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12.10.2015

16:48 Uhr

Erdgas

BASF pumpt Milliarden in Gazprom-Projekte

Seit 25 Jahren arbeiten BASF und der russische Gasproduzent Gazprom zusammen. In den kommenden fünf Jahren will der deutsche Chemiekonzern etwa zwei Milliarden Euro in gemeinsame Projekte investieren.

Ein Vierteljahrhundert arbeiten BASF und Gazprom nun schon bei Projekten zusammen. In St. Petersburg feierten der weltgrößte Chemiekonzern und der weltgrößte Gasproduzent das Jubiläum ihrer Zusammenarbeit. dpa

25 Jahre BASF und Gazprom

Ein Vierteljahrhundert arbeiten BASF und Gazprom nun schon bei Projekten zusammen. In St. Petersburg feierten der weltgrößte Chemiekonzern und der weltgrößte Gasproduzent das Jubiläum ihrer Zusammenarbeit.

St. PetersburgDer Chemiekonzern BASF wird in die Gemeinschaftsprojekte mit dem russischen Energieriesen Gazprom in den kommenden fünf Jahren etwa zwei Milliarden Euro investieren. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Kurt Bock am Montag in Lomonossow bei St. Petersburg. Dort feierten der weltgrößte Chemiekonzern und der weltgrößte Gasproduzent das 25-jährige Bestehen ihrer Zusammenarbeit.

Die Investitionen fließen in die jüngst mit Gazprom vereinbarten Großprojekte wie den Bau des zweiten Abschnitts der Ostseepipeline Nord Stream. BASF wird auch in die Gasförderung des Atschimow-Feldes in Westsibirien investieren, an dem das Unternehmen im Zuge eines Aktientausches mit Gazprom einen größeren Anteil übernommen hat. Auch beim bestehenden Joint Venture Achimgaz wird die Förderung ausgebaut.

Die größten Chemiekonzerne der Welt

Platz 10

Covestro (Deutschland)
Der Werkstoffhersteller aus Leverkusen verweist den letztjährigen Zehntplatzierten, das US-Unternehmen PPG Industries, in seine Schranken und gehört nun mit einem Verdienst in Höhe von 16,94 Milliarden US-Dollar selbst zu den zehn umsatzstärksten Chemieunternehmen der Welt. Covestro firmierte bis 2015 als Bayer Material Science, spaltete sich dann aber vom Chemiekonzern ab – mit Erfolg.

Quelle: Unternehmensangaben, Statista 2018 / Gesamtjahr 2017, jeweils letzte verfügbare Angaben

Platz 9

Akzo Nobel (Niederlande)

In der Branche der Farben und Lacke hat der Hersteller mit Sitz in Amsterdam eine marktführende Position inne. Unter allen Chemieunternehmen kann sich Akzo Nobel mit einem Umsatz von 17,46 Milliarden US-Dollar immerhin auf dem neunten Rang positionieren.

Platz 8

Linde (Deutschland)
Der deutsche Technologiekonzern mit dem Kerngeschäft um Gase und Prozess-Anlagen hat im letzten Jahr 20,5 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und erreicht so den achten Platz im Unternehmensranking.

Platz 7

Henkel (Deutschland)
Der Düsseldorfer Konzern gliedert sich in drei Unternehmensbereiche: Wasch-/Reinigungsmittel, Schönheitspflege und Klebstoffe. 2017 fuhr das Unternehmen einen Jahresumsatz von 23,99 Milliarden US-Dollar ein. Damit konnte Henkel seinen Verdienst zwar im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Fünftel steigern, wird im Ranking aber dennoch von einer anderen Firma überholt.

Platz 6

Air Liquide (Frankreich)
Nach einem Umsatzplus von mehr als einem Viertel ist das führende, französische Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz der neue Sechstplatzierte. 24,38 Milliarden US-Dollar konnten 2017 eingenommen werden. Mit Linde und Praxair zählt Air Liquide zu den drei größten Industriegaseherstellern der Welt.

Platz 5

Lyondell Basell (USA)
Im Mittelfeld des Rankings und mit 34,48 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet Lyondell Basell. Der weltweit größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren betreibt zudem Erdölraffinerien und produziert Treibstoffzusätze wie MTBE.

Platz 4

Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien)
Unverändert auf dem vierten Platz befindet sich der saudi-arabische Chemie- und Metall-Konzern Saudi Basic Industries. Mit 35,41 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz reicht es für den Hersteller von Methanol, Ethanol und Düngemittel weiter nicht für den Sprung unter die Top 3 – gerade in Anbetracht des gesunkenen Verdienstes (minus 11,55 Prozent) rückt das Podium nun auch in weitere Ferne.

Platz 3

Bayer (Deutschland)
Der deutsche Konzern muss seinen zweiten Platz an zwei fusionierte Konkurrenten abtreten. Auch der Umsatz geht auf 41,95 Milliarden US-Dollar zurück (minus 17,28 Prozent). Das Unternehmen mit Schwerpunkt auf der chemischen und pharmazeutischen Industrie plant allerdings weiter selbst eine Megafusion mit Monsanto. Damit möchte das Unternehmen seine Agrarchemie-Sparte um genverändertes Saatgut erweitern. Um diese umstrittene Fusion unter Dach und Fach zu bringen, sind Bayer und Monsanto bereit, milliardenschwere Firmenteile zu verkaufen.

Platz 2

Dow Dupont (USA)
Zum 1. September des vergangenen Jahres wurde die Fusion der beiden US-Unternehmen Dupont und Dow Chemical vollzogen. Das neugeschaffene Unternehmen sichert sich mit einem gemeinsamen Umsatz in Höhe von 62,48 Milliarden US-Dollar zunächst mit weitem Abstand den zweiten Rang im Unternehmensranking. Es ist weiterhin geplant, das Gemeinschaftsunternehmen in drei börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufzuspalten.

Platz 1

BASF (Deutschland)
Unveränderter Spitzenreiter mit 77,24 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz: BASF. Der nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größte Konzern, mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein, wird sich angesichts der Megafusionen in der Branche künftig neu positionieren müssen. Dabei würde aber, laut Unternehmensführung, mehr Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Geschäftsfelder als an Größe an sich gelegt werden.

„Deutschland ist der allerwichtigste Markt für Gazprom, und die BASF ist unser wichtigster Partner“, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller. Beide Unternehmen arbeiteten erfolgreich entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Förderung bis Endverkauf zusammen. Gazprom hat im Zuge des Aktientausches das Gasspeicher- und Handelsgeschäft der BASF-Tochter Wintershall übernommen. „Diese gegenseitige Abhängigkeit begreifen wir als Chance“, sagte Bock. Die Wirtschaft könne gerade in politisch schwierigen Zeiten zwischen Deutschland und Russland Brücken bauen.

Zum Jubiläum gaben beide Unternehmen Geld für die Restaurierung des Chinesischen Palasts in Lomonossow, der im 18. Jahrhundert für die aus Deutschland stammende Zarin Katharina II. gebaut worden war.

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Von

dpa

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