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31.05.2018

12:05 Uhr

Tesla will bald 10.000 Stück pro Woche bauen. AP

Model 3

Tesla will bald 10.000 Stück pro Woche bauen.

Experten zerlegen Elektroauto

Materialkosten für Teslas Model 3 auf 18.000 Dollar geschätzt

VonStefan Hajek
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Es ist die große Frage für Tesla: Kann der Konzern das Model 3 profitabel bauen? Analysen von Experten sollten die deutschen Hersteller beunruhigen.

Teslas Model 3 kann Gewinne abwerfen. Zu diesem Ergebnis kommt ein deutscher Ingenieursdienstleister, der ein Model 3 bis auf die letzte Schraube zerlegt hat. Die Material- und Zulieferkosten des zwischen 35.000 und 78.000 Dollar teuren Autos liegen nur bei rund 18.000 Dollar. Hinzu kommen nach den Berechnungen der Zerleger, die der WirtschaftsWoche vorliegen, etwa 10.000 Dollar an Produktionskosten pro Auto.

Falls Tesla es schafft, die geplanten 10.000 Stück pro Woche zu bauen, wird das Model 3 einen erheblichen positiven Ergebnisbeitrag liefern“, sagt ein Testingenieur.

Der WirtschaftsWoche liegen Protokolle einiger Ingenieurdienstleister vor, die im Auftrag deutscher Autokonzerne auf dem Graumarkt ein Tesla Model 3 aus den USA besorgt und zerlegt haben. Die Verkäufer sind Ex-Tesla-Mitarbeiter, die früh ein Model 3 bestellen konnten und es nun mit hohem Gewinn verkauften. Die Preise auf dem grauen Markt liegen bei 100.000 bis 130.000 Dollar.

Insgesamt vier Tesla Model 3 wurden nach Informationen der WirtschaftsWoche in den vergangenen Wochen nach Deutschland überführt und hier in den Werken der Wettbewerber zerlegt. Die deutschen Tesla-Konkurrenten wollten nicht nur einige bisher unklare technische Lösungen des mit über 500.000 Vorbestellungen voraussichtlich ersten Elektroautos für den Massenmarkt am Objekt untersuchen; ihnen ging es auch darum, dessen wirtschaftliche Kalkulation offenlegen.

Ein weiteres Ergebnis der Analysen: Tesla hat bei knappen Batterierohstoffen einen Durchbruch erzielt. Tesla ist es offensichtlich gelungen, den Anteil des notorisch knappen Metalls Kobalt in den Batterien seines neuen Model 3 erheblich zu verringern. Das geht aus Labor-Analysen hervor, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegen.

Kobalt wird in der Kathode von Lithium-Ionen-Zellen gebraucht; es gilt dort bisher als unersetzlich. Die globalen Kobaltvorkommen liegen zu über 60 Prozent in der von Bürgerkriegen gebeutelten Demokratischen Republik Kongo, wo das Kobalt zum Teil durch Kinderarbeit gefördert und zur Finanzierung von Warlords verwendet wird.

Diese Hersteller verkaufen die meisten Elektroautos weltweit

Platz 10

Obwohl der Nissan Leaf das meistverkaufte Elektroauto der Welt ist, reichen die 52.000 Verkäufe im vergangenen Jahr nur für Platz 10. Dieses Jahr kommt jedoch eine neue Auflage des Leaf auf den Markt.

Quelle: EV Sales

Platz 9

Um über 90 Prozent hat Toyota seinen Absatz an E-Fahrzeugen im letzten Jahr gesteigert. Denn auch die halbelektrischen Plug-in-Hybride werden in der offiziellen Statistik mitgezählt, und die verkauften sich im vergangenen Jahr 54.000 Mal.

Platz 8

General Motors war mit dem Chevrolet Bolt einer der ersten Hersteller mit einem Elektroauto für den Volumenmarkt. 2017 reichte der Elektroabsatz der Amerikaner für den 8. Platz im Ranking mit 54.000 verkauften Autos.

Platz 7

Chinas größter Autohersteller SAIC verbuchte im letzten Jahr einen guten Absatz von 56.000 Elektroautos – und ist damit im Heimatland keinesfalls der größte Hersteller von Elektroautos. Zuletzt kündigte Infineon an, ein Joint Venture mit den Chinesen einzugehen.

Platz 6

Auch Daimler-Aktionär Geely profitiert vom Elektroboom in China: 2017 verkaufte der Konzern 67.000 Elektroautos, unter anderem unter der neuen Marke Lynk&Co. Ob auch Daimler von der Elektrokompetenz der Chinesen profitieren kann?

