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18.09.2019

14:29

Autobauer

Daimler kauft Batterien für E-Laster bei CATL ein

Die Liefervereinbarung mit den Chinesischen umfasst Module für den Mercedes-Benz eActros und zwei Schwestermarken. Daimler Trucks entwickelt und montiert die Batteriepakete.

Daimler kauft Batterien für E-Laster bei CATL ein dpa

Daimler-Logo

Die Stuttgarter haben eine Liefervereinbarung mit CATL getroffen.

Frankfurt Daimler will seine ab 2021 geplanten Elektrolastwagen mit Batteriemodulen des chinesischen Herstellers Contemporary Amperex Technology (CATL) bauen. Die Liefervereinbarung umfasse Lithium-Ionen-Batteriemodule für den Mercedes-Benz eActros und die Schwestermarken Freightliner eCascadia und Freightliner eM2, teilte Daimler am Mittwoch mit.

Daimler Trucks entwickelt und montiert die Batteriepakete. Die Zusammenarbeit mit dem weltweit führenden Batteriehersteller aus China sei ein wichtiges Element für den Start der Serienfertigung elektrischer Lkw 2021, sagte Gesa Reimelt, Leiterin der E-Mobility Group von Daimlers Lkw-Tochter.

Auch Batterien aus Bitterfeld-Wolfen

Mit Daimler hat der US-chinesische Batteriehersteller Farasis einen ersten Großkunden für sein Werk in Bitterfeld-Wolfen. Der Standort soll klimaneutrale Zellen für die nächste Elektroauto-Generation EQ von Mercedes-Benz liefern. Der Großauftrag solle nach dem Start der Produktion im neuen Werk erfüllt werden, sagte der Europa-Chef des Unternehmens Farasis, Sebastian Wolf, der Deutschen Presse-Agentur. Geplant sei, dass die Fabrik ab 2022 in die serienmäßige Fertigung gehe.

Wie viele Batteriezellen Daimler aus Sachsen-Anhalt geordert hat, wollte Wolf unter Verweis auf Verschwiegenheitsklauseln nicht sagen. Das Interesse an den Batteriezellen aus dem künftigen deutschen Farasis-Werk sei sehr groß. Es gebe viele Anfragen und mehrere Verhandlungspartner.

Zum Start der Produktion will das Unternehmen in Bitterfeld-Wolfen Batterien mit einer Kapazität von sechs bis zehn Gigawatt bauen. Laut Wolf können Autohersteller damit je nach benötigter Leistung 60.000 bis 80.000 E-Autos ausstatten.

Doch zunächst muss das Werk auf dem Gelände des früheren „Solar Valley“ überhaupt gebaut werden. Der Bauantrag sei gestellt, sagte Wolf. Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten auf dem 30 Hektar großen Gelände beginnen, zwei Jahre später soll die Fabrik arbeiten.

Farasis investiert für sein Werk im „Solar Valley“ nach eigenen Angaben rund 600 Millionen Euro und will 600 Jobs schaffen. Der Standort soll neuer Europa-Sitz des Konzerns werden. Farasis wurde 2002 im US-amerikanischen Kalifornien gegründet und sitzt inzwischen im chinesischen Ganzhou. Die Fabrik ist laut Wirtschaftsministerium die größte Investition in Sachsen-Anhalt seit 15 Jahren.

Mehr: Nach zwei Gewinnwarnungen laufen die Geschäfte von Daimler allmählich wieder besser. Aber auch die Liste an nötigen Sparmaßnahmen wächst.

Kommentare (1)

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Herr Peter Michael

18.09.2019, 12:45 Uhr

Klug von Daimler Benz - besser als selbst zu entwickeln und zu bauen.

Ob bei LKW sich die Batteriemodelle durchsetzen ist eine andere Frage.
Brennstoffzellen- und Gasantriebe sind meiner Meinung nach effektiver.
Aber dies zu entscheiden hat Daimler Benz sicherlich exzellente Fachleute.

Allen einen schönen Tag wünscht Peter Michael

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