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14.03.2019

01:07

Monsanto

Jury im Bayer-Glyphosat-Prozess vertagt Entscheidung erneut

Von: Katharina Kort

In dem wichtigen Prozess in San Francisco hat die Jury die Entscheidung über Roundup und Krebs auf Freitag verschoben.

Bayer-Glyphosat-Prozess: Jury vertagt Entscheidung erneut dpa

Glyphosat

In dem Prozess in San Francisco geht es darum, ob das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel Roundup der Bayer-Tochter Monsanto für die Krebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman verantwortlich ist.

New YorkDie Geschworenen im Prozess um das glyphosathaltige Mittel Roundup von Monsanto in San Francisco sind auch am Mittwoch nicht zu einem Urteil gekommen. Sie treffen am Freitag erneut zusammen. Das teilte das Gericht am Mittwoch Abend mit.

Für Bayer ist dieser Prozess besonders wichtig, da die Leverkusener im ersten Prozess im vergangenen Jahr eine herbe Niederlage einstecken mussten und zu einer Schadensersatzzahlung von 79 Millionen US-Dollar verurteilt wurden.

Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemie-Konzern hatte den Glyphosat-Entwickler Monsanto im vergangenen Sommer für 63 Milliarden Dollar übernommen. Nun sieht sich Bayer in den USA wegen des Unkrautvernichters Roundup mit etwa 11.200 Klagen konfrontiert.

Der Fall Hardeman in San Francisco ist ein sogenannter Bellwether-Fall. Sie gelten im US-Recht als Test für andere vor Gericht anhängige Klagen. Er könnte die Richtung für mehr als 760 weitere bei dem Gericht in San Francisco anhängige Verfahren vorgeben. In dem Prozess in San Franciso geht es darum, ob das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel Roundup der Bayer-Tochter Monsanto für die Krebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman verantwortlich ist.

Dabei ging es in der ersten Phase vor allem um die Frage, ob Glyphosat Krebs erregt. Schließlich hat der Richter Vince Chhabria das Verfahren „Edwin Hardeman gegen Monsanto“ in zwei Phasen unterteilt: In der ersten Phase sollte lediglich festgestellt werden, ob es einen wissenschaftlich begründeten Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebs gibt.

Die mittlerweile nur noch sechsköpfige Jury kam bei dieser Frage am Mittwoch jedoch noch zu keinem Urteil. Damit haben die Geschworenen ihre Entscheidung bereits zum zweiten Mal verschoben.

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Der Fall Hardeman ist Teil eines „Multi-District“-Verfahrens, in dem mehrere Fälle gebündelt sind. Dabei werden grundsätzliche Fragen, die für alle anderen Fälle gelten vor einem Gericht geklärt und entsprechende Zeugen geladen.

Die Entscheidung über grundsätzliche Fragen – etwa den Zusammenhang zwischen Krebs und Roundup – sind dann auch für die anderen Multi-District-Fälle bindend. Über die spezifischen Fälle aber entscheiden die einzelnen Gerichte dann getrennt. Sammelklagen – in denen ein Fall stellvertretend für alle anderen steht – sind bei Roundup nicht möglich. Dazu sind die einzelnen Fälle zu unterschiedlich, da jede Person das Mittel anders angewendet hat, das Krankheitsbild die und die äußeren Umstände zu unterschiedlich sind.

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