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25.04.2014

14:41 Uhr

Chemiekonzern

BASF treibt Spartenumbau voran

Mit dem Abbau von 260 Stellen weltweit treibt der Chemiekonzern BASF seinen Spartenumbau weiter voran. Der Standort Brattvag in Norwegen soll verkauft werden. So will sich der Konzern besser dem Markt anpassen.

Ein Regenwassertank von BASF in Port Arthur: Mit dem Stellenabbau und dem Standort-Verkauf setzt BASF die Sanierungsschritte im Konzernbereich Performance Products fort, obs

Ein Regenwassertank von BASF in Port Arthur: Mit dem Stellenabbau und dem Standort-Verkauf setzt BASF die Sanierungsschritte im Konzernbereich Performance Products fort,

FrankfurtDer Chemieriese BASF forciert den Umbau seiner Sparte Performance Products mit dem Abbau von weiteren rund 260 Stellen weltweit. Die Jobs sollen bis Ende 2015 im Geschäft mit Substanzen für die Lebens- und Futtermittelbranche, für die Duft- und Aromenindustrie sowie für die Pharmaindustrie gestrichen werden, kündigte der weltgrößte Chemiekonzern am Freitag an. Diese Geschäfte sind bei BASF in der Teilsparte Nutrition & Health gebündelt, die zum Segment Performance Products gehört. Die Jobs sollen in der Produktion, im Marketing und in der Verwaltung abgebaut werden. Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen würden geführt. Weitere Schritte zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Sparte Performance Products würden geprüft.

„Durch diese Maßnahmen werden wir unser Geschäft besser auf die Markt- und Kundenbedürfnisse ausrichten und gleichzeitig unsere Profitabilität verbessern“, erklärte Nutrition & Health-Leiterin Saori Dubourg. Neben dem Stellenabbau plant der Konzern in Asien mit seinem malaysischen Partner Petronas eine Anlage für Citral, die 2016 an den Start gehen soll. Citral ist wegen seines Zitronenduftes Bestandteil vieler Aromen und Riechstoffe. Zudem will BASF seine Produktion im Geschäft mit Omega-3-Fettsäuren schlagkräftiger machen und plant deshalb den norwegischen Standort Brattvag zu verkaufen. Die Ludwigshafener hatte vor einigen Monaten den norwegischen Hersteller von Omega-3-Fettsäuren Pronova übernommen und damit ihr Geschäft mit Substanzen für die Gesundheits- und Ernährungsindustrie erweitert.

Die größten Chemiekonzerne der Welt

Platz 10

Covestro (Deutschland)
Der Werkstoffhersteller aus Leverkusen verweist den letztjährigen Zehntplatzierten, das US-Unternehmen PPG Industries, in seine Schranken und gehört nun mit einem Verdienst in Höhe von 16,94 Milliarden US-Dollar selbst zu den zehn umsatzstärksten Chemieunternehmen der Welt. Covestro firmierte bis 2015 als Bayer Material Science, spaltete sich dann aber vom Chemiekonzern ab – mit Erfolg.

Quelle: Unternehmensangaben, Statista 2018 / Gesamtjahr 2017, jeweils letzte verfügbare Angaben

Platz 9

Akzo Nobel (Niederlande)

In der Branche der Farben und Lacke hat der Hersteller mit Sitz in Amsterdam eine marktführende Position inne. Unter allen Chemieunternehmen kann sich Akzo Nobel mit einem Umsatz von 17,46 Milliarden US-Dollar immerhin auf dem neunten Rang positionieren.

Platz 8

Linde (Deutschland)
Der deutsche Technologiekonzern mit dem Kerngeschäft um Gase und Prozess-Anlagen hat im letzten Jahr 20,5 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und erreicht so den achten Platz im Unternehmensranking.

Platz 7

Henkel (Deutschland)
Der Düsseldorfer Konzern gliedert sich in drei Unternehmensbereiche: Wasch-/Reinigungsmittel, Schönheitspflege und Klebstoffe. 2017 fuhr das Unternehmen einen Jahresumsatz von 23,99 Milliarden US-Dollar ein. Damit konnte Henkel seinen Verdienst zwar im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Fünftel steigern, wird im Ranking aber dennoch von einer anderen Firma überholt.

Platz 6

Air Liquide (Frankreich)
Nach einem Umsatzplus von mehr als einem Viertel ist das führende, französische Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz der neue Sechstplatzierte. 24,38 Milliarden US-Dollar konnten 2017 eingenommen werden. Mit Linde und Praxair zählt Air Liquide zu den drei größten Industriegaseherstellern der Welt.

Platz 5

Lyondell Basell (USA)
Im Mittelfeld des Rankings und mit 34,48 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet Lyondell Basell. Der weltweit größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren betreibt zudem Erdölraffinerien und produziert Treibstoffzusätze wie MTBE.

Platz 4

Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien)
Unverändert auf dem vierten Platz befindet sich der saudi-arabische Chemie- und Metall-Konzern Saudi Basic Industries. Mit 35,41 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz reicht es für den Hersteller von Methanol, Ethanol und Düngemittel weiter nicht für den Sprung unter die Top 3 – gerade in Anbetracht des gesunkenen Verdienstes (minus 11,55 Prozent) rückt das Podium nun auch in weitere Ferne.

Platz 3

Bayer (Deutschland)
Der deutsche Konzern muss seinen zweiten Platz an zwei fusionierte Konkurrenten abtreten. Auch der Umsatz geht auf 41,95 Milliarden US-Dollar zurück (minus 17,28 Prozent). Das Unternehmen mit Schwerpunkt auf der chemischen und pharmazeutischen Industrie plant allerdings weiter selbst eine Megafusion mit Monsanto. Damit möchte das Unternehmen seine Agrarchemie-Sparte um genverändertes Saatgut erweitern. Um diese umstrittene Fusion unter Dach und Fach zu bringen, sind Bayer und Monsanto bereit, milliardenschwere Firmenteile zu verkaufen.

Platz 2

Dow Dupont (USA)
Zum 1. September des vergangenen Jahres wurde die Fusion der beiden US-Unternehmen Dupont und Dow Chemical vollzogen. Das neugeschaffene Unternehmen sichert sich mit einem gemeinsamen Umsatz in Höhe von 62,48 Milliarden US-Dollar zunächst mit weitem Abstand den zweiten Rang im Unternehmensranking. Es ist weiterhin geplant, das Gemeinschaftsunternehmen in drei börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufzuspalten.

Platz 1

BASF (Deutschland)
Unveränderter Spitzenreiter mit 77,24 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz: BASF. Der nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größte Konzern, mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein, wird sich angesichts der Megafusionen in der Branche künftig neu positionieren müssen. Dabei würde aber, laut Unternehmensführung, mehr Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Geschäftsfelder als an Größe an sich gelegt werden.

Mit dem Stellenabbau und dem Standort-Verkauf setzt BASF die Sanierungsschritte im Konzernbereich Performance Products fort, der 2013 unter fallenden Preisen und dem starken Euro gelitten hat. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) des gesamten Bereichs sank im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. BASF hatte in mehreren Schritten bereits Anlagen geschlossen, Stellen gestrichen und Geschäftsteile abgegeben. Zu dem Konzernbereich gehören eine Vielzahl unterschiedlichster Geschäfte: Substanzen für Körperpflege-Produkte und Kosmetik zählen ebenso dazu wie Kunststoff-Zusätze, Ölfeld-Chemikalien und Chemikalien für die Papierherstellung.

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rtr

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