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11.09.2017

12:59 Uhr

IAA

Miese Stimmung im Kfz-Gewerbe

Im dritten Quartal laufen die Geschäfte für Autohäuser und Werkstätten eher schleppend. Daran konnten bisher auch die Abwrackprämien für alte Diesel kaum etwas ändern. Nur jeder fünfte Betrieb spricht von einer Belebung.

Vor einigen Tagen hatten die Autohäuser sinkende Restwerte für ihre Diesel-Bestände beklagt. dpa

Autohändler

Vor einigen Tagen hatten die Autohäuser sinkende Restwerte für ihre Diesel-Bestände beklagt.

Frankfurt/MainUnmittelbar vor Beginn der Automesse IAA herrscht in Werkstätten und Autohäusern eher miese Stimmung. Die Betriebe verzeichneten im laufenden dritten Quartal einen schleppenden Geschäftsverlauf und seien auch bis zum Jahresende pessimistisch, schilderte der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) am Montag die Lage auf der Grundlage einer Mitgliederbefragung.

Die von den Herstellern ausgelobten Abwrackprämien für alte Diesel spielten demnach noch keine große Rolle. Nur jeder fünfte Betrieb berichtete zum Stichtag 30. August bereits von einer Belebung. Insgesamt klagten die Unternehmen mehrheitlich über schlechte Geschäfte mit Neuwagen (34,6 Prozent: schlecht – 26,2 Prozent: gut) und Gebrauchtwagen (36,7 Prozent: schlecht – 19,7 Prozent: gut).

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Vor einigen Tagen hatten die Autohäuser sinkende Restwerte für ihre Diesel-Bestände beklagt. Wegen der anhaltenden Diskussion um mögliche Fahrverbote in Städten sind insbesondere Diesel mit der Abgasnorm 5 oder älter im Inland derzeit schwer verkäuflich.

Dass die Preise für Diesel-Gebrauchtwagen weiterhin deutlich unter Druck stehen, entspricht auch der Einschätzung des Marktbeobachters Schwacke . Sinkende Nachfrage seitens der verunsicherten Kunden und ein steigendes Angebot insbesondere aus den Flotten der Unternehmen werden weiter zu sinkenden Restwerten führen, berichtete der Dienstleister am Montag im Vorfeld der Internationalen Automobilausstellung (IAA).

Umgekehrt steigen die im Angebot knappen Benziner bei steigender Nachfrage im relativen Wert, erwartet Schwacke. Hier sei aber immer die Relation zu derzeit recht günstigen Neuwagen zu beachten, die von den Herstellern unter anderem über hohe Abwrackprämien angeboten werden.
Den Schwacke-Analysen zufolge haben gebrauchte Diesel seit Bekanntwerden der Diesel-Affäre im September 2015 rund 2,2 Prozent an Wert verloren. Der Index-Wert für gebrauchte Benziner stieg hingegen um 5,3 Prozent. Mit 105 Tagen stehen Diesel-Autos derzeit 25 Tage länger beim Händler als die Benzin-Modelle.

Von

dpa

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