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14.07.2022

09:20

Pharmabranche

Bayer verkauft Testosteronpräparat an Grünenthal

Der EU-Patentschutz für das Testosteronprodukt Nebido läuft in der EU 2024 aus. Trotzdem kassiert Bayer noch 500 Millionen Euro für den Verkauf des Präparats.

Der Pharmakonzern trennt sich von einem lukrativen Testosteronpräparat. dpa

Bayer-Werk

Der Pharmakonzern trennt sich von einem lukrativen Testosteronpräparat.

Frankfurt Bayer verkauft sein Männergesundheitsprodukt Nebido für bis zu 500 Millionen Euro an den Arzneimittelhersteller Grünenthal. An dem Mittel, das zur Behandlung von Testosteronmangel bei Männern eingesetzt wird, erwirbt Grünenthal die weltweiten Produktrechte, wie Bayer am Donnerstag mitteilte. Dazu gehört auch das Vertragsgeschäft in den USA, wo das irische Pharmaunternehmen Endo Pharmaceuticals als Lizenznehmer den Wirkstoff vertreibt. Der Deal soll bis Ende 2022 unter Dach und Fach kommen.

„Diese Veräußerung ist Teil der laufenden Transformation unseres Pharmageschäfts, das sich auf Schlüsselbereiche zukünftiger medizinischer Innovation konzentriert“, erklärte Bayer-Managerin Marianne De Backer. „Der Erlös wird Investitionen in zukünftige Innovationen unterstützen und transformative Behandlungsoptionen für Patienten voranbringen.“ Im vergangenen Geschäftsjahr trug Nebido, das in mehr als 80 Ländern auf dem Markt ist, mit einem Umsatz von 117 Millionen Euro zum Umsatz von gut 18,3 Milliarden Euro von Bayer im Pharmageschäft bei.

Grünenthal erwartet, dass das Testosteronpräparat im kommenden Jahr etwa 100 Millionen Euro zu seinem Betriebsgewinn (Ebitda) beisteuern wird. Nebido, das nach Angaben des Aachener Unternehmens die führende Marke zur Behandlung von Testosteronmangel bei Männern ist, steht in der EU noch bis März 2024 unter Patentschutz, in den USA bis Mai 2027. Grünenthal hatte sich in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von Zukäufen verstärkt und dafür mehr als zwei Milliarden Euro investiert.

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