro, wie der französische Spirituosenkonzern am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von knapp 24 Prozent auf 306 Millionen Euro gerechnet. 

Der Anbieter von Marken wie Cointreau, Metaxa, Mount Gay und Remy Martin bekräftigte seine Jahresziele, die ein starkes organisches Wachstum vorsehen. Die Firma hatte im Oktober bereits mitgeteilt, dass der Umsatz im ersten Halbjahr um 16,2 Prozent auf 457,2 Millionen Euro gestiegen war und damit ebenfalls über den Schätzungen lag. Der Vorstand erwartet allerdings im weiteren Verlauf eine Normalisierung der bislang hohen Nachfrage.
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Lukas Bay
Tencent verhagelt Großaktionär Prosus die Bilanz

Steigende Investitionskosten und ein geringerer Beitrag zum Ergebnis der wichtigen Beteiligung Tencent haben Prosus einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der Überschuss sei in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2022/2023 auf 1,81 von 10,07 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum gefallen, teilte der Technologieinvestor am Mittwoch mit. Dies lag im Rahmen der angepeilten Spanne von 1,32 bis 2,02 Dollar je Aktie. Prosus hält 28,1 Prozent am chinesischen Technologie-Konzern Tencent. Der Anteil hat aktuell einen Börsenwert von 95 Milliarden Dollar. Die Schwäche bei Tencent verhagelt auch Naspers die Bilanz. Die südafrikanische Beteiligungsfirma, die Prosus kontrolliert, gab einen Gewinneinbruch von 93 Prozent bekannt und kündigte Sparmaßnahmen an.
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Leonie Tabea Natzel
Wachstum von Videodienst Zoom flaut weiter ab

Der Videokonferenz-Dienst Zoom tut sich nach dem Boom zu Beginn der Corona-Pandemie immer schwerer. In den drei Monaten bis Ende Oktober stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 1,01 Milliarden Dollar (1,07 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die 2011 gegründete Firma verbuchte damit ihr bislang schwächstes Wachstum.

Zooms Nettogewinn brach aufgrund von hohen Belastungen durch hohe Kosten durch Aktienoptionen für Mitarbeiter und andere Belastungen von 340,3 Millionen auf 48,4 Millionen Dollar ein. Das Unternehmen senkte zudem seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr leicht und erwartet jetzt Erlöse von maximal 4,38 Milliarden Dollar. Anleger ließen die Aktie nachbörslich zunächst um vier Prozent fallen.
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Anne Schwedt
Dell-Gewinn steigt wegen Server-Nachfrage sprunghaft an

Dell hat wegen einer starken Nachfrage nach Servern und stabileren Lieferketten einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet. Der PC-Hersteller gab am Montag nach US-Börsenschluss einen um 68 Prozent höheren operativen Gewinn von 1,76 Milliarden Dollar im abgelaufenen Quartal bekannt. Der Gesamtumsatz fiel zwar um sechs Prozent auf 24,7 Milliarden Dollar, lag jedoch damit weiter über den Erwartungen der Experten, die Refinitiv zufolge 24,5 Milliarden Dollar betrugen. Die Dell-Aktie stieg nachbörslich zunächst etwa sieben Prozent. 
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Tim Spark
Linux-Spezialist Suse erwartet weiteres Wachstum

Dank eines robusten Wachstums blickt Suse optimistisch in die Zukunft. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 prognostizierte der Linux-Spezialist am Montag ein wechselkursbereinigtes Umsatzplus von elf bis 13 Prozent und eine Verbesserung der Gewinnmarge. Letztere habe im abgelaufenen Geschäftsjahr ersten Berechnungen zufolge bei 36 bis 37 Prozent und damit am oberen Ende der angepeilten Spanne gelegen. Die Aktien des Unternehmens stiegen daraufhin zur Börsen-Eröffnung um 8,5 Prozent.
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Katharina Schnurpfeil
Die Privatbank Julius Bär hat in den ersten zehn Monaten mehr Netto-Neugeld hereingeholt und sieht sich auf Kurs zu ihren Jahreszielen. Die Kunden vertrauten Bär seit Jahresbeginn drei Milliarden Franken an neuen Geldern an, wie der Schweizer Vermögensverwalter am Montag mitteilte. Das sind umgerechnet 3,04 Milliarden Euro. Die deutliche Verbesserung der Netto-Neugeldzuflüsse, die gegen Ende des ersten Halbjahres begonnen habe, setzte sich von Juli bis Oktober fort, erklärte Bär. Die verwalteten Vermögen dagegen sanken seit Ende 2021 vor allem infolge der rückläufigen Entwicklung an den globalen Aktien- und Anleihenmärkten um elf Prozent auf 492 Milliarden Franken.

