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25.09.2019

14:49

Reifenhersteller

Michelin schließt Reifen-Werk bei Bamberg

Der französische Reifenhersteller stellt nach 50 Jahren die Produktion im bayerischen Werk ein. Zu groß sei der Druck durch Konkurrenten aus Asien.

Das französische Unternehmen schließt sein Reifenwerk in Hallstadt bei Bamberg. Reuters

Reifenhersteller Michelin

Das französische Unternehmen schließt sein Reifenwerk in Hallstadt bei Bamberg.

München Der Reifenhersteller Michelin schließt sein Werk mit fast 860 Mitarbeitern im bayerischen Hallstadt. Bis Anfang 2021 werde die Produktion dort schrittweise eingestellt, teilte das französische Unternehmen am Mittwoch mit. Gründe dafür seien die sinkende Nachfrage und Konkurrenz durch asiatische Hersteller.

Laut dem Unternehmen wurden seit 2013 etwa 60 Millionen Euro investiert, um das Segment zu erhalten. Die Bemühungen seien jedoch gescheitert.

Die Michelin-Gruppe will nach eigenen Angaben ein „umfassendes und personalisiertes Maßnahmenpaket für jeden Mitarbeiter“ anbieten. Dazu würden Dienste einer Transfergesellschaft, rentennahe Ausstiegsmöglichkeiten und das Prüfen interner Beschäftigung gehören. Für den Umbau des Werks stelle das Unternehmen 167 Millionen Euro bereit.

Das Michelin-Werk bei Bamberg gibt es seit 1971. Deutschlandweit beschäftigt der Reifenhersteller nach eigenen Angaben 5400 Mitarbeiter.

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    Joint Venture mit Continental in Asien

    Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Michelin mit Continental ein Joint Venture in Asien plant. Beteiligt werden soll auch die französische Smag, wie aus einer Anmeldung der Pläne beim Bundeskartellamt hervorging. Das Gemeinschaftsunternehmen solle seinen Sitz in Singapur haben, hieß es auf der Internetseite des Kartellamts weiter.

    Wie Reuters von Insidern zu diesem Zeitpunkt erfuhr, heißt das Joint Venture Rubberway. Die von Michelin initiierte mobile Anwendung solle die Lieferkette für Naturkautschuk abbilden und die Praktiken der Lieferanten in verschiedenen geografischen Gebieten bewerten.

    Das Kartellamt muss die Pläne nun prüfen. Continental wollte sich auf Reuters-Anfrage nicht äußern.

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