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29.06.2022

08:41

+++ Geschäftszahlen im Newsblog +++

Vaillant profitiert von hoher Wärmepumpen-Nachfrage – Cloud-Geschäft verhilft SAP-Rivale Oracle zu deutlichem Umsatzplus

PremiumDell übertrifft Erwartungen +++ NordLB rutscht in die roten Zahlen +++ S Immo legt zu +++ Die Geschäftszahlen des Tages.

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Tristan Heming
H&M macht im Frühjahr mehr Gewinn

Die Kauflust scheint zurückzukehren: Der schwedische Modehändler H&M hat mehr Gewinn gemacht als erwartet. Die Nummer Zwei hinter der Zara-Mutter Inditex erwirtschaftete im zweiten Geschäftsquartal einen Vorsteuergewinn von 4,78 Milliarden schwedischen Kronen (447 Millionen Euro), eine Steigerung von 33 Prozent, und übertraf damit Analystenschätzungen von 3,87 Milliarden Kronen deutlich, wie H&M am Mittwoch mitteilte. Der Nettoumsatz war um 17 Prozent auf 54,5 Milliarden Schwedische Kronen (rund 5,1 Milliarden Euro) gestiegen, wie die Modekette zuvor bereits mitgeteilt hatte.

„Die Verkäufe im stationären Handel sind erheblich gestiegen, während der Online-Markt weiterhin gut läuft“, sagte H&M-Chefin Helena Helmersson. „In der Lieferkette gibt es immer noch Störungen und Verzögerungen, die jedoch allmählich besser werden.“ Helmersson kündigte wegen des Geschäftsausfalls in der Ukraine, in Russland und Belarus für Juni einen Umsatzrückgang in lokaler Währung um sechs Prozent an.

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Tristan Heming
Hornbach mit Rekordumsatz – Ergebnis durch Kosten unter Druck

Die Baumarktkette Hornbach profitiert vom anhaltenden Heimwerker-Trend. Im ersten Quartal des seit März laufenden Bilanzjahres 2022/23 übertraf der Umsatz mit einem Plus von 8,1 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro den Rekordwert des Vorjahres, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Der operative Gewinn (Ebit) lag mit 148,6 Millionen Euro um 12,2 Prozent unter der Bestmarke des Vorjahres, aber um über 50 Prozent über dem Vor-Corona-Jahr 2019. „Wir sind davon überzeugt, dass die Fokussierung der Verbraucher auf ihre unmittelbare Umgebung und ihr Zuhause ein längerfristiger Trend ist, der sich fortsetzen wird“, erklärte Konzernchef Erich Harsch. „Wir wissen allerdings nicht, wie sich die anhaltende Inflation und geopolitische Unsicherheit in den kommenden Monaten auf das Konsumentenverhalten auswirken werden.“

Harsch bestätigte die bereits angepasste Jahresprognose, die ein leichtes Umsatzwachstum vorsieht und wegen der Kostensteigerungen einen Rückgang des Ebit im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.
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Leonie Tabea Natzel
Nike mit deutlich weniger Gewinn - Covid-Lockdowns in China belasten

Nike hat im jüngsten Geschäftsquartal deutlich weniger verdient - besonders die Covid-Lockdowns in China belasteten den Adidas-Rivalen. In den drei Monaten bis Ende Mai sank der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreswert um rund fünf Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar (1,3 Mrd Euro), wie der weltgrößte Sportartikelhersteller am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz fiel um ein Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas stärkeren Rückgang gerechnet.

Im wichtigen Auslandsmarkt China, wo sich Nike schon länger schwertut, brachen die Verkäufe jedoch um fast 20 Prozent ein. Hier kam es wegen Corona-Ausbrüchen unter anderem zu Produktionsstörungen durch Werksschließungen. Zudem leidet Nike weiter unter hartnäckigen Lieferkettenproblemen, die den internationalen Handel behindern. Der Lagerbestand stieg kräftig an, viele Waren hängen fest. Auch im Heimatmarkt Nordamerika fiel der Umsatz um fünf Prozent. Nikes Aktie verbuchte nachbörslich dennoch zunächst leichte Kursgewinne.
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Leonie Tabea Natzel
Post-Konkurrent Fedex steigert Umsatz deutlich

Der Post-Konkurrent Fedex hat im jüngsten Geschäftsquartal deutlich mehr Umsatz gemacht. Die Erlöse legten gegenüber dem Vorjahreswert um acht Prozent auf 24,4 Milliarden Dollar (23,2 Mrd Euro) zu, wie Fedex am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Betriebsgewinn stieg nicht zuletzt dank höherer Paketpreise um sieben Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar.

