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09.05.2019

00:08

Daimler

Zetsche sieht schwere Aufgaben auf seinen Nachfolger zukommen

Der Schwede Ola Källenius übernimmt die Führung des Autobauers nach der Hauptversammlung am 22. Mai. Vor ihm lägen viele Herausforderungen, so Zetsche.

Daimler-Chef Dieter Zetsche gibt seinen Posten im Mai 2019 auf. dpa

Dieter Zetsche

Daimler-Chef Dieter Zetsche gibt seinen Posten im Mai 2019 auf.

StuttgartDer im Mai scheidende langjährige Chef des Autobauers, Dieter Zetsche, sieht schwere Aufgaben auf seinen Nachfolger Ola Källenius zukommen. Dieser müsse unter anderem die Margen bei der Tochter Mercedes-Benz aufbessern, sagte Zetsche zu Reuters. Vor dem neuen Konzernlenker lägen viele Herausforderungen. Es werde in Zukunft nicht leichter.

Die letzte Quartalsbilanz unter Zetsche war trüb ausgefallen. Der operative Gewinn schrumpfte von Januar bis März um weitere 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 2,8 Milliarden Euro.

Die schwächere Autokonjunktur weltweit, aber auch interne Probleme in der Produktion ließen den Pkw-Absatz in der Hauptsparte Mercedes-Benz absacken. Auch steigende Investitionen drückten das Ergebnis. „Das Erreichen der Ziele für 2019 ist nach dem ersten Quartal nicht einfacher geworden“, räumte Zetsche ein.

Die Schwaben kämpfen in allen Divisionen operativ mit enormen Problemen. Insbesondere die Kernsparte und einstige Ertragsperle Mercedes-Benz Cars schwächelt erheblich. Hier ist die Marge von Januar bis März von neun auf kaum mehr als sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr abgestürzt. Das Betriebsergebnis beim Geschäft mit schweren Trucks ist um zehn Prozent abgesackt. In den Sparten Vans und Busse schreibt Daimler sogar Verluste.

Nur ein Sondereffekt bewahrt Daimler vor einem noch schlechteren Ergebnis. Die Zusammenlegung der Carsharing- und Mobilitätsdienste mit dem Konkurrenten BMW brachte Daimler einen positiven Beitrag von 718 Millionen Euro ein. Ohne diesen Effekt wäre auch das Ergebnis in der Finanzsparte Financial Services rückläufig und die Marge des Gesamtkonzerns stünde lediglich bei 5,2 Prozent.

Das Unternehmen müsse besser arbeiten, die Kosten müssten sinken, mahnte nun Zetsche. „Denn angesichts der großen Veränderungen in der Automobilbranche und bei der individuellen Mobilität führt an kurzfristigen Sparmaßnahmen und langfristigen Weichenstellungen kein Weg vorbei.“

Unter dem Druck von Klimaschutz und Digitalisierung erfindet sich die gesamte Autoindustrie derzeit neu. Die damit verbundenen enormen Kosten zwingen auch Volkswagen und BMW zu Einsparungen. Daimler will einen Sparplan erst nach dem Wechsel an der Konzernspitze auflegen.

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