MenüZurück
Wird geladen.

12.01.2019

00:23

Ghosn-Affäre

Nissan-Manager Munoz gibt Posten auf

Nachwirkungen des Ghosn-Skandals: Nissan überprüft frühere Entscheidungen, die in den USA gemacht wurden, und Munoz war zunächst beurlaubt worden. Jetzt geht er.

Jose Munoz während der North American International Auto Show in Detroit, Michigan, in 2017. Heute hat der Chairman von Nissan Nordamerika seinen Posten geräumt. Reuters

Jose Munoz

Jose Munoz während der North American International Auto Show in Detroit, Michigan, in 2017. Heute hat der Chairman von Nissan Nordamerika seinen Posten geräumt.

BangaloreDer hochrangige Nissan-Motor-Manager Jose Munoz hat seinen Posten bei der US-Tochter des japanischen Autobauer geräumt. Dies teilte ein Sprecher am Freitag in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur Reuters mit. Der Schritt des Chief Performance Officer folgt einem Reuters-Bericht, wonach Nissan seine Entscheidungen in den USA überprüfe als Teil der Ermittlungen im Zusammenhang mit dem inhaftierten Ex-Chef Carlos Ghosn.

Betrugsfall Ghosn: Neuordnung zwischen Renault und Nissan deutet sich an

Betrugsfall Ghosn

Neuordnung zwischen Renault und Nissan deutet sich an

Das Land, das Carlos Ghosn einst für sich eroberte, wird mit seinem Fall noch länger beschäftigt sein. Für die Gegner einer Fusion mit Renault könnte der wahre Kampf jetzt erst beginnen.

Der Konzern hatte vor einigen Tagen erklärt, Munoz sei beurlaubt worden. Munoz selbst schrieb auf einen Blog, seine Entscheidung sei nach sorgfältiger Abwägung getroffen worden. Nissan sei „gegenwärtig mit Dingen beschäftigt, die die Aufmerksamkeit gebunden haben und auch weiter binden werden.“

Ghosn selbst geriet am Freitag stärker unter Druck: Die Staatsanwaltschaft in Tokio erhob zwei weitere Anklagen wegen Finanzverstößen. Ghosn sitzt seit dem 19. November in Untersuchungshaft, weil er seine Einkünfte in den fünf Jahren bis 2015 nicht vollständig angegeben haben soll. Er hat die Vorwürfe bei seiner ersten Anhörung vor Gericht am Dienstag zurückgewiesen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×