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27.04.2017

13:59 Uhr

Autozulieferer Grammer

Abwehr gegen Hastor-Familie steht

Ningbo Jifeng hat die Wandelanleihe in Grammer-Aktien umgetauscht und hält nun neun Prozent der Anteile. Dies soll Angriffe der Unternehmensfamilie Hastor auf den bayerischen Automobilzulieferer abwehren.

Mitarbeiter arbeiten in der Produktion beim Autozulieferer Grammer an Fahrersitzen. Grammer produziert ebenfalls Armlehnen, Kopfstützen oder Mittelkonsolen. dpa

Grammer AG

Mitarbeiter arbeiten in der Produktion beim Autozulieferer Grammer an Fahrersitzen. Grammer produziert ebenfalls Armlehnen, Kopfstützen oder Mittelkonsolen.

FrankfurtDer bayerische Autozulieferer Grammer kann auf der Hauptversammlung auf die Stimmen des chinesischen Konkurrenten Ningbo Jifeng zählen. Jifeng habe die im Februar für 60 Millionen Euro gezeichnete Wandelanleihe in Grammer-Aktien umgetauscht und halte damit nun knapp neun Prozent, teilte das Unternehmen aus Amberg am Donnerstag mit. Der oberpfälzische Hersteller von Armlehnen, Kopfstützen oder Mittelkonsolen hofft auf die Chinesen, um den Angriff der Unternehmerfamilie Hastor abzuwehren, die hinter dem Autozulieferer Prevent steht und mehr als 20 Prozent an Grammer hält. Mit der Kapitalerhöhung zugunsten von Jifeng verwässert sich ihr Anteil.

Die aus Bosnien stammenden Hastors hatten deshalb versucht, den Einstieg des „weißen Ritters“ aus China auf juristischem Wege zu verhindern. Sie wollen Grammer-Chef Hartmut Müller stürzen und fünf Aufsichtsräte durch eigene Leute ersetzen. Mit den Stimmen von Jifeng sinken aber die Chancen der Familie, ihre Vorstellungen auf der Hauptversammlung durchzusetzen. Prevent war 2016 durch einen öffentlichen Streit mit Volkswagen bekannt geworden. Die Auseinandersetzung hatte zeitweise die Produktion des Autobauers in Wolfsburg lahmgelegt.

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rtr

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