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25.09.2017

13:39 Uhr

Bombardier Transportation

Sparprogramm ohne Kündigungen

Bombardier will die geplanten Stellenstreichungen ohne betriebsbedingte Kündigungen über die Bühne bringen – garantiert. In Deutschland sollen über 2000 Arbeitsplätze des Zugbauers abgebaut werden.

Das Werk im brandenburgischen Hennigsdorf ist von den Stellenstreichungen mit am stärksten betroffen. dpa

Bombardier Transportation

Das Werk im brandenburgischen Hennigsdorf ist von den Stellenstreichungen mit am stärksten betroffen.

BerlinDie Stellenstreichungen beim Zugbauer Bombardier Transportation sollen wie geplant ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen. Diese würden bis Ende 2019 ausgeschlossen, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einer Betriebsvereinbarung festgelegt haben. Nun beginnen die Verhandlungen über einen Sozialplan und die Konditionen für freiwillige Vertragsauflösungen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Bombardier will bundesweit in den nächsten drei Jahren bis zu 2200 seiner 8500 Arbeitsplätze abbauen, um in Deutschland wieder profitabel zu werden. „Mit dem Interessenausgleich ist nun der Weg frei, die Maßnahmen für eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit von Bombardier in Deutschland zügig umzusetzen“, sagte der Deutschland-Chef des Unternehmens, Michael Fohrer.

Am stärksten betroffen sind nach einem Aufsichtsratsbeschluss vom Juni die größten Standorte Hennigsdorf bei Berlin sowie Görlitz in Sachsen. Der Beschluss des Kontrollgremiums führte nun zu der Betriebsvereinbarung. „Der Weg der Veränderung des Unternehmens in Richtung sozialer Absicherung und Zukunftsorientierung wird damit präzise beschrieben“, meinte die IG Metall zu der Einigung.

Sie umfasst nach Gewerkschaftsangaben auch die künftigen Aufgaben der deutschen Standorte, Investitionszusagen sowie bessere Mitbestimmungs- und Kontrollmöglichkeiten für den Betriebsrat. „Die Frage von tariflichen Zugeständnissen spielte im Rahmen der Verhandlungen keine Rolle mehr.“ Die Gewerkschaft hatte im Zuge der Verhandlungen kritisiert, dass das Management auch über Arbeitszeit sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld verhandeln wollte.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr J.-Fr. Pella

26.09.2017, 10:23 Uhr

Über solche Sprüche von Bombardier kann man nur schmerzlich das Gesicht verziehen. Fragen Sie mal die ehemaligen Tausenden Mitarbeiter der nachfolgenden Firmen:
Waggonbau Dessau
Waggonbau Halle-Ammendorf
Waggonbau Bautzen
Waggonbau Görlitz
Waggonbau Berlin
Waggonbau Siegen
usw.
Immer öfter stelle ich die Frage: Recherchieren eigentlich noch die Redakteure, überprüfen sie den Wahrheitsgehalt von Firmenaussagen oder wird nur noch
abgeschrieben und abgekupfert????

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