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16.01.2014

12:57 Uhr

Chinesischer Markt

BASF plant Ausbau der Weichschaum-Produktion

Die Produktion des Weichschaum-Rohstoffs TDI soll BASF in China zu einem größeren Gewinn verhelfen. Einen genauen Zeitplan für den Ausbau gibt es noch nicht. Auch in Europa setzt der Chemieriese verstärkt auf TDI.

Das Geschäft mit Weichschaum soll in China ausgebaut werden. dapd

Das Geschäft mit Weichschaum soll in China ausgebaut werden.

FrankfurtDer Chemieriese BASF setzt auf den wachsenden asiatischen Markt und will die Produktion des Weichschaum-Rohstoffs TDI in China kräftig ausbauen. Der Konzern plane, seine TDI-Produktion in Shanghai auf eine Kapazität von 220.000 Tonnen im Jahr von derzeit 160.000 Tonnen zu erweitern, bestätigte ein BASF-Sprecher am Donnerstag einen Bericht der Internetseite „KunststoffWeb”. Die Konzerntochter Shanghai BASF Polyurethane habe bei den chinesischen Behörden einen entsprechenden Antrag auf Umweltverträglichkeitsprüfung gestellt. Einen Zeitplan für die Erweiterung sowie die Investitionssumme für das Vorhaben nannte BASF nicht.

TDI ist ein weit verbreitetes Kunststoff-Vorprodukt, das in vielen Industrien eingesetzt wird. Polyurethan-Weichschäume auf TDI-Basis kommen unter anderem in Matratzen, Polstern und Innenverkleidungen für Autos vor. BASF will bis 2020 rund 75 Prozent seiner Chemieprodukte, die in Asien verkauft werden, auch dort herstellen. Rund 25 Milliarden Euro Umsatz möchte BASF 2020 in der Region Asien-Pazifik erwirtschaften - etwa doppelt so viel wie im Jahr 2012.

Die größten Chemiekonzerne der Welt

Platz 10

Covestro (Deutschland)
Der Werkstoffhersteller aus Leverkusen verweist den letztjährigen Zehntplatzierten, das US-Unternehmen PPG Industries, in seine Schranken und gehört nun mit einem Verdienst in Höhe von 16,94 Milliarden US-Dollar selbst zu den zehn umsatzstärksten Chemieunternehmen der Welt. Covestro firmierte bis 2015 als Bayer Material Science, spaltete sich dann aber vom Chemiekonzern ab – mit Erfolg.

Quelle: Unternehmensangaben, Statista 2018 / Gesamtjahr 2017, jeweils letzte verfügbare Angaben

Platz 9

Akzo Nobel (Niederlande)

In der Branche der Farben und Lacke hat der Hersteller mit Sitz in Amsterdam eine marktführende Position inne. Unter allen Chemieunternehmen kann sich Akzo Nobel mit einem Umsatz von 17,46 Milliarden US-Dollar immerhin auf dem neunten Rang positionieren.

Platz 8

Linde (Deutschland)
Der deutsche Technologiekonzern mit dem Kerngeschäft um Gase und Prozess-Anlagen hat im letzten Jahr 20,5 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und erreicht so den achten Platz im Unternehmensranking.

Platz 7

Henkel (Deutschland)
Der Düsseldorfer Konzern gliedert sich in drei Unternehmensbereiche: Wasch-/Reinigungsmittel, Schönheitspflege und Klebstoffe. 2017 fuhr das Unternehmen einen Jahresumsatz von 23,99 Milliarden US-Dollar ein. Damit konnte Henkel seinen Verdienst zwar im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Fünftel steigern, wird im Ranking aber dennoch von einer anderen Firma überholt.

Platz 6

Air Liquide (Frankreich)
Nach einem Umsatzplus von mehr als einem Viertel ist das führende, französische Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz der neue Sechstplatzierte. 24,38 Milliarden US-Dollar konnten 2017 eingenommen werden. Mit Linde und Praxair zählt Air Liquide zu den drei größten Industriegaseherstellern der Welt.

Platz 5

Lyondell Basell (USA)
Im Mittelfeld des Rankings und mit 34,48 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet Lyondell Basell. Der weltweit größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren betreibt zudem Erdölraffinerien und produziert Treibstoffzusätze wie MTBE.

Platz 4

Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien)
Unverändert auf dem vierten Platz befindet sich der saudi-arabische Chemie- und Metall-Konzern Saudi Basic Industries. Mit 35,41 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz reicht es für den Hersteller von Methanol, Ethanol und Düngemittel weiter nicht für den Sprung unter die Top 3 – gerade in Anbetracht des gesunkenen Verdienstes (minus 11,55 Prozent) rückt das Podium nun auch in weitere Ferne.

Platz 3

Bayer (Deutschland)
Der deutsche Konzern muss seinen zweiten Platz an zwei fusionierte Konkurrenten abtreten. Auch der Umsatz geht auf 41,95 Milliarden US-Dollar zurück (minus 17,28 Prozent). Das Unternehmen mit Schwerpunkt auf der chemischen und pharmazeutischen Industrie plant allerdings weiter selbst eine Megafusion mit Monsanto. Damit möchte das Unternehmen seine Agrarchemie-Sparte um genverändertes Saatgut erweitern. Um diese umstrittene Fusion unter Dach und Fach zu bringen, sind Bayer und Monsanto bereit, milliardenschwere Firmenteile zu verkaufen.

Platz 2

Dow Dupont (USA)
Zum 1. September des vergangenen Jahres wurde die Fusion der beiden US-Unternehmen Dupont und Dow Chemical vollzogen. Das neugeschaffene Unternehmen sichert sich mit einem gemeinsamen Umsatz in Höhe von 62,48 Milliarden US-Dollar zunächst mit weitem Abstand den zweiten Rang im Unternehmensranking. Es ist weiterhin geplant, das Gemeinschaftsunternehmen in drei börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufzuspalten.

Platz 1

BASF (Deutschland)
Unveränderter Spitzenreiter mit 77,24 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz: BASF. Der nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größte Konzern, mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein, wird sich angesichts der Megafusionen in der Branche künftig neu positionieren müssen. Dabei würde aber, laut Unternehmensführung, mehr Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Geschäftsfelder als an Größe an sich gelegt werden.

Nicht nur in Asien setzt BASF auf die Nachfrage nach TDI. Im Stammwerk Ludwigshafen wird momentan eine TDI-Großanlage mit einer Jahreskapazität von 300.000 Tonnen nebst Anlagen für wichtige Vorprodukte gebaut. Eine Milliarde Euro steckt der Konzern in das Projekt. Ende dieses Jahres soll die TDI-Anlage früheren Angaben zufolge den Betrieb aufnehmen. Danach will BASF seine TDI-Produktion in Schwarzheide mit einer Jahreskapazität von 80.000 Tonnen abstellen.

Von

rtr

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