Fedex und Wettbewerber wie UPS und DHL profitierten in der Pandemie stark vom Bestell-Boom im Internet. Lieferkettenprobleme sowie höhere Arbeits- und Transportkosten machen ihnen jedoch zu schaffen. Dennoch gab Fedex für das laufende Jahr einen besseren Geschäftsausblick ab als von Analysten erwartet. Das kam bei Anlegern gut an - die Aktie stieg nachbörslich zunächst um rund drei Prozent.
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Lars Ophüls
Hohe Stahlpreise: Salzgitter erhöht Gewinnprognose erneut

Der Stahlkonzern hat aufgrund einer anhaltend guten Nachfrage und hoher Preise seine Jahresziele erneut nach oben geschraubt. Das Management rechne 2022 mit einem Erlös von 13 Milliarden Euro nach zuvor erwarteten knapp 11 Milliarden Euro, teilte das im SDax notierte Unternehmen am Mittwoch mit. Vor Steuern dürfte damit ein Gewinn zwischen 1 und 1,2 Milliarden Euro hängen bleiben. Bislang war der Vorstand von einem Vorsteuerergebnis von 750 bis 900 Millionen Euro ausgegangen.
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Dennis Pesch
Umsatz von Windturbinenhersteller Nordex bricht ein
Dem Hamburger Windturbinenhersteller Nordex haben die Produktionsumstellung auf andere Blätter und geringere Installationen zugesetzt. Im ersten Quartal brach der Umsatz um ein Viertel auf 933 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Dienstag verspätet mitteilte. Wegen eines Hackerangriffs konnte Nordex seine Quartalszahlen nicht pünktlich im Mai vorlegen und büßte deswegen auch vorübergehend seinen Platz im Kleinwerte-Index SDax ein. „Der Start in das Jahr 2022 war schwierig und ist sicherlich anders verlaufen als alle erwartet haben“, sagte Firmenchef José Luis Blanco.

Wegen der Kosten im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Produktion schrieb Nordex zudem rote Zahlen und kam auf einen Betriebsverlust (Ebitda) von fast 89 Millionen Euro nach einem Betriebsergebnis von 10,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Nordex bestätigte seine im Mai gesenkte Prognose und rechnet weiterhin im Gesamtjahr mit Erlösen zwischen 5,2 und 5,7 Milliarden Euro.
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Lars Ophüls
AB Foods profitiert von Erholung von Primark und Preiserhöhungen

Der britische Mischkonzern hat im dritten Quartal seinen Umsatz auch dank eines sich weiter erholenden Geschäfts seiner Billigtextilkette Primark deutlich verbessert. Zu konstanten Wechselkursen stiegen die Erlöse im Quartal (per 28. Mai) um rund ein Drittel auf gut vier Milliarden britische Pfund. Dabei trug das Nahrungsmittelgeschäft mit einem währungsbereinigten Plus von zehn Prozent auf 2,3 Milliarden Pfund den Löwenanteil bei. Hier profitierte das Unternehmen von Preiserhöhungen.

Das Einzelhandelsgeschäft mit der Kette Primark zog deutlich an. Allerdings waren im vergangenen Jahr die Läden überwiegend bis Mitte April pandemiebedingt geschlossen gewesen. So verzeichnete Primark ein Plus im Quartal von mehr als 80 Prozent. Verglichen mit dem entsprechenden Zeitraum vor der Pandemie vor drei Jahren legten die Erlöse um vier Prozent zu. Insgesamt sei Primark auf gutem Weg, im Geschäftsjahr 2021/22 eine bereinigte operative Marge von etwa zehn Prozent zu erreichen.
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Emma Möllenbrock
Gewinnsprung: Glencore profitiert von hohen Kohlepreisen

