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26.08.2019

17:11

Pharmakonzern

Boehringer besetzt zwei Top-Positionen in der Führung neu

Von: Siegfried Hofmann

Französische Manager dominieren künftig die Führungsriege von Deutschlands zweitgrößtem Pharmakonzern. Gleichzeitig schrumpft die Unternehmensleitung von sechs auf fünf Personen.

Die Unternehmensleitung des Ingelheimer Konzerns verkleinert sich durch den Umbau von sechs auf fünf Personen. obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH

Boehringer Ingelheim

Die Unternehmensleitung des Ingelheimer Konzerns verkleinert sich durch den Umbau von sechs auf fünf Personen.

Frankfurt Mit einem größeren Revirement an der Firmenspitze verjüngt die Boehringer-Ingelheim-Gruppe ihre Führungsstruktur. Deutschlands zweitgrößter Pharmahersteller will zum Jahreswechsel die Spitzenpositionen seiner drei operativen Sparten neu besetzen.

Als Nachfolgerin von Allan Hillgrove (59) soll zum ersten Januar die französische Managerin Carine Brouillon (55) die Führung der Unternehmensbereiche Humanpharma und Biopharma übernehmen. Brouillon, eine gelernte Pharmazeutin und Marketingexpertin, war lange für den Pharmahersteller Janssen, eine Tochter des US-Konzerns Johnson & Johnson tätig, bevor sie 2018 zu Boehringer wechselte.

Anfang des kommenden Jahres wird ferner der langjährige Boehringer-Manager Jean Scheftsik de Szolnok (55), ebenfalls ein Franzose, als neuer Chef der Sparte Tiergesundheit in die Unternehmensleitung aufrücken. Er löst den bisherigen Spartenleiter Joachim Hasenmaier (59) ab, der sich ebenso wie Hillgrove in den Ruhestand verabschiedet. De Szolnok ist seit 1987 bei Boehringer tätig und hat bisher die französische Landesgesellschaft des Pharmaunternehmens geleitet.

Eine dritte Veränderung in der Boehringer-Geschäftsführung ergibt sich aus dem Abschied von Personalchef Andreas Neumann (54), der sich nach acht Jahren in der Boehringer-Führung entschieden habe, das Unternehmen Ende September zu verlassen. Seine Position wird nicht neu besetzt. Die Funktionen von Neumann werden vielmehr der Vorsitzende der Unternehmensleitung, Hubertus von Baumbach, sowie Finanzchef Michael Schmelmer mit übernehmen.

Für Boehringer Ingelheim als innovationsgetriebenes Unternehmen sei „sowohl eine kontinuierliche erfolgreiche Organisations- und Mitarbeiterentwicklung wie auch die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber essenziell“, begründet das Unternehmen die Neuordnung. Von Baumbach, ein Urenkel des Firmengründers, will daher ab Oktober die Verantwortung für die unternehmensweite Personalstrategie mit übernehmen.

Die Unternehmensleitung des Ingelheimer Konzerns verkleinert sich durch den Umbau von sechs auf fünf Personen. Drei der fünf Boehringer-Topmanager werden dabei künftig Franzosen sein. Neben den beiden Neulingen in der Führung gehört dazu auch Forschungschef Michel Pairet (60), der seit vier Jahren den gesamten Bereich Innovation bei Boehringer leitet.

Boehringer ist der nach Bayer zweitgrößte Arzneimittelhersteller in Deutschland und zugleich das mit Abstand größte Unternehmen der Pharmabranche, das sich noch voll in Familienbesitz befindet. Vom Gesamtumsatz von 17,5 Milliarden Euro im Jahr 2018 entfielen 12,6 Milliarden auf Humanpharmazeutika, knapp vier Milliarden Euro auf Tiermedikamente und gut 700 Millionen Euro auf die biopharmazeutische Auftragsproduktion.

Mehr: Deutschlands zweitgrößter Pharmakonzern hat seinen Umsatz um gut acht Prozent gesteigert. Boehringer profitierte besonders vom Diabetes-Geschäft.

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