Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

26.06.2019

16:20

Peter Hochholdinger

Tesla verliert wohl seinen Fertigungschef

Peter Hochholdinger kam 2016 zu dem E-Autobauer, um die Tesla-Produktion zu reorganisieren. Nun hat er das Unternehmen laut einem Bericht verlassen.

Peter Hochholdinger kam Mitte 2016 zu dem E-Autobauer. Reuters

Tesla-Logo

Peter Hochholdinger kam Mitte 2016 zu dem E-Autobauer.

New York Der Fertigungschef von Tesla, der deutsche Autoexperte Peter Hochholdinger, arbeitet nach einem Bericht des Branchenblogs „Electrek“ nicht mehr bei dem kalifornischen Automobilhersteller. Der Autoproduktionsspezialist kam Mitte 2016 von Audi zu Tesla, um die Tesla-Produktion neu zu organisieren.

Tesla war am Mittwoch zunächst nicht zu erreichen. Gegenüber „Electrek“ wollten weder das Unternehmen noch Hochholdinger selbst Stellung nehmen.

Hochholdinger galt als eine Schlüsselfigur, um Abläufe bei Tesla auf neue Beine zu stellen. Seine Aufgabe war es vor allem, die Produktion des Tesla Model 3 auf Touren zu bringen. Zuvor war der gelernte Werkzeugprüfer und diplomierte Werkstoffwissenschaftler 22 Jahre lang bei Audi in Ingolstadt tätig, zuletzt war er dort für die Produktion der Audi-Modelle A4, A5 und Q5 zuständig.

Tesla konnte in den vergangenen Monaten zwar die Produktion seiner Fahrzeuge in die Höhe fahren. Das Unternehmen dürfte allerdings die von Firmenchef Elon Musk in Aussicht gestellten Rekordauslieferungen im zweiten Quartal einem Medienbericht nach verfehlen. Bislang habe das Unternehmen in Nordamerika lediglich rund 49.000 Wagen an die Kundschaft gebracht, berichtete „Electrek“ unter Berufung auf einen Insider.

Musk gibt aber noch nicht auf: Der Quartalsrekord bei den Auslieferungen sei noch erreichbar, allerdings müsse Tesla in den letzten Tagen des Monats noch „alles geben“, um das Ziel zu erreichen, schrieb Musk in einem internen Memo, das der Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegt.

„Es gibt viele Spekulationen über unsere Fahrzeuglieferungen in diesem Quartal“, zitiert Bloomberg aus Musks E-Mail an seine Mitarbeiter vom Dienstag. „Die Wahrheit ist, dass wir auf dem besten Weg sind, einen Rekord aufzustellen, aber es wird sehr knapp. Wenn wir alles geben, können wir es definitiv schaffen“, schrieb Musk.

„Wir haben bereits genügend Fahrzeugbestellungen, um einen Rekord aufzustellen, aber die entsprechenden Autos sind noch nicht alle an den richtigen Orten“, schrieb Musk. „Logistik und Endauslieferung sind äußerst wichtig, ebenso wie die Suche nach Fahrzeugvarianten, die lokal verfügbar sind, aber nicht die Leute erreichen können, die diese Variante vor Ende des Quartals bestellt haben.“

Mehr: Elon Musk erfindet das Auto neu. Mit dem Model 3 will Tesla 2019 den Massenmarkt erobern. Das entscheidet sich in Teslas Gigafactory in Nevada. Ein Ortsbesuch.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×