Hohe Rohstoffpreise treiben das Handelsgeschäft des Bergbaukonzerns Glencore an. Das Unternehmen rechnet im entsprechenden Segment Marketing bereits im ersten Halbjahr mit einem bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) von über 3,2 Milliarden Dollar, wie Glencore am Freitag mitteilte. Damit würde bereits in den ersten sechs Monaten die Prognose für das Gesamtjahr 2022 übertroffen. Bisher hatte der Zuger Konzern für 2022 einen bereinigten operativen Gewinn von 2,2 bis 3,2 Milliarden Dollar im Handelsgeschäft angepeilt.
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Dennis Pesch

Südzucker-Tochter Cropenergies erhöht Gewinnprognose


Der Biokraftstoff-Hersteller Cropenergies schraubt die Umsatz- und Gewinnerwartungen schon nach dem ersten Quartal kräftig nach oben. Das operative Ergebnis werde im Geschäftsjahr 2022/23 (per Ende Februar) zwischen 165 und 215 Millionen Euro liegen, teilte die Südzucker-Ethanol-Tochter am Mittwoch in Mannheim mit. Das wären bis zu 70 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und im Mittel 60 Millionen Euro mehr als bisher geplant. Cropenergies profitiere derzeit davon, sich schon vor dem Ukraine-Krieg gegen steigende Rohstoff- und Energie-Preise abgesichert zu haben. Der Umsatz werde zwischen 1,45 und 1,55 (bisher: 1,35 bis 1,45) Milliarden Euro liegen, das wären fast 44 Prozent mehr als im Rekordjahr 2021/22. Südzucker hält 69 Prozent an Cropenergies. Die Cropenergies-Aktie stieg um 4,4 Prozent auf 10,96 Euro, Südzucker legten 2,2 Prozent zu.
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Dennis Pesch

Caterer Do&Co schreibt wieder schwarze Zahlen


Der österreichische Caterer Do&Co profitiert von der allmählichen Erholung des Flugverkehrs von der Corona-Flaute und kehrt in die schwarzen Zahlen zurück. Das Unternehmen erzielte einen Gewinn von elf Millionen Euro im Geschäftsjahr 2021/22 (per 31. März) nach dem pandemiebedingten Verlust von 38 Millionen ein Jahr zuvor, wie Do&Co am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz verdreifachte sich nahezu auf 705,2 Millionen Euro und mehr als 1700 neue Mitarbeiter wurden eingestellt. Allerdings soll keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die starke Nachfrage nach Premiumprodukten und -dienstleistungen stimmt den Wiener Airline-Caterer zuversichtlich für das laufende Jahr: Do & Co erwartet weiteres Wachstum dank Veranstaltungen wie etwa Formel-1-Rennen, ATP-Tennisturniere oder das Champions-League-Finale in Paris.
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Dennis Pesch

H&M baut Umsatz kräftig aus


Bei H&M sind die Geschäft zuletzt überraschend gut gelaufen. Der Nettoumsatz stieg von März bis Mai um 17 Prozent auf 54,5 Milliarden Schwedische Kronen (rund 5,1 Milliarden Euro), wie die weltweit zweitgrößte Modekette am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Umsatz von 52,8 Milliarden Kronen gerechnet. Den vollständigen Quartalsbericht will H&M am 29. Juni veröffentlichen. Der größte Rivale Inditex, Eigentümer des Modekonzerns Zara, hatte in der vergangenen Woche einen Gewinnsprung von 80 Prozent im ersten Quartal seines Geschäftsjahres angesichts einer deutlich gestiegenen Nachfrage mit Abflauen der Corona-Pandemie gemeldet.
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Dennis Pesch

Schweizer Chemiekonzern Clariant wächst trotz höherer Kosten


Der Schweizer Spezialchemikalien-Hersteller Clariant hat Preiserhöhungen zu Jahresbeginn an seine Kunden weitergegeben und damit der Inflation trotzen können. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um 26 Prozent in lokaler Währung auf 1,26 Milliarden Franken, wie Clariant am Mittwoch mitteilte. Die Gewinnmarge (Ebitda) lag mit 17,4 Prozent leicht über den 17,3 Prozent der Vorjahresperiode. Für das zweite Quartal erwartet Clariant ein anhaltend starkes Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund saisonaler Einflüsse und einer Normalisierung der Nachfrage in den Geschäftsbereichen Care Chemicals und Natural Resources werde allerdings mit einem moderaten Umsatzrückgang in den Folgequartalen gerechnet. Der Konzern aus Muttenz geht davon aus, dass sich die Gewinnmarge im zweiten Quartal verbessern wird. Auch für das Gesamtjahr peilt Clariant eine Verbesserung der Ebitda-Marge an. Zudem bekräftigte das Unternehmen seine Mittelfristziele bis 2025.
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Lukas Bay
Baumarktkette Hornbach bekommt Margendruck zu spüren