Das bereinigte Verhältnis von Kosten zu Erträgen lag nach zehn Monaten leicht über 66 Prozent und erfüllte damit die Zielvorgabe von weniger als 67 Prozent. Die adjustierte Vorsteuermarge lag geringfügig unter 26 Basispunkten und ebenfalls in der angepeilten Bandbreite von 25 bis 28 Basispunkten. Auch dank der ergriffenen Ertrags- und Kostenmaßnahmen blieben die für 2022 gesetzten Ziele in Reichweite, erklärte die Bank. Den im März gestarteten Rückkauf eigener Aktien für bis zu 400 Millionen Franken will Bär bis Ende Februar abschließen.
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Tim Spark
Lockdowns in China geben Online-Händler JD.com Auftrieb

Die anhaltenden Lockdowns in China bescheren JD.com ein überraschend großes Umsatzplus. Die Erlöse seien im dritten Quartal um 11,4 Prozent auf umgerechnet 33 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Online-Händler am Freitag mit. Der Gewinn liege bei 812 Millionen Euro, nach einem Verlust von 379 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Wegen der "Null-Covid-Politik" der Regierung in Peking und der immer wieder verhängten Pandemie-Beschränkungen hätten Verbraucher verstärkt im Internet eingekauft. Die in den USA notierten Aktien von JD.com stiegen vorbörslich um 2,6 Prozent.
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Lukas Bay
Hohe Kosten brocken Baustoff-Konzern Sto Ergebnisrückgang ein

Dem Baustoffhersteller Sto machen steigende Material- und Transportkosten zu schaffen. Der Umsatz sei in den ersten neun Monaten zwar um 13 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro gestiegen. Das operative Ergebnis (Ebit) ging aber zurück, wie Sto am Freitag mitteilte, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Die steigenden Kosten habe das Unternehmen bisher nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergeben können, hieß es zur Begründung. Dazu hätten die ungewöhnlich hohen Temperaturen im Juli und August die Arbeiten auf den Baustellen behindert. Deshalb sei die Rohertragsmarge auf 50,0 von 52,5 Prozent im Vorjahr zurückgegangen. An ihrer bisherigen Prognose hält die Baustoff-Firma fest. Demnach soll der Umsatz auf 1,79 (Vorjahr: 1,59) Milliarden Euro steigen und das Ebit zwischen 112 und 132 Millionen liegen. Bei einem Vorjahres-Ebit von 124,5 Millionen Euro hält Sto somit auch einen Gewinnrückgang für möglich. Die Aktien, die seit Jahresbeginn fast 40 Prozent an Wert verloren haben, lagen am Freitag knapp ein Prozent im Minus.
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Anne Schwedt
General Motors hebt Jahresziele an – E-Autos ab 2025 profitabel

Der größte US-Autokonzern General Motors (GM) rechnet mit mehr Gewinn. Im laufenden Geschäftsjahr dürfte das bereinigte Betriebsergebnis bei mindestens 13,5 Milliarden Dollar liegen, teilte GM am Donnerstag bei einem Investorentreffen in New York mit. Zuvor hatte die Prognose mindestens 13 Milliarden Dollar betragen. Außerdem gab das Management um Vorstandschefin Mary Barra einen optimistischen Ausblick für Elektroautos ab. Bereits ab dem Jahr 2025 dürfte das Geschäft in Nordamerika mit einer Kapazität von einer Million Fahrzeugen pro Jahr „solide“ Profit machen. Grund seien unter anderem sinkende Batteriekosten und staatliche Fördergelder. GMs Aktien reagierten im US-Handel mit leichten Kursgewinnen.
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Anne Schwedt
Applied Materials erfreut Anleger mit Umsatz-Prognose

Applied Materials hat die Märkte mit seiner Umsatzprognose für das laufende Quartal erfreut. Der Chip-Zulieferer geht dabei von 6,7 Milliarden Dollar aus angesichts wiedererstarkender Lieferketten, wie er am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Analysten erwarten 6,45 Milliarden Dollar, wie aus Refinitiv-Daten hervorgeht. Im abgelaufenen vierten Quartal lag der Umsatz bei 6,75 Milliarden Dollar, was ebenfalls die Schätzungen der Experten von 6,45 Milliarden übertraf. Der Gewinn ohne Sonderposten lag bei 2,03 Dollar je Aktie, verglichen mit Vorhersagen von 1,73 Dollar. Die Applied-Materials-Aktie legte im nachbörslichen Handel fast drei Prozent zu.
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