Platz 5

Volkswagen sichert sich den fünften Platz im Ranking. 70.000 E-Autos verkauften die Wolfsburger letztes Jahr. Dabei bieten die Wolfsburger bislang nur den Elektro Golf und den e-Up, sowie einige Plug-in-Hybride an. Die große Elektrowelle aus Wolfsburg rollt erst an.

Platz 4

Elektro-Pionier Elon Musk landet mit Tesla nicht mal auf dem Treppchen. 101.000 Elektroautos verkaufte er im letzten Jahr, damit reicht es nur für Platz 4. Allerdings soll dieses Jahr die Produktion des Massenmodells Model 3 massiv hochgefahren werden.

Platz 3

Bronze im Elektrovergleich geht nach München. BMW hat im letzten Jahr noch einmal kräftig zugelegt und verkaufte 102.000 Autos, vor allem, weil die halbelektrischen Plug-in-Hybriden deutlich zugelegt haben. Reine Elektroautos verkaufen die Münchener unter der Marke BMWi.

Platz 2

Die Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) ist in Europa weitgehend unbekannt, aber der fünftgrößte Automobilkonzern Chinas. Mit der Tochter BJEV verkaufen die Chinesen reine Elektrofahrzeuge und wollen auch Daimler bei der Elektroexpansion in China helfen. 2017 konnte BAIC den Verkauf von Elektromodellen im letzten Jahr gut verdoppeln, auf 104.000 Fahrzeuge.

Platz 1

Mit einem leichten Wachstum von 102.000 auf 114.000 verkaufte Elektroautos landet der chinesische Konzern BYD erneut auf Platz eins. Der BYDe6 ist ein Elektro-SUV, das in Asien vor allem in Taxiflotten eingesetzt wird.

Auf dem Weltmarkt hat sich der Kobalt-Preis zuletzt binnen 18 Monaten verdreifacht. Durch die Flut neuer E-Modelle zahlreicher Autokonzerne, die ab 2020 auf den Markt kommen sollen, wird sich die Nachfrage nach dem knappen Metall erneut vervielfachen. Einzelne Konzerne wie VW hatten zuletzt versucht, direkt Lieferverträge mit Minenbetreibern abzuschließen, allerdings ohne Erfolg.

Batteriehersteller und ihre Zulieferer arbeiten daher mit Hochdruck an neuen Kathodenmaterialien, die mit weniger Kobalt auskommen. Tesla ist dabei mit seinem Partner Panasonic der Konkurrenz offenbar weiter voraus, als bisher bekannt: Nach den Laboranalysen, die der WirtschaftsWoche zugespielt wurden, bestehen die Kathoden der im neuen Tesla Model 3 verwendeten Panasonic-Zellen nur noch zu 2,8 Prozent aus Kobalt. Aktueller Stand der Technik sind bisher acht Prozent Kobaltanteil.

„Das wäre ein erheblicher Wettbewerbsvorteil für Tesla, Kobalt ist derzeit nur sehr schwer auf dem Weltmarkt zu bekommen“, sagt Sven Bauer, Chef des größten deutschen unabhängigen Batterieproduzenten BMZ.

Kommentare (5)

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Frau Edelgard Kah

31.05.2018, 13:03 Uhr

Ein Tesla-Vorsprung bei der Höhe der Produktionskosten? Mag sein, oder auch nicht. Aber wie ist das mit solchen Vorsprüngen? Haben sie für die Ewigkeit Bestand? Oder können die Konkurrenten leicht aufholen? Vielleicht sogar auf anderen Wettbewerbsfeldern (beispielsweise beim Service und der Verfügbarkeit von Ersatzteilen) sich an die Spitze setzen?

Aus meiner Sicht ist Wettbewerb vergleichbar mit einem Fußballspiel. Ein Schnappschuß aus der 12. Minute mag noch so interessant sein. Gleichgültig wie dieses Augenblicksbild auch ausfallen möge, entschieden ist damit der Ausgang des Spieles noch nicht. Und nach dem Spiel ist vor dem (nächsten) Spiel.