Bei der Baumarktkette Hornbach ebbt der Corona-Boom ab. Das Unternehmen rechnet für das Geschäftsjahr 2022/23 (per Ende Februar) nun mit einem Rückgang des bereinigten Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (Ebit) um mehr als zehn Prozent, wie es in der Nacht zum Dienstag in Bornheim in der Pfalz mitteilte. Das wären rund 40 Millionen Euro weniger als im Rekordjahr 2021/22 (363 Millionen Euro). Bisher war Hornbach von einem leichten Rückgang ausgegangen. Die Inflation und Lieferketten-Probleme machen dem Baumarktbetreiber und Baustoffhändler zu schaffen. Daraus ergebe sich Margendruck, obwohl die Nachfrage an sich stabil sei. Im ersten Quartal (März bis Mai) stieg der Umsatz um acht Prozent auf 1,81 Milliarden Euro, das Ebit gab aber um zwölf Prozent auf 148 Millionen nach.
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Lisa Oenning
Wacker Chemie will Gewinnprognose im Juli anheben

Der Münchner Spezialchemie-Konzern Wacker will seine Gewinnprognose angesichts der reißenden Nachfrage trotz hoher Energiekosten spätestens im Juli erhöhen. „Dabei werden sowohl die gegenwärtig anhaltend starke Nachfrage als auch die Risiken aus den steigenden Energie- und Rohstoffpreisen sowie den geopolitischen Entwicklungen berück­sichtigt", teilte Wacker am Montagabend mit. Allein im zweiten Quartal werde das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bei etwa 600 (2021: 327) Millionen Euro liegen und sich damit erneut fast verdoppeln. Es liege damit über den Erwartungen von Analysten, die im Schnitt von knapp 500 Millionen ausgehen. Der Umsatz werde um rund 40 Prozent auf 2,1 (1,5) Milliarden Euro nach oben schnellen.

Wacker hatte schon im Mai die Umsatzprognose für 2022 um 500 Millionen auf 7,5 Milliarden Euro erhöht, die Erwartung für das Ebitda mit 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro aber mit Verweis auf die hohen Rohstoff- und Energiekosten konstant gelassen. Der Konzern versucht, sie über Preiserhöhungen größtenteils auf die Kunden abzuwälzen. 
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Sarah Sendner

Cloud-Geschäft verhilft SAP-Rivale Oracle zu deutlichem Umsatzplus


Der US-Software-Konzern Oracle hat die Erlöse dank seines florierenden Cloud-Geschäfts im jüngsten Quartal überraschend deutlich gesteigert. In den drei Monaten bis Ende Mai legte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar (11,3 Milliarden Euro) zu. Das teilte der SAP-Konkurrent am Montag nach US-Börsenschluss mit. Unterm Strich verdiente Oracle 3,2 Milliarden Dollar - deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum, aber mehr als von Analysten angenommen. Auch bei den Erlöse übertraf das Unternehmen die Markterwartungen klar. Die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit kräftigen Kursgewinnen auf die Zahlen.
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Olga Scheer
Flughafen Wien erhöht Jahresprognose

Die Flughafen-Wien-Gruppe hat unter Hinweis auf eine verbesserte Verkehrsentwicklung die Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Es werde nunmehr ein Umsatz von rund 640 Millionen Euro (bisher 560 Mio), ein positives Ebitda von zumindest rund 260 Millionen Euro (172 Mio) und ein positives Jahresergebnis von mindestens 80 Millionen Euro (20 Mio) erwartet, teilte der Betreiber von Österreichs größtem Flughafen am Montag in einer Pflichtmitteilung mit. "Die angepassten Werte erfolgen unter der Annahme, dass es im Herbst und Winter zu keinen pandemiebedingten Lockdowns oder massiven Verkehrsbeschränkungen kommt." Auch der Krieg in der Ukraine sei ein Unsicherheitsfaktor.
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Lukas Bay
Tabakkonzern British American Tobacco bleibt bei Jahresfinanzzielen

Der Zigarettenhersteller British American Tobacco bleibt trotz wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit bei seinen Finanzzielen für das laufende Jahr. Vorstandschef Jack Bowles sprach in einer Zwischenmitteilung zum Geschäftsverlauf am Donnerstag zwar von Inflationsdruck in der Lieferkette sowie einem Einfluss auf die Verbraucher, und diese Faktoren würden durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine noch verstärkt. Allerdings setze der Konzern auf sein Markenportfolio und das Wachstum bei alternativen Tabakprodukten.

