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02.07.2022

11:14

Quartalszahlen

US-Automarkt schwächelt - Absatzdämpfer für VW, BMW und Audi

Die Autoindustrie leidet weiter an den Lieferkettenproblemen und an fehlenden Chips. Deutsche Autohersteller verkaufen in den USA deutlich weniger Fahrzeuge.

VW fehlt es wie vielen Autoherstellern an Bauteilen und Chips. dpa

VW in Zwickau

VW fehlt es wie vielen Autoherstellern an Bauteilen und Chips.

Herndon Chipmangel und Lieferkettenprobleme bremsen den US-Automarkt weiter aus – auch für die deutschen Hersteller läuft es schlecht. Volkswagen verkaufte im zweiten Quartal laut eigener Mitteilung vom Freitag 78.281 Neuwagen und damit rund ein Drittel weniger als vor einem Jahr. Bei fast allen Modellen gab es deutliche Abstriche. Auch der Absatz der bei US-Kunden lange Zeit sehr beliebten Stadtgeländewagen Atlas und Tiguan brach erneut ein. Die Halbjahresbilanz fiel ebenfalls mau aus: In den ersten sechs Monaten gingen die Verkäufe um rund 32 Prozent auf 143.279 Autos zurück.

Auch der deutsche Premium-Anbieter BMW musste einen herben Absatzdämpfer auf dem US-Markt verkraften. Mit 78.905 Autos der Stammmarke BMW wurde der Dax-Konzern 18,3 Prozent weniger Fahrzeuge los als im Vorjahreszeitraum, wie er am Freitagabend mitteilte. Lieferprobleme hätten die Bestände der Händler belastet, erklärte der Konzern. Vor allem Limousinen verkauften sich schlechter. Bei den in den USA besonders gefragten SUV konnte BMW hingegen etwas zulegen. Bei der Kleinwagentochter Mini sackte der Absatz um fast die Hälfte ab.

Die US-Verkäufe der VW-Tochter Audi gingen in den drei Monaten bis Ende Juni um 28 Prozent auf 48.049 Autos zurück. Auf Halbjahressicht liegt Audi mit 83.554 Neuwagen gut 31 Prozent im Minus. Eine der wenigen positiven Ausnahmen im zweiten Quartal war dagegen der Sportwagenbauer Porsche. Hier legten die Verkäufe um 2,8 Prozent auf 19.487 Autos zu. Damit konnte sich die Renditeperle im VW-Konzern gegen die schwache Markttendenz behaupten. Nach den ersten sechs Monaten steht aber auch bei Porsche ein Minus von 10,5 Prozent auf 32.529 Autos zu Buche. Zahlen von Mercedes-Benz lagen noch nicht vor.

GM ist wieder Marktführer

General Motors überholte Toyota im zweiten Quartal und ist damit wieder Spitzenreiter auf dem Automarkt. Dies geht aus am Freitag veröffentlichten Daten hervor. GM, das seine Krone als US-Verkaufsführer im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 1931 an Toyota verloren hatte, gab an, im zweiten Quartal 582.401 Fahrzeuge verkauft zu haben, was 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor sind. Toyota, das in diesem Jahr von Störungen in der Lieferkette und den COVID-19-Sperren in China mit am stärksten betroffen war, verkaufte 531.105 Fahrzeuge, ein Rückgang von 22 Prozent.

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    General Motors kämpft weiter mit Lieferkettenproblemen und einem hartnäckigen Mangel an Computerchips. Rund 95.000 Fahrzeuge konnten laut GM zuletzt nicht ausgeliefert werden, weil Bauteile fehlten. Der Autohersteller arbeite eng mit Zulieferern zusammen, um die Probleme so schnell wie möglich zu beheben. GM rechnet mit einem Quartalsgewinn zwischen 1,6 Milliarden und 1,9 Milliarden Dollar – das ist deutlich weniger als von Analysten im Schnitt erwartet. Der Detroiter Autohersteller hielt jedoch an seiner Gewinnprognose für das Gesamtjahr fest, da er davon ausgeht, dass er die Fahrzeuge, die jetzt noch auf Teile warten, vor Jahresende verkaufen kann.

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