Frau Nicole Bartels

31.05.2018, 14:53 Uhr

Natürlich hat sich unsere Gesellschaft nur durch die Entwicklung neuer Technologien und Forschungsergebnisse zu einer modernen und wirtschaftlichen Lebensweise geformt. Aber die Natur hat ihre Gesetze und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dass unsere Luft zum Atmen, unser Wasser zum Trinken und unsere Erde zum Anbau von Nahrungsmitteln verdreckt, vergiftet, ausgelaugt ist - dann hat die Gier der Menschen gesiegt, dann ist der Raubbau beendet und es wird gar nichts mehr gehen! Katastrophen warnen immer wieder. Ich frage mich, warum wir nach all dem egomanischen Ausmass, was die Menscheit mit Autos, Flugzeugen und Schiffen im Ölzeitalter bereits manifestierte, alle glaube, e gehe immer so gemütlich weiter? Wir müssen Elektroautos nicht in allen Aspekten mit den hochentwickelten Luxuskarossen der herkömmlichen Antriebe vergleichen. In der Elektromobilität wird es vorrangig um leichte und kleine Fahrzeuge gehen. Die Berliner Neutrino Energy Group und ihr Team an Wissenschaftlern wie ua. PROF.KONSTANTIN MEYL stehen seit 10Jahren für die Forschung einer ganz neuartigen Technologie zur Nutzung von Neutrino-Energy, für die mobile, dezentrale Haushaltsenergie (ein Powercube pro Haushalt 5kw) und für die Elektromobilität. Mit einem ersten Kleinfahrzeug PI, mit unendlicher Reichweite, quasi "aus der Luft betankt" und angetrieben von Tag und Nacht milliardenfach strömenden Neutrinos welche Energie abgeben, soll ein Meilenstein in der Energieversorgung gesetzt werden. Mit dieser neuen Technologie können weltweit herkömmlichen Material aufwendige Akkus und Batterien abgelöst werden. Auch Tesla könnte von der Bauweise profitieren und muss sicher noch einige Male Abspecken, um im Geschäft zu bleiben.Es wird entscheidend für die erfolgreiche Umstrukturierung der Gesellschaft sich für Innovation in der Elektromobilität zu öffnen, um die Energiewende und den gesteigerten Bedarf an Energie allgemein zu decken. Ein weniger an Komfort und Luxus hat noch Keinem die Existenz gekostet.

Frau Nicole Bartels

31.05.2018, 15:02 Uhr

Natürlich hat unsere Gesellschaft nur durch die Entwicklung neuer Technologien und Forschungsergebnisse zu einer modernen und wirtschaftlichen Lebensweise geformt. Aber die Natur hat ihre Gesetze und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dass unsere Luft zum Atmen, unser Wasser zum Trinken und unsere Erde zum Anbau von Nahrungsmitteln verdreckt, vergiftet, ausgelaugt sind - dann hat die Gier der Menschen gesiegt, dann ist der Raubbau beendet und es wird gar nichts mehr gehen! Katastrophen warnen immer wieder. Ich frage mich, warum wir nach dem egomanischen Ausmass, was die Menscheit mit Autos, Flugzeugen und Schiffen im Ölzeitalter bereits manifestierte, alle glauben, es gehe immer so gemütlich weiter? Wir müssen Elektroautos nicht in allen Aspekten mit den hochentwickelten Luxuskarossen der herkömmlichen Antriebe vergleichen. In der Elektromobilität wird es vorrangig um leichte und kleine Fahrzeuge gehen. Die Berliner Neutrino Energy Group und ihr Team an Wissenschaftlern wie ua. PROF.KONSTANTIN MEYL stehen seit 10Jahren für die Forschung einer ganz neuartigen Technologie zur Nutzung von Neutrino-Energy, für die mobile, dezentrale Haushaltsenergie (ein Powercube pro Haushalt 5kw) und für die Elektromobilität. Mit einem ersten Kleinfahrzeug PI, mit unendlicher Reichweite, quasi "aus der Luft betankt" und angetrieben von Tag und Nacht milliardenfach strömenden Neutrinos welche Energie abgeben, soll ein Meilenstein in der Energieversorgung gesetzt werden. Mit dieser neuen Technologie können weltweit herkömmlichen Material aufwendige Akkus und Batterien abgelöst werden. Auch Tesla könnte von der Bauweise profitieren und muss sicher noch einige Male Abspecken, um im Geschäft zu bleiben.Es wird entscheidend für die erfolgreiche Umstrukturierung der Gesellschaft sich für Innovation in der Elektromobilität zu öffnen, um die Energiewende und den gesteigerten Bedarf an Energie allgemein zu decken. Ein weniger an Komfort und Luxus hat noch Keinem die Existenz gekostet.

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