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15.09.2019

12:51

Automobilhersteller

KBA droht Audi Zwangsgelder an

Audi hat nach Ansicht des KBA die Betrugssoftware noch nicht aus allen Autos entfernt. Daher drohen dem Autohersteller nun Zwangsgelder in Höhe von 25.000 Euro – pro Fall.

Im Extremfall kann das Kraftfahrtbundesamt die betroffenen Autos sogar stilllegen. dpa

Audi

Im Extremfall kann das Kraftfahrtbundesamt die betroffenen Autos sogar stilllegen.

Frankfurt Das Kraftfahrtbundesamt hat der in den Dieselskandal verstrickten Konzerntochter Audi laut „Bild am Sonntag“ ein Zwangsgeld angedroht, weil Audi immer noch nicht aus allen Modellen die Abgas-Betrugssoftware entfernt habe. Lasse Audi eine Frist bis zum 26. September verstreichen, verlange das Amt ein Zwangsgeld in Höhe von 25.000 Euro – pro Fall.

Die Freigabe für ein Software-Update fehle für einzelne V6- und V8-Modelle mit der Abgasnorm Euro 6, so das Blatt. Beim KBA war zunächst kein Stellungnahme zu erhalten.

Im Extremfall könne die Behörde sogar die betroffenen Autos stilllegen. Audi erklärte, man arbeite intensiv mit den Behörden zusammen und sehe keinen Grund für einen Entzug der Typgenehmigung. Der Autobauer wird nach eigener Aussage die gesetzten Fristen einhalten.

Für die letzten acht Prozent der betroffenen Audi-Fahrzeuge in Deutschland rücke die Freigabe der technischen Abhilfe in greifbare Nähe, teilte das Unternehmen an diesem Sonntag auf Anfrage mit. „Wir werden noch im September und damit innerhalb der vom Kraftfahrt-Bundesamt gesetzten Frist die Unterlagen für weitere 8200 Fahrzeuge komplett haben.“

Offen sind nach Angaben von Audi Lösungen für noch 12.400 Autos. Für die verbleibenden Fahrzeuge sei ebenfalls ein Software-Update erarbeitet worden, erforderliche Emissionsmessungen seien erbracht. „Somit sehen wir keinen Grund für einen Entzug der Typgenehmigung. Die Lösung steht unmittelbar bevor, wir halten die Frist ein.“

Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte Ende 2017 in mehreren Bescheiden angeordnet, dass Audi Softwaretricks aus seinen Dieselmodellen entfernen müsse, mit denen die Fahrzeuge offiziell sauber fuhren, aber auf der Straße die Abgas-Grenzwerte deutlich überschritten. Die Behörde hatte daher den Rückruf Tausender Fahrzeuge angeordnet und Fristen zu Software-Updates für die Umrüstung vorgeschrieben.

Das KBA hatte Audi nach Unternehmensangaben aufgefordert, bis 26. September die letzten nötigen Unterlagen im Zusammenhang mit drei von acht Rückrufbescheiden einzureichen. Die drei Bescheide aus dem Jahr 2017 hätten rund 20.000 der insgesamt 151.000 Fahrzeuge in Deutschland betroffen, für die Audi Rückrufe erhalten habe.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Stefan Bauer

16.09.2019, 11:03 Uhr

Die dem Hersteller durch das KBA in den verbindlichen Rückrufen gesetzte Frist zur Einreichung der fehlenden Software lief Ende 2017 aus - jetzt, 20 Monate nach Fristüberschreitung macht das KBA aber ganz bös Ernst... - im Ernst ? - wenn einfache Bürger oder kleine Firmen einen Bescheid einer staatlichen Behörde mit Fristsetzung über lange Zeit schlicht ignorieren, werden diese bestraft - hier geht die Posse einfach in die nächste Runde.

Wo bleiben die Feststellungen zu den EURO-5-Dieseln EA 897 von Volkswagen ?
Es gibt bis heute keine einzige ! aber die Hersteller tun ja bekanntlich alles... und die Behörde der bayerischen Verkehrsminister prüft ganz feste und bis heute noch immer ohne Ergebnis - ist ja auch erst satte vier Jahre alt, dieser kleine DieselFauxpas...

Die vollmundigen Ankündigungen aus Politik und Industrie aus dem nationalen Forum Diesel sind seit mehr als 9 Monaten überfällig - selbst gesetzte Fristen werden von den Spielern einfach ignoriert. und das beste ist: niemand regt sich darüber auf.

komisch ist: mit den Behörden in den USA wurden solche Mätzchen nicht gemacht,
ein Schelm wer Böses dabei denkt - aber sich dann wundern, wenn man als Autoindustrie derzeit keinen guten Ruf hat.

Betrug ist Nichts anderes als Betrug und sollte auch als solcher geahndet werden!

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