So soll der Umsatz auf Basis konstanter Wechselkurse insgesamt weiter um 2 bis 4 Prozent zulegen. Den um Sondereffekte und Währungseffekte bereinigten Gewinn je Aktie erwartet Bowles nach wie vor mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die aktuellen Wechselkurse würden in den ersten sechs Monaten und dem Gesamtjahr noch Rückenwind geben.
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Lars Ophüls
Heidelberger Druck erwartet mehr Wachstum auch durch Preiserhöhungen

Der Maschinenbauer will im neuen Geschäftsjahr Umsatz und Ergebnis trotz des Kostendrucks weiter steigern. Beim Erlös plant der Konzern mit einem Zuwachs von den 2,18 Milliarden Euro aus dem Vorjahr auf rund 2,3 Milliarden, wie er am Donnerstag in Heidelberg mitteilte. Davon sollen vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen mindestens 8 Prozent als operativer Gewinn hängenbleiben und damit ebenfalls mehr als ein Jahr zuvor mit 7,3 Prozent.

Heidelberger Druck werde zwar mit zum Teil deutlichen Kostensteigerungen bei Material, Energie, Logistik und Personal konfrontiert. Diese sollen allerdings über eigene Preiserhöhungen kompensiert werden. Außerdem will das Unternehmen weiter von eingeleiteten Einsparungen profitieren. Der Konzern bezeichnete die Prognose als „verhalten optimistisch“, auch dank des höchsten Auftragsbestands seit zehn Jahren. Die bereits bekannten vorläufigen Geschäftszahlen für das vergangene Geschäftsjahr (Ende März) bestätigte das Management.
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Lars Ophüls
Wizz Air erwartet Verluste

Das Chaos auf den Flughäfen infolge des Personalmangels macht der defizitären Billig-Airline zu schaffen. Der Vorstand erwartet im ersten Quartal des Bilanzjahres einen Betriebsverlust, wie Wizz mitteilte. Firmenchef Jozsef Varadi betonte, die Airline sei "voll besetzt" und das Problem liege nicht an der eigenen Personalausstattung, sondern daran, dass die Flughäfen nicht über genügend Fluglotsen und Sicherheitspersonal verfügten, was zu Flugverzögerungen führe.

Die in Ungarn ansässige Gesellschaft meldete für das am 31. März endende Geschäftsjahr einen Verlust von 642,5 Millionen Euro nach einem Minus von 576 Millionen Euro im Vorjahr. Nach der überstandenen Pandemie mit starken Reisebeschränkungen leiden die Flughafenbetreiber unter Personalmangel, was in den vergangenen Tagen zu langen Schlangen und Wartezeiten führte. In Großbritannien war das Chaos wegen der Ferien und des Thronjubiläums besonders groß.
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Lars Ophüls
Inditex übertrifft Vorkrisenniveau

Die Zara-Mutter Inditex hat die Corona-Pandemie hinter sich gelassen und einen Gewinnsprung geschafft trotz der Filialschließungen in Russland und der Ukraine. Im Zeitraum Februar bis April schnellte der Nettogewinn um 80 Prozent auf 760 Millionen Euro. In den Ergebnissen enthalten sind zudem Rückstellungen von 216 Millionen Euro für Kosten im Zusammenhang mit der Ukraine und Russland. 

Der Umsatz stieg im ersten Quartal des Bilanzjahres um 36 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Damit hat der weltgrößte Fast-Fashion-Konzern mit seinen Marken Zara, Massimo Dutti, Bershka und Pull & Bear die Werte der Vorkrisenzeit des Jahres 2019 übertroffen. Die positive Entwicklung setzte sich auch im Frühjahr fort, wie der Vorstand mitteilte. Zwischen Mai und dem 5. Juni legten die Erlöse um 17 Prozent zu.
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