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26.07.2022

16:07

Biotechunternehmen

Biontech reicht im Patentstreit mit Curevac Gegenklage in den USA ein

Curevac sieht durch den Corona-Impfstoff Comirnaty seine Patente verletzt und hatte Anfang des Monats Klage eingereicht. Biontech und sein Partner Pfizer wehren sich jetzt.

Biontech und Pfizer wollten ein Urteil erwirken, dass drei der US-Patente von Curevac nicht durch ihren Covid-19-Impfstoff verletzt werden. dpa

Impfstoff von Biontech

Biontech und Pfizer wollten ein Urteil erwirken, dass drei der US-Patente von Curevac nicht durch ihren Covid-19-Impfstoff verletzt werden.

Frankfurt Das Biotechunternehmen Biontech geht gegen die Patent-Vorwürfe seines Konkurrenten CureVac vor. Zusammen mit seinem US-Partner Pfizer habe Biontech eine Feststellungsklage beim Bundesbezirksgericht im US-Bundesstaat Massachusetts eingereicht, teilte die Mainzer Gesellschaft am Dienstag mit. Die beiden Unternehmen wollten damit ein Urteil erwirken, dass drei der US-Patente von Curevac nicht durch ihren Covid-19-Impfstoff Comirnaty verletzt werden. „Der Covid-19 Impfstoff basiert auf Biontechs mRNA-Technologie und wurde von Biontech und Pfizer gemeinsam entwickelt.“

Der Mainzer Impfstoffhersteller hatte bereits angekündigt, nach der Klage von Curevac alle rechtlichen Optionen zu prüfen. Das Tübinger Biotechunternehmen hatte Anfang des Monats mitgeteilt, seine Patente durch den milliardenfach verkauften Impfstoff von Biontech verletzt zu sehen und deshalb Klage gegen Biontech und zwei Tochtergesellschaften des Unternehmens beim Landgericht Düsseldorf eingereicht zu haben. Curevac forderte „eine faire Entschädigung“ für die Verletzung einer Reihe seiner geistigen Eigentumsrechte, die bei der Herstellung und dem Verkauf von Comirnaty von Biontech und Pfizer verwendet worden seien. Biontech hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Curevac erklärte nun nur, dass die Klageschrift dem Unternehmen noch nicht formell zugestellt worden sei. „Wir werden die Angelegenheit eingehend juristisch prüfen und unsere Position entsprechend vertreten.“ Curevac hatte argumentiert, Biontech habe bei seinem Impfstoff von der Pionierarbeit der Tübinger profitiert. „Viele Jahre unserer Forschung haben auch zum Erfolg der mRNA-Impfstoffe beigetragen und diese ermöglicht“, hatte Vorstandschef Franz-Werner Haas gesagt. Daran will das Unternehmen nun auch teilhaben. Bei seinem eigenen ersten Covid-Impfstoff musste Curevac allerdings im vergangenen Jahr mangels Wirksamkeit den Stecker ziehen.

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