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04.08.2022

09:26

Autoindustrie

Zulieferer Schaeffler verbucht starken Gewinneinbruch

Sowohl der Lockdown in China als auch höhere Kosten bereiten dem Autozulieferer Probleme. Sein Gewinn ging im Vergleich zum Vorjahr fast um die Hälfte zurück.

Da stark gestiegene Rohstoffpreise nur teilweise aufgefangen werden konnten, bricht der Umsatz des Autozulieferers stark ein. Die Jahresprognose wird aber beibehalten. dpa

Zulieferer Schaeffler

Da stark gestiegene Rohstoffpreise nur teilweise aufgefangen werden konnten, bricht der Umsatz des Autozulieferers stark ein. Die Jahresprognose wird aber beibehalten.

Herzogenrausch Der Industrie- und Autozulieferer Schaeffler bekommt die steigenden Einkaufspreise zu spüren. Der Betriebsgewinn (Ebit) ging in der ersten Jahreshälfte auf 458 Millionen Euro von 702 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Gewinnmarge verschlechterte sich auf 6,1 von 10 Prozent im Vorjahr. Das sei maßgeblich auf stark gestiegene Beschaffungskosten zurückzuführen, die nur teilweise durch höhere Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben werden konnten, hieß es zur Begründung. Zudem wirkten sich die pandemiebedingten Umsatzrückgänge in China negativ auf die Marge aus. An der Börse kamen die Zahlen nicht gut an: Die Aktie verlor 3,3 Prozent.

Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld sagte der Nachrichtenagentur Reuters, einen Teil der höheren Kosten könne sein Unternehmen an die Kunden weitergeben, „das wird uns im zweiten Halbjahr auch nochmal helfen. Hier haben wir etwas Rückenwind.“ Zugleich sei bei einigen Rohstoffen etwas Entspannung zu spüren, so gingen die Stahlpreise zurück.

Dennoch bleibe er vorsichtig: „Die Knoten, die existieren, lösen sich nur langsam, und man muss aufpassen, dass sie sich nicht wieder zuziehen.“ Eine Aussage zum kommenden Jahr könne man derzeit noch nicht treffen, dafür müssen man noch zwei oder drei Monate warten. „Ich bin bei allem, was ich sehe, für 2023 weiter vorsichtig“, sagte Rosenfeld. „Wir werden weiter auf Sicht fahren.“

Beim Umsatz machten sich die Preiserhöhungen bemerkbar, die Erlöse stiegen auf 7,5 Milliarden Euro nach sieben Milliarden im Vorjahr. Während der Umsatz in der Autosparte um ein Prozent schrumpfte, legte das Geschäft mit Ersatzteilen um 3,2 Prozent zu, die Industriesparte schaffte sogar ein Plus von 13,6 Prozent. Schaeffler hatte zuletzt die Sparte mit dem Kauf des Antriebsspezialisten Ewellix ausgebaut.

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