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23.08.2022

09:44

Autozulieferer

Continental will sich als Software-Lieferant profilieren

Der Automobilzulieferer arbeitet seit längerem auch bei Software mit anderen Autobauern zusammen. Punkten will er gleich in mehreren Bereichen.

Experten hatten den Dax-Konzern zuletzt als Verlierer auf diesem stark wachsenden Markt gesehen. dpa

Continental Zentrale in Hannover

Experten hatten den Dax-Konzern zuletzt als Verlierer auf diesem stark wachsenden Markt gesehen.

Hannover Der Autozulieferer Continental sieht auch nach der Software-Allianz von Volkswagen mit Bosch für sich gute Geschäftschancen beim automatisierten Fahren. „Es gibt große Möglichkeiten, um uns in diesem Geschäft zu entwickeln. Für mich ist dieses Geschäft noch sehr offen“, sagte Gilles Mabire, Technik-Chef der Sparte Automotive, in Hannover. Sein Ziel sei, dass Continental in drei bis fünf Jahren als progressivster Zulieferer wahrgenommen werde, der die Transformation zu Software-basierten Fahrzeugen geschafft habe.

Experten hatten den Dax-Konzern aus Hannover nach der von seinem Großkunden aus Wolfsburg mit dem weltgrößten Zulieferer Bosch angekündigten Software-Partnerschaft als Verlierer auf diesem stark wachsenden Markt gesehen. Alle großen Autobauer haben Bündnisse geschmiedet, um die Entwicklung des automatisierten Fahrens zu beschleunigen.

Mabire, der seit Jahresanfang die weltweite Forschung und Entwicklung im Bereich Automotive leitet, sieht ein Problem in der öffentlichen Darstellung als Grund, warum Continental noch als herkömmlicher Autozulieferer und nicht als Software-Lieferant gesehen wird. „Wir haben vielleicht ein Defizit, was Kommunikation betrifft.“ Continental arbeite seit langem auch bei Software mit anderen Autobauern zusammen. Der Konzern sehe sich als Partner seiner Kunden bei der Software-Enwicklung. Die Niedersachsen haben sich mit dem Internet-Riesen Amazon Web Services in der Cloud-Technolgie zusammengetan, um die Entwicklung voranzutreiben.

Punkten will Conti in Bereichen, in denen Funktionen im Auto nicht direkt mit einem Hersteller verbunden werden, also dem Markenimage eines Autobauers. Als Beispiel verweist der Konzern auf den von VW jüngst auf dem Markt gebrachten ID.Buzz. Für den Elektro-Bulli steuert Conti von der Software und zentralen Rechnerarchitekturen über die Bremsen bis hin zum aufwändigen Thermomanagement zum Kühlen der Batterien wichtige Technologie bei. Den selbst entwickelten Hochleistungsrechner habe man mit Volkswagen in Serie gebracht. Als weitere Eigenentwicklung präsentierte Conti das Shy-Tech Display, das sich über das gesamte Cockpit eines Fahrzeugs erstreckt und bei dem Anzeige- und Bedienflächen nur bei Relevanz für den Fahrer erscheinen.

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