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01.03.2022

17:17

E-Mobilität

Opel-Mutter Stellantis will 2030 den Umsatz verdoppeln

Der europäische Autoriese will 2030 in Europa ausschließlich Elektroautos verkaufen. Mit einem höheren Anteil von Luxusmodellen soll die Rendite steigen.

Die Opel-Mutter hat ehrgeizige Ziele für den Rest des Jahrzehnts. Reuters

Stellantis-Logo

Die Opel-Mutter hat ehrgeizige Ziele für den Rest des Jahrzehnts.

Frankfurt Der Opel-Mutterkonzern Stellantis will den kostspieligen Umstieg auf Elektroautos in diesem Jahrzehnt ohne Abstriche am Gewinn schaffen. Der Jahresumsatz solle bis 2030 auf 300 Milliarden Euro verdoppelt werden bei stabiler operativer Rendite über zehn Prozent, erklärte der viertgrößte Autobauer der Welt am Dienstag.

Mit der Strategie für 2030 unter dem Motto „Vorwärts wagen“ beschleunigt Stellantis die Umstellung auf reine Elektroautos. Bis 2030 soll das Angebot in Europa vollständig auf batterieelektrische Modelle (BEV) umgestellt sein - bisher war ein Absatzanteil von mehr als 70 Prozent BEV und Plug-in-Hybriden angestrebt, die kombiniert mit Strom und Kraftstoff fahren. In den USA, wo Stellantis Wagen der Marken Chrysler oder RAM baut, liegt die Latte nur bei 50 Prozent BEV-Anteil am Absatz.

Die Politik stecke mit den Regeln zum Klimaschutz den Rahmen ab, und Stellantis befolge sie, um wettbewerbsfähig zu sein, erklärte Konzernchef Carlos Tavares. „Wir sind in einer sehr guten Position, dieses Rennen anzuführen.“ Der aus der Fusion von PSA und Fiat Chrysler hervorgegangene Konzern werde bis 2038 und damit als erster nicht nur mit seinen Produkten, sondern über die gesamte Wertschöpfung CO2-neutral sein.

„Das ist das Richtige für meine Kinder und Enkel - daher heute dieses große Versprechen an die Gesellschaft“, betonte der Portugiese. Früher hatte er den von der EU vorangetriebenen Umschwung zu E-Autos als überhastet kritisiert. Jetzt will Tavares sogar schneller sein: in der EU wird gerade über die Vorgabe diskutiert, bis 2030 den CO2-Ausstoß von Neuwagen im Schnitt um 55 Prozent gegenüber 2021 zu verringern.

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    Stellantis plant für seine 14 Marken, darunter Fiat und Peugeot, mit mehr als 75 Modellen einen Jahresabsatz von fünf Millionen reinen E-Autos bis 2030.

    Mehr Premium und Luxusmodelle

    Mit den neuen Zielen überholt die Opel-Mutter auch den größeren Volkswagen-Konzern. Die Marke Volkswagen will bis Ende des Jahrzehnts 70 Prozent der Neuwagen in Europa als reine E-Autos verkaufen, weltweit strebt der gesamte Konzern einen Absatzanteil von 50 Prozent an.

    Tavares stellte in Aussicht, trotz der noch viel höheren Kosten von E-Autos die operative Rendite über zehn Prozent zu halten und sie ab 2030 auf mehr als zwölf Prozent zu steigern. Das soll unter anderem durch den Verkauf von mehr Premium- und Luxusmodellen wie Citroen DS, Alfa Romeo oder Maserati erreicht werden.

    Volkswagen dagegen peilt mit acht bis neun Prozent eine Spanne an, wie sie für Massenhersteller üblich ist. Im vergangenen Jahr glänzte Stellantis mit 11,8 Prozent, was normalerweise nur Premiumhersteller verdienen. Die Chipkrise führte in der gesamten Autoindustrie zu Angebotsmangel, und die Hersteller verbauten die raren Halbleiter lieber in höherwertigen Modellen und erzielten höhere Preise.

    Tavares setzt zudem auf staatliche Förderung über Kaufprämien und Investitionen in Ladeinfrastruktur. Diese werde noch fünf, sechs Jahre gebraucht, mit der Zeit aber abnehmen.

    Eine Schwachstelle ist nach wie vor das China-Geschäft von Stellantis. Das wolle er reparieren, sagte Tavares. Bis 2030 soll der Umsatz auf 20 Milliarden Euro steigen, nachdem in der Region China/Indien/Asien-Pazifik zuletzt 3,9 Milliarden Euro erlöst wurden. Eine weitere Fabrik über die eine in China bestehende hinaus soll aber nicht gebaut werden. 

    Von

    rtr

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