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10.01.2019

17:27

Autobauer

Kooperation von Volkswagen und Ford soll langsam starten

Von: Stefan Menzel

In der kommenden Woche dürften die Autobauer in Detroit ihre Allianz präsentieren. Die fällt zum Start allerdings eher klein aus.

Zunächst soll es nur eine sogenannte Rahmenvereinbarung geben, mit der beide Seiten ihre grundsätzliche Kooperationsbereitschaft bekunden. dpa

Ford-Produktion in Köln

Zunächst soll es nur eine sogenannte Rahmenvereinbarung geben, mit der beide Seiten ihre grundsätzliche Kooperationsbereitschaft bekunden.

Düsseldorf In der kommenden Woche soll es endlich so weit sein: Dann wollen Volkswagen und Ford ihre Kooperation verkünden, über die beide Seiten seit Mitte vergangenen Jahres verhandelt haben. Wie dazu aus Unternehmenskreisen verlautet, soll der Start der Zusammenarbeit beider Konzerne auf der Detroit Motor Show verkündet werden. Die Unternehmen wollten sich auf Anfrage nicht dazu äußern.

Am Freitag kommt zuvor der Aufsichtsrat von Volkswagen zusammen. Das oberste Kontrollgremium des Wolfsburger Autokonzerns wird sich von Vorstandschef Herbert Diess über den jüngsten Stand der Verhandlungen mit Ford informieren lassen. In Unternehmenskreisen gibt es keine Zweifel daran, dass der Aufsichtsrat die Freigabe für die Kooperation erteilt. So kurz vor der Bekanntgabe dürfe das Projekt nicht mehr gefährdet werden, hieß es.

Allerdings wird die Kooperation zum Start vergleichsweise klein ausfallen. Wie dazu aus Wolfsburg zu vernehmen ist, soll es zunächst nur eine sogenannte Rahmenvereinbarung geben, mit der beide Seiten ihre grundsätzliche Kooperationsbereitschaft bekunden.

Die Idee zur Zusammenarbeit war anfänglich von den Transportersparten beider Unternehmen geboren und im Verlauf der Gespräche auch auf andere Unternehmensbereiche ausgeweitet worden. Deshalb sind Volkswagen und Ford mit ihren Kooperationsvorhaben bei leichten Nutzfahrzeugen auch am weitesten vorangekommen.

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    In der kommenden Woche soll voraussichtlich das erste VW-Ford-Projekt verkündet werden: die gemeinsame Produktion von Pick-ups. Bei Volkswagen ist das Angebot in dieser Fahrzeugsparte extrem mager: Es gibt nur den nicht sonderlich erfolgreichen Amarok, der von der Transportersparte im Werk Hannover bislang produziert wird.

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    Volkswagen will die Pick-up-Fertigung in Deutschland komplett aufgeben und diese Autos künftig voraussichtlich von Ford produzieren lassen. Pick-ups gehören zu den wichtigsten Produktklassen des amerikanischen Autokonzerns. Ford ist damit auf seinem Heimatmarkt extrem erfolgreich.

    Noch keine Einigung zwischen Ford und Volkswagen gibt es bei der Kooperation in Bezug auf das autonome Fahren. Der deutsche Konzern will sich an der Ford-Tochter Argo beteiligen. Ford hat in diesem Unternehmen seine Aktivitäten im Bereich des autonomen Fahrens gebündelt.

    Schon vor dem Jahreswechsel hatte es geheißen, dass Ford für die Argo-Beteiligung ein finanzielles Engagement der Deutschen verlange. Volkswagen wolle Ford jedoch stattdessen die Nutzung der neuen Elektroplattform MEB für batteriebetriebene Fahrzeuge überlassen. Auf dieser Plattform entsteht die sogenannte I. D.-Familie, mit der VW den Massenmarkt bedienen will.

    Jetzt heißt es in Unternehmenskreisen, dass mit einer Einigung über die weiter gehenden Bereiche außerhalb der Nutzfahrzeugsparte erst im weiteren Verlauf des Jahres zu rechnen sei. VW-Chef Diess und sein Ford-Gegenüber Jim Hackett haben deshalb auch ihren gemeinsamen Auftritt auf der Detroit Motor Show abgesagt. „Das lohnt sich erst, wenn es wirklich etwas Großes zu verkünden gibt“, hieß es dazu in den Kreisen.

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