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13.08.2018

10:34

Inhaftierter im Dieselskandal

Audi-Chef Stadler bleibt in Untersuchungshaft

Von: René Bender, Jan Keuchel

Der beurlaubte Audi-Chef Rupert Stadler bleibt weiter in der Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen. Eine Haftbeschwerde seiner Anwälte wurde abgelehnt.

Audi-Chef Stadler: Landgericht München lehnt Haftbeschwerde ab AP

Langjähriger Audi-Chef Rupert Stadler

Als Verantwortlicher im Dieselskandal könnte Stadler Zeugen beeinflussen, befürchtet die Staatsanwaltschaft.

Düsseldorf An der Situation des im Zuge des Dieselskandals inhaftierten und beurlaubten Audi-Chefs Rupert Stadler ändert sich vorerst nichts. Das Landgericht München I hat die Haftbeschwerde des seit fast zwei Monaten im Gefängnis Augsburg-Gablingen einsitzenden Top-Managers abgewiesen.

Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass gegen Stadler immer noch ein dringender Tatverdacht bestehe. „Er habe trotz Kenntnis der Manipulationen oder in bewusstem Verschließen vor den Manipulationen zugelassen, dass die betroffenen Motoren weiter zum Einsatz kommen und in den Verkauf gelangen würden“.

Auch der Haftgrund der Verdunklungsgefahr bestehe fort, so die Kammer. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt. Ein Sprecher sei erst wieder ab dem Nachmittag zu erreichen, hieß es bei Gericht.

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen von Volkswagen und der Konzerntochter Audi ermittelt die Staatsanwaltschaft München seit Ende Mai wegen Betrugs sowie mittelbarer Falschbeurkundung gegen Stadler.

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    Nachdem die Ermittler Stadler dabei abgehört hatten, wie er mit einem Porsche-Mitarbeiter telefonierte und über die mögliche Beurlaubung eines Audi-Mitarbeiters sprach, nahmen sie den Top-Manager am 18. Juni wegen Verdunkelungsgefahr fest. Seither sitzt er in der Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen ein, seinen Posten als Audi-Chef hat kommissarisch Bram Schot übernommen.

    Zunächst hoffte Stadler noch, durch seine Bereitschaft, gegenüber der Staatsanwaltschaft auszusagen, seine Freiheit schnell wiedergewinnen zu können. Doch den Verdacht der versuchten Zeugenbeeinflussung konnte Stadler in mehreren Vernehmungen durch die Staatsanwälte nicht ausräumen – sie sahen weiter Verdunkelungsgefahr. Nach mehreren Wochen Haft entschied sich Stadler dann, vorerst nicht weiter auszusagen.

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    Mitte Juli legte sein Verteidiger Thilo Pfordte schließlich Haftbeschwerde ein, die das Amtsgericht München dem übergeordneten Landgericht vorlegte. Die Entscheidung über die Beschwerde zog sich seither hin, weil zwischen den Verfahrensbeteiligten noch Schriftsätze ausgetauscht wurden. Pfordte war für eine Stellungnahme zur erfolglosen Haftbeschwerde bisher nicht zu erreichen.

    Zuletzt waren in dem Münchner Ermittlungsverfahren der frühere Audi-Manager und Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz und ein ehemaliger Audi-Ingenieur nach monatelanger Untersuchungshaft gegen Kaution auf freien Fuß gekommen.

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