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06.08.2019

12:29

Autozulieferer

So will Schaeffler Kurzarbeit vermeiden

Schaeffler will mit einem Maßnahmenpaket Kurzarbeit und Entlassungen vermeiden. Vorstandschef Klaus Rosenfeld möchte auf „aggressive Maßnahmen“ verzichten.

„Aggressive Maßnahmen“ soll es bei dem Zulieferer vorerst nicht geben. dpa

Schaeffler

„Aggressive Maßnahmen“ soll es bei dem Zulieferer vorerst nicht geben.

München Der von der Autokrise gebeutelte Zulieferer Schaeffler will mit punktuellen Werksferien Kurzarbeit und Entlassungen vermeiden. „Man beginnt mit einigen Schließtagen“, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld am Dienstag in einer Telefonkonferenz zur Erläuterung der Quartalsbilanz. Im Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern würden auf diese Weise Werk für Werk Überstunden und Urlaubstage abgebaut. Dies habe Vorrang vor „aggressiveren Maßnahmen wie Kurzarbeit“, sagte Rosenfeld.

Schaeffler hatte im März den Abbau von europaweit rund 900 der 55.000 Arbeitsplätze angekündigt. Ende Juli senkte der Auto- und Industriezulieferer nach einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal seine Finanzziele für das laufende Jahr. Grund dafür sei der Rückgang der weltweiten Automobilproduktion. Mit dem detaillierten Quartalsbericht bestätigte Rosenfeld am Dienstag die bereits vorläufig veröffentlichten Zahlen: „Die Entwicklung im Juli unterstützt, was wir versprochen haben.“

Statt einer operativen Umsatzrendite von acht bis neun Prozent vor Sondereffekten erwartet der Konzern im Gesamtjahr nur noch sieben bis acht Prozent. Der Umsatz werde währungsbereinigt bestenfalls um ein Prozent wachsen. Im zweiten Quartal brach der operative Gewinn um 30 Prozent auf 284 Millionen Euro ein. Der Umsatz schrumpfte um ein Prozent auf 3,6 Milliarden Euro.

Mehr: Derzeit geht es allen deutschen Auto-Zulieferern schlecht. Auch Schaeffler ist betroffen. Das ist eine Folge der globalen Auto-Krise.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Artis Folium

06.08.2019, 19:23 Uhr

Nach der letzten Finanzkrise 2008 und der missglückten Continental-Übernahme durch Schaeffler wurde zunächst auch der Abbau von Überstunden und Ausweitung der Kurzarbeit verordnet. Danach folgen perfide und drastische Gehaltskürzungen. Die Verursacher der Krise und des damaligen Deals waren andere und nicht die gefeuerten Mitarbeiter. Herr Rosenfeld war übrigens auch schon da.

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