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25.02.2014

08:44 Uhr

Chemiekonzern

BASF dank Öl und Gas in der Erfolgsspur

BASF gibt Gas: Der deutsche Chemiekonzern kann im letzten Quartal des vergangenen Jahres ordentlich zulegen. Rückenwind für das neue Jahr erwartet Konzernchef Bock hingegen nicht.

Chemiekonzern

Der Sparkurs lohnt: BASF legt Rekordergebnis vor

Chemiekonzern : Der Sparkurs lohnt: BASF legt Rekordergebnis vor

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LudwigshafenStarke Geschäfte mit der Autoindustrie und mit Pflanzenschutzmitteln haben dem weltgrößten Chemiekonzern BASF 2013 zu Rekordergebnissen verholfen. Die Ludwigshafener steigerten ihren Umsatz um drei Prozent auf einen neuen Spitzenwert von 74 Milliarden Euro. Dazu trugen auch die Zukäufe des norwegischen Fischölspezialisten Pronova und des US-Agrochemieunternehmens Becker-Underwood bei. Der Konzernüberschuss wuchs um ein halbes Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Im Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln konnten die Pfälzer Preise erhöhen und profitierten von einer kräftigen Nachfrage. Die Kunden aus der Autoindustrie bestellten zudem mehr Plastik, Lacke und Katalysatoren.

Dagegen litt BASF unter Währungsabwertungen in Schwellenländern und in Japan. Dennoch baute der Konzern seinen bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) um acht Prozent auf einen neuen Rekordwert von 7,2 Milliarden Euro aus. Den Aktionären versprach Konzernchef Kurt Bock eine um zehn Cent auf 2,70 Euro erhöhte Dividende.

Zum neuen Jahr äußerte sich Bock vorsichtig optimistisch – mit starkem Rückenwind der Konjunktur sei allerdings nicht zu rechnen. „Insgesamt erwarten wir, dass wir uns in einem weiterhin herausfordernden Umfeld gut behaupten werden“, erklärte Bock. Der Konzernumsatz werde 2014 aufgrund der für Mitte des Jahres vorgesehenen Abspaltung des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts leicht sinken. Der bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) soll 2014 aber leicht klettern. Den Aktionären stellte der BASF-Chef in Aussicht, der Konzern werde auch 2014 wieder eine hohe Prämie auf die Kapitalkosten verdienen. An dieses Kriterium knüpft der Konzern die Zahlung einer mindestens stabilen Dividende.

Die größten Chemiekonzerne der Welt

Platz 10

Covestro (Deutschland)
Der Werkstoffhersteller aus Leverkusen verweist den letztjährigen Zehntplatzierten, das US-Unternehmen PPG Industries, in seine Schranken und gehört nun mit einem Verdienst in Höhe von 16,94 Milliarden US-Dollar selbst zu den zehn umsatzstärksten Chemieunternehmen der Welt. Covestro firmierte bis 2015 als Bayer Material Science, spaltete sich dann aber vom Chemiekonzern ab – mit Erfolg.

Quelle: Unternehmensangaben, Statista 2018 / Gesamtjahr 2017, jeweils letzte verfügbare Angaben

Platz 9

Akzo Nobel (Niederlande)

In der Branche der Farben und Lacke hat der Hersteller mit Sitz in Amsterdam eine marktführende Position inne. Unter allen Chemieunternehmen kann sich Akzo Nobel mit einem Umsatz von 17,46 Milliarden US-Dollar immerhin auf dem neunten Rang positionieren.

Platz 8

Linde (Deutschland)
Der deutsche Technologiekonzern mit dem Kerngeschäft um Gase und Prozess-Anlagen hat im letzten Jahr 20,5 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und erreicht so den achten Platz im Unternehmensranking.

Platz 7

Henkel (Deutschland)
Der Düsseldorfer Konzern gliedert sich in drei Unternehmensbereiche: Wasch-/Reinigungsmittel, Schönheitspflege und Klebstoffe. 2017 fuhr das Unternehmen einen Jahresumsatz von 23,99 Milliarden US-Dollar ein. Damit konnte Henkel seinen Verdienst zwar im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Fünftel steigern, wird im Ranking aber dennoch von einer anderen Firma überholt.

Platz 6

Air Liquide (Frankreich)
Nach einem Umsatzplus von mehr als einem Viertel ist das führende, französische Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz der neue Sechstplatzierte. 24,38 Milliarden US-Dollar konnten 2017 eingenommen werden. Mit Linde und Praxair zählt Air Liquide zu den drei größten Industriegaseherstellern der Welt.

Platz 5

Lyondell Basell (USA)
Im Mittelfeld des Rankings und mit 34,48 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet Lyondell Basell. Der weltweit größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren betreibt zudem Erdölraffinerien und produziert Treibstoffzusätze wie MTBE.

Platz 4

Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien)
Unverändert auf dem vierten Platz befindet sich der saudi-arabische Chemie- und Metall-Konzern Saudi Basic Industries. Mit 35,41 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz reicht es für den Hersteller von Methanol, Ethanol und Düngemittel weiter nicht für den Sprung unter die Top 3 – gerade in Anbetracht des gesunkenen Verdienstes (minus 11,55 Prozent) rückt das Podium nun auch in weitere Ferne.

Platz 3

Bayer (Deutschland)
Der deutsche Konzern muss seinen zweiten Platz an zwei fusionierte Konkurrenten abtreten. Auch der Umsatz geht auf 41,95 Milliarden US-Dollar zurück (minus 17,28 Prozent). Das Unternehmen mit Schwerpunkt auf der chemischen und pharmazeutischen Industrie plant allerdings weiter selbst eine Megafusion mit Monsanto. Damit möchte das Unternehmen seine Agrarchemie-Sparte um genverändertes Saatgut erweitern. Um diese umstrittene Fusion unter Dach und Fach zu bringen, sind Bayer und Monsanto bereit, milliardenschwere Firmenteile zu verkaufen.

Platz 2

Dow Dupont (USA)
Zum 1. September des vergangenen Jahres wurde die Fusion der beiden US-Unternehmen Dupont und Dow Chemical vollzogen. Das neugeschaffene Unternehmen sichert sich mit einem gemeinsamen Umsatz in Höhe von 62,48 Milliarden US-Dollar zunächst mit weitem Abstand den zweiten Rang im Unternehmensranking. Es ist weiterhin geplant, das Gemeinschaftsunternehmen in drei börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufzuspalten.

Platz 1

BASF (Deutschland)
Unveränderter Spitzenreiter mit 77,24 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz: BASF. Der nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größte Konzern, mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein, wird sich angesichts der Megafusionen in der Branche künftig neu positionieren müssen. Dabei würde aber, laut Unternehmensführung, mehr Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Geschäftsfelder als an Größe an sich gelegt werden.

Im Schlussquartal des vergangenen Jahres profitierte BASF vor allem von guten Öl- und Gasgeschäften – auch die Renditen im Petrochemikalien-Geschäft zogen an. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) schnellte im vierten Quartal um 18 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro nach oben und übertraf damit die Schätzungen der Analysten. In den USA hatten die Rivalen Dow Chemical und DuPont ebenfalls besser abgeschnitten als von Experten vorhergesagt.

In den nächsten Wochen stehen weitere Bilanzen aus Chemiebranche an. Der Chemie-Rivale Bayer will bereits an diesem Freitag seine Geschäftszahlen vorlegen. Der Essener Spezialchemie-Konzern Evonik will am 7. März über die Entwicklung im vergangenen Jahr berichten.

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