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14.09.2017

11:36 Uhr

Fehlerhafte Airbags

VW ruft in China Millionen Autos zurück

Der Takata-Skandal zieht weitere Kreise: Volkswagen muss wegen fehlerhafter Airbags in China knapp fünf Millionen Fahrzeuge zurückrufen. In der Volksrepublik sind Millionen weiterer Autos betroffen.

Der Großteil der betroffenen Fahrzeuge fällt auf ein VW-Joint-Venture zurück. VW selbst ruft etwa 100.000 Autos in die Werkstätten zurück. dpa

Volkswagen in China

Der Großteil der betroffenen Fahrzeuge fällt auf ein VW-Joint-Venture zurück. VW selbst ruft etwa 100.000 Autos in die Werkstätten zurück.

Peking/Wolfsburg Volkswagen muss in China fast 4,9 Millionen Autos wegen möglicherweise defekter Frontairbags in die Werkstätten zurückrufen. Es geht dabei erneut um Airbags des japanischen Herstellers Takata, wie die chinesische Qualitätsaufsicht (AQSIQ) am Donnerstag auf ihrer Website mitteilte. Nach Angaben von Volkswagen sind Modelle der Gemeinschaftsunternehmen FAW-VW, SAIC-VW und FAW-Audi betroffen, außerdem Import-Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda. Laut Behördenangaben wird die Aktion im März 2018 beginnen.

Bisher sei weltweit kein Fall eines fehlerhaften Takata-Frontairbags in einem Auto des Volkswagen-Konzerns bekannt, betonte der Autobauer. Mit dem Rückruf kämen die Unternehmen einer Forderung der chinesischen Behörde nach.

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Der japanische Airbag-Hersteller ist so gut wie Geschichte. Nach Millionen von Rückrufen wird der Konzern am Montag Insolvenz anmelden. Den Schaden von zehn Milliarden Euro tragen möglicherweise die Autohersteller.

Neben VW mussten viele andere Autobauer weltweit Millionen Wagen zurückrufen, bei denen mangelhafte Airbags von Takata überprüft und repariert werden sollen. Takata-Airbags mit dem Stoff Ammoniumnitrat konnten bei langer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit falsch auslösen und wurden in den USA für mehrere Todesfälle verantwortlich gemacht. Takata hat wegen des Vorwurfs, Risiken verschwiegen und Sicherheitstests manipuliert zu haben, eine Milliardenstrafe in den USA akzeptiert.

Unter der Last der hohen Kosten für Rückrufe und Rechtskonflikte meldete das 1933 gegründete Unternehmen Ende Juni Insolvenz in Japan und den USA an. Es ist eine der größten Pleiten in Japans Wirtschaftsgeschichte.

Von

rtr

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