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22.04.2019

21:07

Elektroauto

Tesla Model S geht im Parkhaus in Flammen auf – Untersuchung angekündigt

Ein Video zeigt ein brennendes Tesla Model S in Schanghai. Das Unternehmen will den Vorfall untersuchen. Die Aktie verliert bis zu vier Prozent.

Ein Tesla Model 3 soll in Schanghai in Flammen aufgegangen sein. dpa

Internationale Automesse

Ein Tesla Model 3 soll in Schanghai in Flammen aufgegangen sein.

New YorkDas Video eines brennenden Model S in Shanghai bringt den US-Elektroautobauer Tesla unter Druck. In dem Clip vom Sonntagabend, der sich rasch in chinesischen Online-Netzwerken verbreitete, ist zu sehen, wie der in einem Parkhaus abgestellte Tesla in Flammen aufgeht und ausbrennt.

Auf dem Video sieht es so aus, als sei der Tesla lediglich geparkt und nicht an einer Ladestation angeschlossen. Der Rauch steigt schließlich aus dem Unterboden empor, sodass der Verdacht naheliegt, dass sich der Akku des Fahrzeugs entzündet hat. Die Ursache des Brands ist noch nicht bekannt, verletzt wurde niemand.

Tesla kündigte über den chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo eine Untersuchung des Vorfalls an. Es sei bereits ein Team nach Shanghai entsandt worden, das mit den dortigen Behörden in Kontakt stehe. Nach bisherigem Kenntnisstand habe es keine Verletzten gegeben.

Anleger reagierten nervös und ließen Teslas Aktien am Montag US-Handel um bis zu vier Prozent fallen. Im bisherigen Jahresverlauf hat der Kurs bereits 19 Prozent eingebüßt. Der Autobauer hatte Aktionäre zuletzt mit einem Einbruch der Auslieferungszahlen beunruhigt und einen Verlust im ersten Quartal angekündigt.

Die Hintergründe der Aufnahmen in Schanghai sind zwar noch unklar, aber dass Tesla-Autos in Flammen aufgehen, kam schon häufiger vor. Bereits 2013 hatte es eine Häufung von Batteriebränden gegeben, auch danach kam es immer wieder mal zu solchen Vorfällen.

Schlechte Nachrichten für Tesla kamen auch von Analystenseite: Am Montag änderte bereits der fünfzehnte von 36 Analysten, die das Nachrichtenportal Bloomberg beobachtet, seine Bewertung von „halten“ auf „verkaufen“. Arndt Ellinghorst, Analyst von Evercore, begründete sein Urteil damit, dass bei einem auf Wachstum ausgerichteten Unternehmen das Wachstum niemals stagnieren dürfe.

Doch genau das erwartet Ellinghorst: Die Nachfrage nach Tesla-Autos werde aufgrund zunehmenden Wettbewerbs, auslaufender staatlicher Steueranreize und eines alternden Produktangebots seiner Ansicht nach unter Druck geraten.

Ellinghorst senkte sein Kursziel für die Aktie von 330 Dollar auf 240 Dollar, was einem Abschlag von zwölf Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie entspricht. Der Analyst senkte außerdem seine Schätzung hinsichtlich der Auslieferungen für 2019 von zuvor 402.000 auf 369.000 Einheiten.

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